Der Herr der Ringe: Amazon Games stellt die Entwicklung aufgrund von Streitigkeiten mit Tencent ein

 
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Der Herr der Ringe (MMO): Amazon Games stellt die Entwicklung aufgrund von Streitigkeiten mit Tencent ein

Der Herr der Ringe (Rollenspiel) von Amazon Game Studios, Leyou
Der Herr der Ringe (Rollenspiel) von Amazon Game Studios, Leyou - Bildquelle: Athlon Games Website / Leyou
Amazon hat das "Der Herr der Ringe" Online-Rollenspiel laut einem Bericht von Bloomberg eingestellt. Das 2019 angekündigte "epische, immersive Abenteuer" in Mittelerde auf Basis der literarischen Vorlage von Tolkien wollte Amazon Games in Zusammenarbeit mit Athlon Games realisieren. Athlon Games gehörte vor zwei Jahren noch zu Leyou Technologies, bis Leyou im Dezember 2020 von Tencent übernommen wurde (wir berichteten). Bloomberg meldet, dass Vertragsstreitigkeiten zwischen Amazon und Tencent zu der Einstellung des Vorhabens geführt haben.

In einer Erklärung von Amazon an Bloomberg wurden Streitigkeiten bei den Vertragsbedingungen bzw. den Konditionen als Grund für die Einstellung erwähnt. Der Publisher ist enttäuscht, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht mit der Entwicklung fortfahren können. Die Mitarbeiter, die bei Amazon Games an dem Herr-der-Ringe-Spiel gewerkelt haben, sollen intern an anderen Titeln arbeiten.

Die Bilanz der 2014 gegründeten Amazon Game Studios sieht ziemlich dürftig aus. Die Entwicklung von Breakaway wurde eingestellt. Crucible wurde nach der Veröffentlichung wieder in den Beta-Zustand zurückversetzt. Später wurde dann der Stecker gezogen. Das mehrfach verschobene Onlinespiel New World soll Ende August 2021 erscheinen. Über die vermeintlich chaotischen Zustände (planlose Führung ohne Verständnis für die Spiele-Entwicklung, Sexismus und "Bro Culture") bei Amazon Games ist schon in der Vergangenheit mehrfach berichtet worden.
Quelle: Bloomberg, Kotaku, RPS

Kommentare

NomDeGuerre schrieb am
Uwe sue hat geschrieben: ?21.04.2021 11:07 zum einen redet ihr von daten-backdoors über tencent, also eure personenbezogenen daten und vll kaufverhalten. zum anderen redet ihr von der NSA, die ihre daten sicher nicht an apple verkauft damit die euch zuspammen können.
überlegt mal wieviele anschläge wurden verhindert - richtig "hunderte" - und was hat es jedem einzelnen von uns geschadet? richtig, gar nichts. natürlich gibt die NSA ihre erkenntnisse an den BVS und BKA weiter - is doch wohl selbstverständlich. bei den sachen bei denen der BVS selbst erkenntnisse gewinnen sollte (Amiri, NSU) sind wir wohl wirklich kein vorzeigeland, also sind wir mal froh, dass uns die NSA aushilft. dass unser verfassungschutz ein haufen nazis sind, das is wiederrum ein anderes thema - bin selbst "gefährder" - warum? "KEINE AHNUNG" gab einmal ne gefakete aussage gegen mich und seitdem stehe ich halt auf der liste. aber die tun mir nix also können gerne meinen pc scannen, solange sie ihn mir nicht komplett blockieren^^
Aus freiheitlichen Gründen, hätte ich nichts dagegen, wenn die Nazis vom Verfassungsschutz deinen Computer sperren.
Schadet ja nicht. Danach treten wir unilateral den 5 Eyes bei, damit die weitergabe von Erkenntnissen tatsächlich natürlich ist und geben uns dann im Anschluss wohlig taub dem guten Hirten hin. Schadet ja keinem. Weil Tencent!
manu! schrieb am
Wie ihr jetzt von meinem durchs Hinterzimmer eingekauften Hintertürchen auf diese Backdoorbabblerei kommt is mir komplett schleierhaft.
Zum Verständnis wiederhole ich das nochmal.
Wenn ich ein Spiel entwickle und auf einmal kommt Tencent durch die Hintertür dazu, weil die sich irgendwo mit eingekauft haben, dann würde ich auch den Kram schassen und abhauen. Auch wenn das jetzt in diesem Fall wahrscheinlich nicht deshalb war.
Uwe sue schrieb am
durruti hat geschrieben: ?20.04.2021 14:38
Ryan2k6 hat geschrieben: ?20.04.2021 13:27
durruti hat geschrieben: ?20.04.2021 13:09 Aber US-Backdoors sind natürlich besser als chinesische-Backdoors.
Man mag von NSA und Co halten was man will, aber durch die immer noch vorhandene demokratische Gesellschaftsform ist eine Backdoor made in USA für mich weniger beängstigend, als eine völlig unregulierte eines totalitären Systems wie in China.
Ich möchte beides nicht haben, sehe aber da durchaus noch Abstufungen.
Schon richtig was du schreibst, jedoch finde ich für Bürger in den westlichen Staaten ein US-Backdoor gefährlicher, da hier ein Datenaustausch der Geheimdienste eher stattfindet. Ein Datenaustausch zwischen Deutschland und USA ist viel wahrscheinlicher als zwischen Deutschland und China. Wenn ich wählen müsste, dann würde ich meine Daten eher den Chinesen geben als den Amerikanern (am besten natürlich keinem).
Ich mag vor allem die negative Einstellung zu Tencent nicht, wenn doch amerikanische Unternehmen höchstwahrscheinlich genauso agieren. Jedes große Unternehmen in der Welt muss sich heutzutage den Geheimdiensten beugen.
zum einen redet ihr von daten-backdoors über tencent, also eure personenbezogenen daten und vll kaufverhalten. zum anderen redet ihr von der NSA, die ihre daten sicher nicht an apple verkauft damit die euch zuspammen können.
überlegt mal wieviele anschläge wurden verhindert - richtig "hunderte" - und was hat es jedem einzelnen von uns geschadet? richtig, gar nichts. natürlich gibt die NSA ihre erkenntnisse an den BVS und BKA weiter - is doch wohl selbstverständlich. bei den sachen bei denen der BVS selbst erkenntnisse gewinnen sollte (Amiri, NSU) sind wir wohl wirklich kein vorzeigeland, also sind wir mal froh, dass uns die NSA aushilft. dass unser verfassungschutz ein haufen nazis sind, das is wiederrum ein anderes thema - bin selbst "gefährder" - warum? "KEINE AHNUNG" gab einmal ne gefakete aussage gegen mich und seitdem stehe ich halt...
durruti schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?20.04.2021 13:27
durruti hat geschrieben: ?20.04.2021 13:09 Aber US-Backdoors sind natürlich besser als chinesische-Backdoors.
Man mag von NSA und Co halten was man will, aber durch die immer noch vorhandene demokratische Gesellschaftsform ist eine Backdoor made in USA für mich weniger beängstigend, als eine völlig unregulierte eines totalitären Systems wie in China.
Ich möchte beides nicht haben, sehe aber da durchaus noch Abstufungen.
Schon richtig was du schreibst, jedoch finde ich für Bürger in den westlichen Staaten ein US-Backdoor gefährlicher, da hier ein Datenaustausch der Geheimdienste eher stattfindet. Ein Datenaustausch zwischen Deutschland und USA ist viel wahrscheinlicher als zwischen Deutschland und China. Wenn ich wählen müsste, dann würde ich meine Daten eher den Chinesen geben als den Amerikanern (am besten natürlich keinem).
Ich mag vor allem die negative Einstellung zu Tencent nicht, wenn doch amerikanische Unternehmen höchstwahrscheinlich genauso agieren. Jedes große Unternehmen in der Welt muss sich heutzutage den Geheimdiensten beugen.
Ryan2k6 schrieb am
durruti hat geschrieben: ?20.04.2021 13:09 Aber US-Backdoors sind natürlich besser als chinesische-Backdoors.
Man mag von NSA und Co halten was man will, aber durch die immer noch vorhandene demokratische Gesellschaftsform ist eine Backdoor made in USA für mich weniger beängstigend, als eine völlig unregulierte eines totalitären Systems wie in China.
Ich möchte beides nicht haben, sehe aber da durchaus noch Abstufungen.
schrieb am