id Software: Port von Super Mario Bros. 3 aufgetaucht und an Museum gespendet

 
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id Software: Port von Super Mario Bros. 3 aufgetaucht und an Museum gespendet

id Software (Unternehmen) von
id Software (Unternehmen) von - Bildquelle: id Software, Nintendo, Arstechnica.com, Museumofplay.org
Als der PC in den frühen Neunzigern andere Computer mit seinen mächtigen 3D-Fähigkeiten ausstach, konnte man sich als Amiga-Ultra im Systemkrieg immerhin auf die guten alten 2D-Plattformer verlassen. Die ruckelten auf MS-DOS/Windows-Systemen meist lächerlich stark, während Konsolen und Heimcomputer diese Aufgabe seit Jahrzenten meist mit Leichtigkeit stemmten - oft sogar mit mehreren Ebenen (Parallax-Scrolling).

Screenshot - id Software (PC, Spielkultur)



Bevor Commander Keen 1990 immerhin ansatzweise flüssiges Scrolling auf den PC brachte, startete id Software (unter dem Namen Ideas from the Deep/IDF) aber bereits Experimente für einen DOS-Port von Super Mario Bros. 3. Als dieser seitens Nintendo abgelehnt wurde, führte die zugrundeliegende Technik zu Commander Keen, so Arstechnica.com.

Ein Datenträger mit einem DOS-Prototypen von Super Mario Bros. 3 tauchte mittlerweile im Strong National Museum of Play auf, wie Kurator Andrew Borman dem Tech-Blog berichtete. Der Fund sei Teil einer größeren Spende von einem nicht genannten Entwickler gewesen. Der Entwickler habe nicht selbst an der Demo gearbeitet, sie aber "im Laufe seiner Arbeit" erhalten, so Borman.

Er war verständlicherweise sehr aufgeregt, als nach einer Sicherung als Image eine Demo startete. Sie glich einem Video zum Thema, das John Romero bereits 2015 veröffentlicht hatte. Im Vergleich zum Video-Material soll sich im Prototypen auch ein "fairly flat" Level 1-4 befinden. Öffentlich soll die Demo bisherigen Plänen nach nicht ausgestellt werden, Forscher und "andere Parteien" könnten aber Zugriff darauf beantragen. Mehr zur geplanten Langzeitarchivierung lässt sich auf Arstechnica.com erfahren.

Quelle: Arstechnica.com, Museumofplay.org

Kommentare

Kajetan schrieb am
#RYU# hat geschrieben: ?15.07.2021 18:12 Behauptet denke ich auch keiner.
Eh ... es gibt da schon eine gewisse Heiligenverehrung hier und da :)
Auch wenn er Polygone spalten und über Texturen laufen kann. ^^ ;)
Keine Frage.
#RYU# schrieb am
Kajetan hat geschrieben: ?15.07.2021 12:06 Aber Carmack ist kein Heiliger. War nie ein Heiliger. Carmack ist nur ein Mensch mit Stärken UND Schwächen.
Behauptet denke ich auch keiner. Auch wenn er Polygone spalten und über Texturen laufen kann. ^^ ;)
Kajetan hat geschrieben: ?15.07.2021 12:06 Keine Frage, Du musstest ja auch nie für, bzw. mit ihm arbeiten :)
Ich denke ma keiner von uns. Welche wahren Gründe bei id Software zu Zeiten von Romero, der Übernahme durch Bethesda, oder seinem Weggang zu Facebook letztendlich wirklich führten, wird man in einem Buch oder Interviews nur ankratzen können. Als wenn alle plötzlich aus dem Nähkästchen plaudern, jeder jeden den schwarzen Peter zuschiebt obwohl man mit ihm wohlmöglich noch befreundet ist und jeder auch seine eigene Unfähigkeit eingesteht. Da wird eher verallgemeinert und letztenlich vom Author 'n paar spannende Zeilen verfasst, womit jeder noch halbwegs zu frieden is, und ohne 'ne Anklage wegen Verläumnung an der Backe zu haben.
Ne ma ehrlich; Bspw. Romero und Carmack waren halt zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die sich mit der Zeit veränderten und nicht mehr grün zsm. waren, und id stand letztlich halt eher hinter dem Programmierer. War es die richtige Entscheidung? Du hast das Buch gelesen. Aber kann unsereins das darauf wirklich beurteilen?
Kajetan hat geschrieben: ?15.07.2021 12:06 Nein, war sie nicht.
Du siehst, wir werden hier nicht weiterkommen. 3D-Brillen gibts auch nicht erst seit diesem Jahrhundert, alles wird über lange Zeit entweder weiterentwickelt oder findet in anderer Form in Anlehnung daran wieder Verwendung. Weshalb sie also "eigentlich" eine gute Idee war beschrieb ich dir bereits, aber man muss ja nicht konform damit gehen. Zumindest beschrieb belaturr wenigstens eine der Weiterentwicklungen, und Entwicklungen können sich über Jahrzehnte erstrecken. Einfach ma abwarten was die Zukunft bringt.
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Bieberpelz hat geschrieben: ?15.07.2021 16:50 Seit seinem Gang zu Oculus Rift, hat man von...
dx1 schrieb am
belaturr hat geschrieben: ?15.07.2021 16:22 Ich meine, zwischen Quake1 und Quake2 gab es auch schon ein Duke Nukem 3D, ?
Nö, der Duke kam ein paar Monate vor Quake in den Handel, seine Gegner waren noch Sprites und Quake war ebenso kein Arenashooter.
Bieberpelz schrieb am
Kajetan hat geschrieben: ?15.07.2021 10:23 Schon die Megatexture-Technologie für Rage oder ETQW hat doch klar aufgezeigt, dass nicht alles glänzt, was Carmack anfasst. Da hat er sich in eine technisch interessante, aber ansonsten vollkommen unpraktikable Idee verrannt, die sukzessive und wenig überraschend wieder verschwunden ist.
Carmacks Stellenwert in der Videospielgeschichte wird davon nicht gemindert, aber man braucht ihn wirklich nicht wie einen Heiligen zu behandeln.
Das die Zeiten Carmacks vorbei sind, ist mittlerweile klar.
Seit seinem Gang zu Oculus Rift, hat man von ihm nichts mehr gehört. Und als Heiligen sehe ich ihn ganz bestimmt nicht. Aber er hat einen sehr großen Weg für die Gaming-Landschaft geprägt und vor allem die Grafik und Technik weit nach vorne gebracht.
Und was mir an id Software nicht gefällt? Die aktuelle Doom Reihe als Beispiel ist für mich(!) lebloser und platter Müll und hat einfach nicht den Charme und die Stärke alter Doom Teile, bei denen er noch dabei war. Mir ist zwar bewusst, dass es von der Masse gefeiert... aber die Masse feiert auch Helene Fischer, also kein Aushängeschild für Qualität und Leidenschaft.
belaturr schrieb am
Hab das Buch nicht gelesen, aber höre auch immer ständig dass es Dauercrunch gab und Leute deswegen reihenweise abgehauen sind gerade so um Quake 1 herum. Die Rednecks Willits und Hollenshead (hehe) hatten für mich immer den Eindruck gemacht, den Laden zu übernehmen und leider auch mal Richtung ?Durchschnitt? zu produzieren. Vielleicht tu ich denen aber auch Unrecht. Hat einfach so Einiges nicht funktioniert. Jupp, Doom 2016 ist eine erfreuliche Ausnahme zu allem seit Quake 3.
Am Ende wird es aber nicht an den Personalien gelegen haben.
Der Untergang wird eher der Wandel des Gameplays gewesen sein. Ich meine, zwischen Quake1 und Quake2 gab es auch schon ein Duke Nukem 3D, was spielerischen Wahnwitz ausstrahlt, wie sonst kaum was, und zumindest gefühlt, kein Arenashooter war. Einfach ein geiles Singleplayer-Spiel, was auch guten Multiplayer-Modus hatte.
Und dann kam 1998 Half-Life. Hab nie was von ID über Valve vernommen, sie sind immerhin Engine-Urheber. Aber am Ende wird das jeden schwer beeindruckt haben. Spätestens als Valve mit HL2 und Steam Standards gesetzt. Und seit Steam nimmt man Valve wahr, als ob sie keine Spiele mehr machen würden. Dabei sind sie einfach vielfältig mit Dota, Left4Dead, Portal, TF2, Alyx, etc.. Ach ja
Ich versuch bei den Interviews mit den ganzen Größen was rauszufinden, hab da aber noch kein Beef zu diesem Thema gesehen. Scheint sich immer auf Crunch und Unmut darüber zu reduzieren, bzw. allgemein Zwischenmenschliches. Popcorn
schrieb am