kaufen) hatte Take-Two 3D Realms verklagt und verlangt seitdem Zugriff auf den Quellcode und andere Assets. George Broussard & Co. sahen das natürlich etwas anders und holten zu einer Gegenklage aus. Dabei wurde auch bekannt, dass sich der Publisher über ein Abkommen aus dem Jahr 2007 das Recht gesichert hatte, in Eigenregie ein Spiel namens Duke Begins zu produzieren. Jener Titel wurde allerdings auf das Abstellgleis geschoben - rein zufällig kurz bevor 3D Realms aus finanziellen Gründen fast alle Angestellten entlassen musste.
Eine für jene Mannen durchaus relevante Maßnahme, hatten sie doch auf Einnahmen aus der Gewinnbeteiligung an jenem Spiel gehofft. Die hätten es wohl auch auch ermöglicht, die von Take-Two 2007 geleistete Vorauszahlung in Höhe von 2,5 Mio. Dollar samt Zinsen zurückzuerstatten, wenn sie denn am 22. Oktober 2012 fällig wird. (3DR muss das Geld nicht zurückzahlen, sollte man es schaffen, Duke Nukem Forever vor jenem Stichtag abzuliefern. Das aber ist angesichts der aktuellen Umstände wenig wahrscheinlich.)
War das "namenhafte", für Duke Begins zuständige Studio bisher noch nicht bekannt, so verkündet der Publisher jetzt, man habe Gearbox (Brothers in Arms-Serie) mit der Entwicklung beauftragt.
Entgegen der Behauptungen 3DRs habe es niemals eine Zusage gegeben, dass der Titel Mitte 2010 erscheinen wird. Auch habe 2K Games den Zeitplan für die Produktion ändern dürfen, ohne sich mit Apogee bzw. 3DR abzusprechen. Und behauptete Scott Miller vor kurzem noch, dass Duke Nukem Forever sich nach wie vor in der Mache befinde, so kontert Take-Two auf die gleiche Art und Weise: Duke Begins sei keineswegs komplett eingestampft worden, man habe nur die Entwicklung pausiert.
Take-Two behauptet außerdem, man habe nichts gewusst von der genauen Lage bei 3DR. Der Publisher habe keine Ahnung gehabt, dass der Abbruch der Verhandlungen über die Fortsetzung der Produktion von DNF darin resultieren würde, dass das Studio Leute entlassen muss - genau das war aber einer der Vorwürfe 3DRs gewesen.
Last but not least: Auch wenn im Publishingvertrag keine finale Deadline für DNF festgeschrieben war, so gehe Take-Two doch davon aus, dass das Gesetz in diesen Fällen zumindest eine "vertretbare Frist" hinsichtlich der Erfüllung der Vertragsverpflichtungen vorsieht.
