Blizzard Entertainment: Streit mit NetEase eskaliert - Statue zerstrümmert

 
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Blizzard: Trennung von NetEase endet in Streit - riesige Statue in Trümmern

Blizzard Entertainment (Unternehmen) von Blizzard Entertainment
Blizzard Entertainment (Unternehmen) von Blizzard Entertainment - Bildquelle: YouTube / World of Warcraft
Die bevorstehende Trennung von Blizzard und dem chinesischen Unternehmen NetEase erhitzt in den vergangenen Tagen die Gemüter. Sogar so weit, dass der Frust sich jetzt in blinder Zerstörungswut äußert.

Dabei dürften vor allem die chinesischen Fans der Spieleschmiede unter dem Streit leiden. Schon vor einigen Monaten gab der kalifornische Konzern bekannt, man würde der langjährigen Partnerschaft mit NetEase einem Ende setzen. Dies bedeutet folglich auch, dass Spiele wie World of Warcraft, Hearthstone oder weitere Blizzard-Ableger künftig nicht länger im Reich der Mitte angeboten werden.

Blizzard: Streit mit NetEase eskaliert


Erst jüngst veröffentlichte Blizzard ein Statement, in dem das Unternehmen erklärt, man sei leider nicht zu einer Einigung mit NetEase gekommen. Zwar habe man den Chinesen einen Kompromiss in Form eines kurzzeitigen, auf sechs Monate beschränkten, Vertrages angeboten, jedoch hätte der chinesische Konzern das Angebot ausgeschlagenm, wie unter anderem Reuters berichtet. In der Zwischenzeit wollte Blizzard sich nach geeigneten Partnern, denen man anschließend einen längerfristigen Vertrag über drei Jahre gewährt, umsehen.

Doch NetEase scheint alles andere als begeistert von dem Vorschlag und reagiert, sichtlich angepiekt, mit einer Gegendarstellung, in der die Frustration über den gescheiterten Deal bereits deutlich wird. Nachdem man kurz auf das unbefriedigende, sechsmonatige Vertragsangebot eingeht, heißt es: "In Anbetracht der fehlenden Gegenseitigkeit, der Unfairness und der anderen Bedingungen, die an die Zusammenarbeit geknüpft waren, konnten die Parteien daher letztendlich keine Einigung erzielen".

Doch damit nicht genug: "Unserer Ansicht nach ist der Vorschlag von Blizzard - einschließlich der heutigen überraschenden Ankündigung - dreist, ungehörig und kommerziell unlogisch. Die Überheblichkeit von Blizzard berücksichtig nicht, in welche Lage sie Spieler und NetEase durch diese Art der Forderung gebracht haben", so liest man in dem Statement weiter. Darüber hinaus trage Blizzard die volle Verantwortung, sollte es zum Verlust von virtuellem Eigentum oder zur Unfähigkeit, das Spiel zu spielen, kommen.

Riesige WoW-Statue wird dem Erdboden gleichgemacht


Wer dachte, die Schlammschlacht der beiden Großkonzerne könnte kaum unangenehmer werden, der irrt. Denn wie aktuelle Aufnahmen zeigen, äußert sich der Frust über das Ende der Zusammenarbeit zwischen Blizzard und NetEase nicht nur in schriftlicher Form. So sind inzwischen mehrere Berichte aufgekommen, die über eine Zerstörung der mächtigen Orc-Axt Gorehowl, die auf dem NetEase-Gelände steht, informieren.



Die Zerstörung von Gorehowl wurde live vor über 30.000 Menschen im Zuge eines Streams übertragen und als Clip im Internet zu Genüge verbreitet. Teilnehmer der Abrissaktion wurden mit einem brandneuen Drink aus dem Coffeeshop von NetEase belohnt: Dem sogenannten Blizzard Green Tea. "Green Tea" steht im modernen China seit einiger Zeit für eine Beleidigung, mit der eine manipulative Person, die sich zunächst als unschuldig oder nett ausgibt, als das genaue Gegenteil entlarvt wird, wie unter anderem Wowhead berichtet.

Damit dürfte die bröckelnde Partnerschaft zwischen Blizzard und NetEase wohl nicht mehr zu retten sein und sich chinesische Spieler mit dem Fakt abfinden müssen, dass sie sich von ihren liebsten Titel des Entwicklers, sei es World of Warcraft, Overwatch 2 oder Diablo, schon am 24. Januar um 0 Uhr, wie es in Blizzards Ankündigung heißt, verabschieden müssen.
Quelle: Reuters, Twitter / @Sino_Market, Wowhead

Kommentare

Unbreakable44_ schrieb am
Smer-Gol hat geschrieben: ?19.01.2023 14:11 Nett. Auch wenn mir chinesische Firmen grundsätzlich erstmal unsympatisch sind, kann ich mir hier von Activision-Blizzard schon ein gewisses kolonalistisches Verhalten vorstellen. Vertragslaufzeiten von 6 Monaten bis 3 Jahren haben ja schon Wanderarbeiterqualitäten. Klingt aber tatsächlich ein bisschen wie der Sonydeal mit Call of Duty.
Keine Ahnung was da sonst noch vorgefallen ist und was die "anderen Bedingungen" sind, aber angesichts der mageren Fakten hier, lasse ich die Rage-Orkaxt mal im Schrank.
Activisionspiele sind bei mir eh eine ausgestorbene Art. Eventuell kommt Diablo 4 bei mir noch ins Gehege für seltene Gattungen.
Diablo ist kein Activision spiel das ist ein Blizzard spiel, Activision macht nur CoD
Temeter  schrieb am
an_druid hat geschrieben: ?22.01.2023 06:43 Ich checks gerade trotzdem nicht warum die Chinesischen Spieler trotzdem nicht Zugriff auf WoW bekommen (sollen). Wieso werden Spieler bestraft? Gibt es keinen Chinesischen Blizzardlauncher?
Ist die chinesische Gesetzgebung. Blizzard darf seine Produkte nicht in China anbieten, solange es nicht in Partnerschaft mit einem chinesischen Unternehmen passiert. Also muss jetzt erstmal Ersatz für Netease gefunden werden.
an_druid schrieb am
Ich checks gerade trotzdem nicht warum die Chinesischen Spieler trotzdem nicht Zugriff auf WoW bekommen (sollen). Wieso werden Spieler bestraft? Gibt es keinen Chinesischen Blizzardlauncher?
cM0 schrieb am
Popelnascher hat geschrieben: ?20.01.2023 20:18 ...
Du hast am 16.01. eine Nachricht von mir erhalten, die du entweder nicht gelesen, oder bewusst ignoriert hast. Ich rate dir, die Nachricht zu lesen und künftig zu beachten. Dort sind unter anderem die Regeln verlinkt, in denen es um die hier gestatteten Verhaltensformen geht. Beleidigungen und Provokation gehören nicht zu den hier gern gesehenen Ausdrucksweisen. Falls du Fragen dazu hast, kannst du mir gern auf die Nachricht antworten und ansonsten passe bitte deine Ausdrucksweise an.
@Smer-Gol: Keine Meldung mehr notwendig, ich habe das Zitat korrigiert.
Smer-Gol schrieb am
Popelnascher hat geschrieben: ?20.01.2023 20:18
Smer-Gol hat geschrieben: ?19.01.2023 17:15 Sehr geehrter Popelnascher, es ist geradezu ironisch, dass du so sehr zu sozialer Gerechtigkeit aufrufst und Empathie zeigst, sobald es um den chinesischen Staat mit samt seiner Macht in großen Unternehmen geht.
Außerdem: du bittest um weniger Polemik, unterstellst aber direkt anderen, Leute zu verallgemeinern (USA = Amerika und Asiaten = Chinesen).

Glückwunsch. Dein Beitrag kommt in die Kategorie "Ich musste auch was sagen - tut mir leid, dass es komplett sinnloser Quatsch geworden ist"
Hey, Junge. So gehts nicht. Wenn du dich hier zum Affen machen willst, bitteschön. Aber jemanden Zitate unterjubeln, dass geht gar nicht. Also ordne bitte die Zitate richtig zu.
Das hier ist nicht von mir.
p.s. Ich gebe dir Zeit bis morgen das zu ändern. Dann melde ich es.
schrieb am