nici2412 hat geschrieben:Verpassen nichts. Überteuert (20? für 2 Stunden), kein Gameplay, schwache Grafik, mittelmäßige Story und teilweise schlechtes Writing.
Die Story kann man sicherlich begründetermaßen "mittelmäßig" finden (ich finde sie im Rahmen eines Computerspiels schon innovativ und toll), das Writing aber ist ja wohl über jeden Zweifel erhaben.
Unabhängig davon, ob man die Geschichte als Plotkonstrukt jetzt gut oder schlecht findet, muss man doch würdigen können, wie großartig Gone Home seine (meinetwegen teils klischeehaften) Charaktere zeichnet. Wie die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder und ihr jeweiliges psychologisches Innenleben erforscht und aufeinander bezogen werden, übersteigt um Längen das für Computerspiele übliche Maß an Charakterisierung. Und das obendrein, ohne dass einer von diesen Charakteren tatsächlich jemals die digitale "Bühne" betreten würde. Das ist schon was besonderes, was man in diesem Medium wirklich nicht häufig findet.
Und ja, Gameplay hat es auch, da hat SethSteiner vollkommen recht. Es sei denn, man vertritt eine sehr enge, geschlossene Definition von "Gameplay", was ich persönlich für nicht sinnvoll erachte.
Jazzdude hat geschrieben:"Man spielt keinen Detektiv, man spielt einen Bibliothekar".
Die unangefochtene Referenz im Genre der Bibliothekarssimulationen ist und bleibt jedoch
Analogue: A Hate Story. :wink:
Ist übrigens eines der wenigen Spiele, die in Sachen Charakterisierung mit Gone Home durchaus mithalten können.