Cyberpunk 2077: Vorwürfe: Todesmarsch der Entwickler, konzeptlose Führung und Crunch als Allzweckmittel

 
Cyberpunk 2077
Entwickler:
Release:
19.11.2020
19.11.2020
19.11.2020
19.11.2020
19.11.2020
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Vorschau: Cyberpunk 2077
 
 
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Vorwürfe an CD Projekt Red: Todesmarsch der Entwickler, konzeptlose Führung und Crunch als Allzweckmittel

Cyberpunk 2077 (Rollenspiel) von Bandai Namco Entertainment Europe
Cyberpunk 2077 (Rollenspiel) von Bandai Namco Entertainment Europe - Bildquelle: Bandai Namco Entertainment Europe
Nach dem Bericht über die angeordnete Sechs-Tage-Woche und dem Bruch des Crunch-Versprechen bei der Entwicklung von Cyberpunk 2077 (ab 59,99€ bei vorbestellen) (wir berichteten) sind weitere Informationen über die Arbeitsbedingungen bei CD Projekt Red aufgetaucht. Abermals ist der für gewöhnlich gut vernetzte Jason Schreier von Bloomberg involviert, obwohl er sich genötigt sah, sich für seine Crunch-Geschichte zu rechtfertigen und Beweismaterial (E-Mail) offenzulegen.

Diesmal hat sich ein vermeintlicher Mitarbeiter von CD Projekt bei Reddit zu Wort gemeldet und seine Erlebnisse geschildert - in einem Beitrag, der mittlerweile gelöscht wurde (Details). Jason Schreier hat nach eigenen Angaben mit der Person telefonieren können. Er schätzt die Darstellung als glaubwürdig ein, da er auch von anderen Unternehmen in dem Bereich ähnliche Geschichten gehört hätte, u.a. von Naughty Dog bei The Last of Us Part 2.

Der Führungsetage von CD Projekt Red wird demnach ein "toxischer Managementstil" gegenüber den Entwicklern und Realitätsverlust vorgeworfen. Demnach waren die Entwickler schon zwei Jahre vor der Crunch-Ankündigung auf einem "Todesmarsch" und die zeitliche Planung des Projekts sei ohnehin katastrophal gewesen, da sie "Ewigkeiten in der Pre-Production-Phase" festhingen und danach alles nur noch schnell-schnell gehen musste. Einige Verschiebungen des Rollenspiels oder andere Details (Gold-Status) sollen angeblich nicht intern kommuniziert worden sein. Die Angestellten erfuhren davon via Twitter und erst später via Mail vom Chef.

Die Quelle schreibt, dass manche Mitarbeiter seit Juni 2019 knapp 16 Stunden pro Tag im Büro wären und auch am Wochenende gearbeitet werden müsste. Manche Abteilungen würden seit Mitte 2018 so arbeiten. Und wenn die Arbeitsbedingungen und die Umstände an die Öffentlichkeit gelangen würden, würde die Studio-Leitung stets mit den gleichen "Copy-&-Paste-Phrasen" reagieren, dass sie "voller Leidenschaft" wären oder "Rebellen seien".

Die Quelle meinte weiter, dass die Chefs nicht wissen würden, was sie tun, aber "endlos Geld" hätten und alles mit Überstunden oder Crunch lösen könnten. Schon bei The Witcher 3 soll es so abgelaufen sein und die Verantwortlichen seien immer noch am Ruder. Das Management hätte sich komplett von der Realität bei den Entwicklern und der Entwicklung verabschiedet, heißt es. Auch die Bonuszahlungen würden keinesfalls den Mehraufwand kompensieren.

Quelle: Bloomberg, Resetera, Jason Schreier, Reddit
Cyberpunk 2077
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Kommentare

TemerischerWolf schrieb am
Smer-Gol hat geschrieben: ?
Heute 19:14
tailssnake hat geschrieben: ?
Gestern 22:46
Grauer_Prophet hat geschrieben: ?
Gestern 21:59
Wer auch immer auf die Wortwahl Todesmarsch gekommen ist gehört gefeuert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Pattern#Death_March
Hart was es da gibt. neben "Todesmarsch" auch "Gasfabrik". Ziemlich daneben für eine Arbeitssituation von Bürostuhlschubsern
Todesmarsch war doch, wenn ich mich richtig erinnere, auch ein Schwierigkeitsgrad bei Witcher 3.
Jedenfalls daneben hier abwertend von Entwicklern zu reden.
Grauer_Prophet schrieb am
SethSteiner hat geschrieben: ?
Heute 10:51
Grauer_Prophet hat geschrieben: ?
Heute 04:52
SethSteiner hat geschrieben: ?
Gestern 22:27
Das Thema hatten wir schon. Störst du dich auch am Begriff Deadline oder ist der okay?
Deadline ist wohl weit aus verbreiteter und daher im Englischen Sprachraum durchwinkbar.(diskutabel aber auch)
Im deutschen Sprachraum ist mir diese unötige Verenglischung sowieso ein Dorn im Auge und Todeslinie wird zurecht nicht verwendet-warum wohl?
Ich wüsste nicht was daran diskutabel sein sollte. Und die Antwort auf deine Frage dürfte sein, dass die Verenglischung für die meisten wohl kein Problem darstellt. Deswegen sprechen wir hier auch von Crunch, wogegen du ja auch nichts einwendest, statt vom Knirsch. Dass man hier einen Begriff direkter übersetzt, sehe ich allerdings auch nicht als verkehrt an, da wohl nur eine Minderheit mit Projektmanagement und den Jargons vertraut ist.
Ich glaub dir schon das du das nicht weißt.Und von Crunch spricht wohl auch nur eine Minderheit.
Aber eh wurscht ich find den Begriff unpassend -ende.Wenn es dich nicht stört auch gut.
SethSteiner schrieb am
Grauer_Prophet hat geschrieben: ?
Heute 04:52
SethSteiner hat geschrieben: ?
Gestern 22:27
Das Thema hatten wir schon. Störst du dich auch am Begriff Deadline oder ist der okay?
Deadline ist wohl weit aus verbreiteter und daher im Englischen Sprachraum durchwinkbar.(diskutabel aber auch)
Im deutschen Sprachraum ist mir diese unötige Verenglischung sowieso ein Dorn im Auge und Todeslinie wird zurecht nicht verwendet-warum wohl?
Ich wüsste nicht was daran diskutabel sein sollte. Und die Antwort auf deine Frage dürfte sein, dass die Verenglischung für die meisten wohl kein Problem darstellt. Deswegen sprechen wir hier auch von Crunch, wogegen du ja auch nichts einwendest, statt vom Knirsch. Dass man hier einen Begriff direkter übersetzt, sehe ich allerdings auch nicht als verkehrt an, da wohl nur eine Minderheit mit Projektmanagement und den Jargons vertraut ist.
CrayCobra schrieb am
douggy hat geschrieben: ?
Gestern 22:42
CrayCobra hat geschrieben: ?
Gestern 12:07
Frag doch mal einen Bauarbeiter auf der Autobahn im Herbst ober Lust auf Wochenendarbeit hat, wenn das Ding vor dem Winter fertig werden muss.
Wer kennt nicht die Datenleitungen, die zum Winter zufrieren. Oder kann CDPR die Heizkosten nicht mehr bezahlen?
Eine Softwareentwicklungsfirma hat andere Zwänge als das Wetter, klar. Die habe ich davor auch erwähnt. Und es sollte (so abgedroschen es klingt) nicht vergessen werden welchen Druck eine Zusage an die Aktionäre für eine Firma bedeuten kann. Vielleicht haben Mitarbeiter sogar selbst Anteile und wenn sie den Termin nicht halten verlieren sie Wert im Depot. Das motiviert manchmal sehr zu Überstunden. Daher werden Mitarbeiteraktienprogramme überhaupt erst gemacht.
schrieb am