Cyberpunk 2077: CD Projekt Red dementiert Gerüchte über gestrichene Inhalte und Chaos im Studio

 
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Cyberpunk 2077: CD Projekt Red dementiert Gerüchte über gestrichene Inhalte und Chaos im Studio

Cyberpunk 2077 (Rollenspiel) von Bandai Namco Entertainment Europe
Cyberpunk 2077 (Rollenspiel) von Bandai Namco Entertainment Europe - Bildquelle: Bandai Namco Entertainment Europe
In den letzten Tagen verbreitete sich ein unbestätigter Bericht (bei Gamefaqs) über die Zustände bei CD Projekt Red, gestrichene Inhalte aus Cyberpunk 2077 (ab 19,98€ bei kaufen) und die allgemeine Zukunft des Spiels im Internet. Normalerweise hält sich CD Projekt Red zurück, wenn es um Stellungnahmen zu Gerüchten und Spekulationen geht, aber diese "geleakten Informationen" von vermeintlichen Team-Mitgliedern wurden im offiziellen Forum des Entwicklers als "einfach unwahr" bezeichnet.

Es folgt eine Zusammenfassung des dementierten Gerüchts. CD Projekt Red sollte angeblich an einem Comeback von Cyberpunk 2077 im Stil von No Man's Sky arbeiten. Die ersten beiden Patches sollten Mitte März erscheinen und nicht im Januar oder Februar wie geplant. Im Juni 2021 sollte dann ein Update folgen, das alle Bugs beheben und die PS4-/Xbox-One-Versionen teilweise auf eine neue Code-Basis umstellen soll. Die Next-Gen-Versionen würden weiterhin auf der PC-Fassung basieren.

Die Moral im Studio soll ziemlich niedrig sein und viele Mitarbeiter würden das Unternehmen verlassen wollen. Sony soll außerdem mächtig Druck auf CD Projekt ausüben, "weil so viele Spieler Rückerstattungen" fordern würden. Des Weiteren soll es aus Entwicklerkreisen heißen, dass die Launch-Katastrophe eine wohltuende "kalte Dusche für die Führungsetage und ihre verfehlte Prioritätensetzung war".

Danach wurden zahlreiche Spielinhalte thematisiert, die gestrichen wurden, weil es zu viele Bugs gab. Viele Apartments, auf denen "Closed / Locked" zu lesen ist, hätte man betreten können. Angeblich wurden über 50.000 Dialogzeilen gestrichen, die mit dem kommenden Updates/DLCs wieder schrittweise eingebaut werden sollen. Es gab wohl auch einen großen Spielabschnitt, in dem man den "Untergrund" bzw. die Kanalisation von Night City betreten konnte. In dem Zusammenhang werden thematische Vergleiche mit den Malkavianern oder den Nosferatu aus Vampire: The Masquerade - Bloodlines gezogen. Aber der Untergrund von Night City war den Entscheidern bei CD Projekt Red wohl zu "dreckig", zu hässlich und zu unfertig. "Bugs" waren ebenso die Gründe für die Entfernung von zwei Handlungsbögen und eines umfangreicheren Taxisystems (drei Taxitypen). Die Taxifahrer hätten z.B. Gespräche mit V geführt und auch Quests gegeben. Außerdem sollte die Rolle von Johnny Silverhand wesentlich "verrückter" sein und nicht von Keanu Reeves gespielt werden, sondern von Cillian Murphy.

Es sollte mehr und dynamische Bandenkriminalität in der Stadt, mehr Drogenkonsum (von Kindern) und kontroversere Quests geben, die aufgrund der internen Zensur herausgeschnitten wurden, z.B. eine Quest mit Priestern und eine Nebenquest mit Hare-Krishna-Thematik. Die Wegfindung der Polizei sollte gut funktioniert haben, bis "jemand daran herumgeschraubt" hat. Aktuell ist es so, dass die Polizeikräfte aus dem Nichts und an den kuriosesten Plätzen spawnen können.

Die DLCs sollen viele "verrückte und coole Ideen" zurückbringen. Ende 2021 soll das Spiel den Status haben, den es eigentlich zum Release haben sollte.

Quelle: CD Projekt Red, Gamefaq

Kommentare

NewRaven schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?11.01.2021 14:20 Zum Thema Fahrzeuge: Ich spiele grad Death Stranding und das "Moped" steuert sich echt ziemlich bescheiden, vor allem "offroad". Wirklich überzeugende Fahrzeuge haben die wenigsten Nicht-Rennspiele.
Aber niemand erwartet hier ein Forza... es ist völlig okay, nicht wirklich überzeugende Fahrzeuge zu haben, aber im Fall von CP wäre es schon nett, wenn sich die Fahrzeuge nicht steuern würden, wie ein Stück nasse Seife im Waschbecken und sich nicht primär darin unterscheiden würden, wie sie aussehen und wie nass die Seife letztlich ist. Dazu muss das Spiel jetzt nicht unbedingt Project Cars sein, sondern es ist - wie im anderen Thread im Bezug auf die KI schon gesagt - halt einfach eine "Messlatte" resultierend aus anderen vergleichbaren Titeln, die man halt idealerweise nicht merklich unterschreiten sollte. Niemand erwartete hier "neue Qualitätsstandards" in diesen Aspekten von Cyberpunk, ich zumindest nicht. Meinem persönlichem Empfinden nach steuert sich das DS-"Zweirad" auch Offroad weit besser im Sinne von nachvollziehbarer als die meisten Fahrzeuge in CP mitten auf der Straße... Man kann sich natürlich dran gewöhnen, aber wenn man bedenkt, dass es ein Spiel ist, bei dem du halt einfach extrem viel fährst (jedenfalls wenn du bist wie ich und keine Schnellreise nutzen willst) und von deinen 110 Spielstunden vermutlich 40+ dafür drauf gehen, von A nach B zu fahren, hätte man das schon etwas... engagierter... angehen können. Wie so einiges. Ohne die, für meine Wahrnehmung noch mit Abstand am besten zu steuernden Motorräder, wäre ich vermutlich irgendwann wahnsinnig geworden. In diesem Sinne, danke Jackie.
batim schrieb am
Keine Ahnung warum die Videospielpresse so wohlwollend bewertet hat (PC-Version). Wahrscheinlich sind die Tester mit Scheuklappen durch die Hauptstory gerusht, um schnellstmöglich den Test schreiben zu können. Oder man wollte die eklatanten Fehler einfach nicht sehen (Bugs, Glitches, KI, Gameplay, etc.)? Da können wir nur mutmaßen, jedoch hat die Videospielpresse meiner Meinung nach viel an Glaubwürdigkeit verloren.
Versprechungen gehören zur Werbung und Werbung unterliegt auch in Deutschland gewissen Regeln. Und hier hat CD Projekt Red ordentlich aufgetragen und bietet reichlich Spielraum für eine Abmahnung nach dem Wettbewerbsrechts. "Sämtliche irreführenden geschäftlichen Handlungen sind verboten, sofern sie geeignet sind, den Angesprochenen zu einer geschäftlichen Entscheidung zu bewegen, die er sonst nicht getroffen hätte. Irreführend handelt ein Unternehmer dann, wenn die Handlung unwahre Angaben oder zur Täuschung geeignete Angaben enthält. Angaben sind dabei solche Aussagen, die grundsätzlich dem Beweis zugänglich sind, es geht folglich um Tatsachen. Damit liegt irreführende Werbung immer dann vor, wenn ein Unternehmer versucht, seinen Absatz zu fördern und dabei unwahre Tatsachen behauptet oder sich so äußert, dass eine Täuschung des Verbrauchers zumindest entstehen kann." (Quelle: https://www.wbs-law.de/wettbewerbsrecht ... e-werbung/). Für die Zukunft würde ich mir etwas mehr Understatement und/oder Ehrlichkeit wünschen von CD Projekt Red. Denn so wie es mit Cyberpunk 2077 galufen ist, hinterlässt es einen sehr faden Beigeschmack und die Kunden fühlen sich getäuscht.
Weiterhin stellt sich mir auch die Frage, warum die Videospielpresse Versprechungen von Entwicklern/Publishern nicht in die Tests einbeziehen? Schließlich gehören sie zum Endprodukt und sollten auch daran gemessen werden.
Johan10 schrieb am
ZELDAfanboy18 hat geschrieben: ?08.01.2021 23:37
batim hat geschrieben: ?07.01.2021 21:38
Hier in dem Video z. B. gibt es genug Indizien.
Jörg sollte sich dieses Video anschauen. Cyberpunk 2077 war ein Fanboy-Test und das hat mich schon sehr enttäuscht, wie er hier mit zweierlei Maß gemessen hat. Das Spiel hat so gravierende Probleme, da kann die Story diese Bewertung nicht rechtfertigen.
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Sehe ich genauso. Das Spiel ist technisch mMn eine Katastrophe. Die 90/100 sind lächerlich.
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Einfach weil es stimmt! Meine Erfahrungen mit dem Spiel Cyberpunk2077 entsprechen um ein zig-faches mehr, dem Inhalt dieses Videos, als den Darstellungen der meistens Reviews und Tests im Netz. Woran liegt das?
Ryan2k6 (4p Reboot ist d00f!) schrieb am
Zum Thema Fahrzeuge: Ich spiele grad Death Stranding und das "Moped" steuert sich echt ziemlich bescheiden, vor allem "offroad". Wirklich überzeugende Fahrzeuge haben die wenigsten Nicht-Rennspiele.
schrieb am
Cyberpunk 2077
ab 19,98€ bei