Google: Gerücht: Eigene Spiele-Plattform "Yeti" in Planung; Game Streaming, Hardware und eigene Studios

 
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Gerücht: Google plant eine Spiele-Plattform; Game Streaming, Hardware und eigene Studios

Google (Unternehmen) von Google
Google (Unternehmen) von Google - Bildquelle: Google
Google scheint eigene Pläne rund um Videospiele bzw. eine eigene Spiele-Plattform zu verfolgen. Kotaku berichtet unter Bezugnahme auf fünf Personen, die über die Pläne des Unternehmens informiert sein sollen oder sie aus zweiter Hand erfahren haben wollen, dass der Internetriese auf ein dreistufiges Konzept setzt. Es ist die Rede davon, dass eine Art von Streaming-Plattform (Game Streaming) geplant sei, für die der Nutzer wahrscheinlich eine bestimmte Hardware benötigen wird. Außerdem sollen Spiele-Entwickler unter den Schirm von Google gebracht werden - entweder durch aggressive Personalmaßnahmen oder Firmenübernahmen.

Auf der Game Developers Conference im März 2018 und der E3 im Juni 2018 sollen sich Google-Vertreter bereits mit großen Spiele-Herstellern getroffen haben, um Interesse an der Streaming-Plattform mit dem Codenamen "Yeti" zu wecken. "Yeti" soll ähnlich wie GeForce Now von NVIDIA funktionieren. Das Spiel läuft demnach nicht (nativ) auf dem Endgerät des Nutzers, sondern auf leistungsstarken Servern in dem Rechenzentrum bzw. der Cloud von Google. Eine Person meint, dass man es sich so vorstellen könne, als würde The Witcher 3 in einem Tab von Google Chrome (Browser) laufen. Der Spiele-Streaming-Dienst soll eng mit YouTube verknüpft werden - zum Beispiel mit direkt eingebundenen Walkthrough-Videos, wenn man irgendwo in einem Spiel feststeckt.

In dem Bericht wird hervorgehoben, dass es nicht klar sei, ob Google einen Frontalangriff auf Microsoft (Xbox), Nintendo (Switch) und Sony (PlayStation) starten möchte oder das Game-Streaming im Vordergrund stehen soll. Google hat jedenfalls personell aufgestockt und u. a. Phil Harrison (ehemaliger Top-Manager bei Sony und Microsoft) sowie andere Personen mit Erfahrung (EA, Sony etc.) engagiert.

Kotaku hat zugleich mit einigen Entwicklern über "Yeti" gesprochen. Einige Entwickler äußerten Zweifel, aufgrund der weltweit nicht optimalen Internet-Versorgung (Bandbreite) und der fehlenden Killer-App (ein Spiel als Kaufgrund). Außerdem sei Google dafür berüchtigt, irgendwelche Projekte bzw. Initiativen zu starten und nach einiger Zeit wieder fallen zu lassen.
Quelle: Kotaku

Kommentare

Buko76 schrieb am
nawarI hat geschrieben: ?03.07.2018 09:57 Reine Streamingkonsole wird schwer. Auf dem Land kann man das vergessen und die Akzeptanz von Streaming ist immernoch nicht zu hoch. Man kann immernoch Blurays und sogar DVDs im Laden kaufen.
Man kann auch noch CDs kaufen UND sogar Vnyl...heisst aber noch lange nicht, dass im Umkehrschluss die Akzeptanz der CD, bzw. dann Streaming-Dienste nicht gross ist.
Erwiesenermaßen haben zuerst MP3s (Downloads) und dann Musik-Streamingdienste das Musikgeschäft völlig verändert.
Und google einfach mal nach "Streaming BlueRay/DVD Verkäufe/Sales" - Streaming-Dienste wie Netflix (und gerade in US auch andere) haben die Absätze für DVDs und BlueRays massiv gedrückt.
Heisst deswegen nicht, dass die in Kürze völlig abgeschafft werden, es gibt halt:
1. immer noch Leute ohne Internet bzw. Streamingfähigen Gerät bzw. Wissen/Willen das einzurichten
2. Angebot an brandneu auf DVD/BD erschienen Filme ist grösser als selbiges auf Streaming-Diensten
3. Billig-Angebote, nimm 5, zahl 3 und ähnliches bei Discs, was aber wiederum dem schlechten Absatz geschuldet ist
BTW: Ich kenne in meinen Bekannten und Arbeitskollegen-Kreis nur sehr sehr wenig Leute die nicht Netflix und Co benutzen.
Und dafür braucht es nicht wirklich eine super-duber Leitung - gibt man sich auch mit nicht 4k,bzw. Full-HD zufrieden (und man glaubt es nicht, der Grossteil der Leute tut das), reichen erfahrungsgemäss stabile 5 Mbit, wahrscheinlich weniger - zumindest wenn sichergestellt ist, dass sonst nichts im Netz hängt was Bandweite braucht.
Keine Ahnung wie es in DE aussieht, aber in AT ist die Verfügbarkeit von schnellerem Internet nahezu überall sichergestellt - je nachdem welche Technik es ist. "Fiberpower",DSL, Hybrid oder reine Mobil-Modems - LTE Geschwindigkeit mit unlimitierten Volumen bis zu 150 Mbit (max natürlich, aber unterm Strich weit mehr als ausreichend um zu streamen) für relativ geringes Geld - einigermassen schnell schon ab ? 18-20,-
Beinahe jeder (der 3 grossen)...
nawarI schrieb am
Erinnert ihr als SEGA noch Konsolen gemacht hat und Microsoft ein Neuling mit der ersten XBox war? Ist schon ne ganze Weile her. Wird eigntelich mal Zeit, dass ein neuer Herausforderer den Ring betritt.
Reine Streamingkonsole wird schwer. Auf dem Land kann man das vergessen und die Akzeptanz von Streaming ist immernoch nicht zu hoch. Man kann immernoch Blurays und sogar DVDs im Laden kaufen.
Ich denke M$ und Sony werden die neuen Konsolen ab- und leicht aufwärtskompatibel und mit optionalem Streaming machen. PS5-Spiele wird man auf der Konsole spielen können oder halt Streamen. Wenn dann die PS6 rauskommt, kann man sich die kaufen und spielt dort in besserer Grafik, oder man spielt auf der PS5 auf schlechterer Grafik oder streamt die Spiele auf die PS5 und spielt mit PS6 Grafik.
Was geil bei diesem Szenario wäre: Man könnte PS6-Spiele auch offline auf der PS5 zocken, nur in abgespeckter Grafik. So jedenfalls stelle ich mir die PS5 und PS6 vor.
Reines Streaming wird schwer.
dOpesen schrieb am
ChrisJumper hat geschrieben: ?02.07.2018 22:47Das Stellt kein größeres Sicherheitsrisiko da... oder meinst du jemand versucht dann die Ihalte zu kopieren? Ich glaube das wird schwierig, weil ja nichts als Bilder über die Leitung kommt... wer kommt schon auf die Idee einen Mod zu schreiben der die Dateien der Server als QR-Code..
ne, es ging darum, dass gemutmaßt wurde, dass man als user einen ordner bekommt in dem dann veränderte dateien abgelegt werden können auf die das spiel dann zugreift, ohne das diese geprüft wurden.
wenn du also aktiv das spiel beeinflussen kannst, besteht die möglichkeit über hacks/mods den ganzen stream lahmzulegen oder andere zugriffe zu bekommen.
wenn du bei dir zu hause eine mod bastelst die einen ramoverflow provoziert, interessiert das keinen, machst du das aber auf fremder hardware, wirds kritisch.
greetingz
ChrisJumper schrieb am
dOpesen hat geschrieben: ?02.07.2018 20:06
Doc Angelo hat geschrieben: ?02.07.2018 16:23Mods können trotzdem noch funktionieren, wenn die Anbieter das Implementieren. Man hat ein Verzeichnis in der Cloud, und die Hardware die man gerade nutzt lädt von diesen Dateien was man will.
niemals nie wirst du einen ordner bekommen in dem du von dir bearbeitete dateien ablegen kannst auf die das spiel dann zugreift, bietet ein viel zu großes sicherheitsrisiko für den ganzen service.
Aber der Service hat nichts damit zu tun. Die aktuellen CPU-Hardware-Probleme mal außen vor gelassen. Es gibt Hardware die für X oder Y optimiert ist. Darauf laufen die Dienste und die skalieren eh immer wieder von alleine je nach Nachfrage.
Das ist dann halt so wie die Root-Server oder die Gaming-Server die man bisher mieten konnte. Da klickt man sich dann zusammen was man haben will und wie viel Datenvolumen man braucht und die Community/Nutzer zahlen dafür.
Das Stellt kein größeres Sicherheitsrisiko da... oder meinst du jemand versucht dann die Ihalte zu kopieren? Ich glaube das wird schwierig, weil ja nichts als Bilder über die Leitung kommt... wer kommt schon auf die Idee einen Mod zu schreiben der die Dateien der Server als QR-Code..
Hey die Idee gefällt mir! :D
Jetzt bekommt das weiße Rauschen der Fernseher in den 1970er Jahren eine ganz andere Bedeutung!
Wegen der streaming monetarisierung.. ich denke das wird so kommen, habe mich aber schon damit abgefunden einfach ein alterndes Relikt zu sein. Das kann man nicht aufhalten. Aber was die Videospiel-Kunst betrifft werde ich mir ab dem Zeitpunkt wohl eigene Streaming-Recks im Rechenzentrum leisten um selber am Streamen mit zu verdienen und trotzdem Zugriff auf die Hardware zu haben.
dOpesen schrieb am
Doc Angelo hat geschrieben: ?02.07.2018 20:13Da müsste ich dann mal abwägen, ob mir das wichtig ist. Eigentlich schon... aber das einzige Spiel, wo ich für mich interessante Mods gefunden und auch aktiv benutzt habe, ist Civ 5. 99% meiner Spiele hab ich "vanilla" gespielt. Meh. Aber ja, das ist schon ein starkes Argument gegen Streaming. Da bin ich mal gespannt, wie Microsoft das Modding auf der XBox One einführen will, ohne das es zu diesem Problem kommt. Vielleicht gibts ja doch irgendeine Lösung.
ja halt auch als, wie als erwähntes argument, für kreative ideen für neue spiele, selbst wenn man selber nicht jeden mod mitnimmt.
counter strike hätte es so nie gegeben, auch kein dayz und ferner möchte ich behaupten das pubg auf dayz aufbaut, und sicherlich gibt es noch weitere beispiele für mods die spiele hervorgebracht haben wie zb. portal, enderal oder die ganzen mobas, fußen doch auf ne warcraft 3 mod, dort entsprang ein ganzes genre aus einer mod, worauf jetzt zum teil overwatch fußt.
bin ja auch für streaming, solange es eine optionale geschichte bleibt, ich befürchte nur, dass streaming ein großes monetarisierungspotential besitzt und es so immer mehr streaming only spiele geben wird und was machen wir wenn sony sich komplett von hardware verabschiedet? gut, mods spielen auf konsolen nur eine untergeordnete rolle, aber halt dennoch, streaming beeinflußt die ganze branche zum teil auch sehr negativ.
greetingz
schrieb am