LordBritish hat geschrieben:Letztlich ist egal wer den Film Black Hawk Down finanziert hat oder evtl. versucht hat für seine Zwecke zu "missbrauchen" ... er basiert auf einem realen Ereignis. Und ist angeblich sehr nah an dem, was seinerzeit dort passiert ist (natürlich gab's "Zensur" oder eben auch zusätzlichen Pathos).
Die Schwester eines Studienfreundes war damals mit 'nem Lieutenant liiert, der einen der Überlebenden GIs kennt und bei Erscheinen des Films ein wenig berichtet hat.
Und ja, die USA ist für ihre Helden-Figuren berühmt ... denn letztlich sind - in Sachen Kino - nur Helden Kassenmagneten, egal, ob "Der Soldat James Ryan", "Der Schmale Grat", "American Sniper" oder eben "BHD".
Ist allein schon eine Sache der Präsentation. Keiner der 'feindlichen' Soldaten hat eine Persönlichkeit oder Familie. Wirken fast wie Herdentiere, die zu amerikanischen Stammestrommeln auf den abgestürzten Helikopter zustürmen. Ziemlich klassisch in amerikanischen Kriegsfilmen, die eine Seite zu entmenschlichen, damit die Soldaten auch ja positiv rüberkommen. Sinngemäß hat mal ein glaube ich amerikanischer Regisseuer gesagt, bin mir nicht sicher wer: "Würden wir beide Seiten Darstellen, würden aus Soldaten Mörder und aus Schlachten gemetzel."
Ganz zu schweigen von der Jagd der Amis auf den Diktator, dass hat letzlich auch nur zu Tod, Zerstörung und weiterer Destabilisierung gesorgt. Wurde in dem Film ein bischen unterschlagen, dort wurde die Aktion präsentiert, als wäre es ein humanitärer Einsatz, und keine Menschenjagd.
Sieht man auch in Der Soldat James Ryan; wenn sie die deutschen Soldaten präsentieren, ist es fast immer a) aus der Entfernung, oder b) mit Filmtechniken und Farbgebung, die du eher aus Vampirfilmen erwarten würdest. Siehe gerade die beiden Scharfschützenszenen, welche die Sniper auf absurd gegensätzliche Weise darstellen.
Wieder wird auch die Mission unterschlagen; es geht nicht darum, sich bis nach Deutschland durchzumorden, nein, es geht darum, jemanden zu...