Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2: Politische Ansichten, Pronomen, Vielfalt, Inklusion und Chris Avellone - 4Players.de

 
Rollenspiel
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Q1 2020
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Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2
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Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2: Politische Ansichten, Pronomen, Vielfalt, Inklusion und Chris Avellone

Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 (Rollenspiel) von Paradox Interactive
Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 (Rollenspiel) von Paradox Interactive - Bildquelle: Paradox Interactive
Die unterschiedlichen Vampir-Fraktionen in Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 werden jeweils eine eigene politische Agenda verfolgen, woraus sich natürlich Konflikte mit anderen Fraktionen ergeben werden - und genau diese politischen Aspekte sollen eine wichtige Rolle spielen. Vielmehr sollen auch die Autoren der Dialoge und der Geschichten in dem Rollenspiel explizit eine politische Haltung einnehmen - zum Beispiel zu den Themenkomplexen Kunst vs. Kommerz oder technologischer Fortschritt vs. Tradition.

"Es ist ein politisches Spiel, aber ich denke, es ist eine dieser wenigen Gelegenheiten, die uns die Möglichkeit gibt, Menschen ihre eigenen politischen Aussagen auf eine Art und Weise machen zu lassen, die nicht billig wirkt. Ich glaube nicht, dass man beide Seiten eines politischen Arguments betrachten kann, ohne beide Seiten zu verstehen. Es ist leicht zu sagen, dass etwas gut und etwas schlecht ist. Aber es wird definitiv einige politische Statements geben, von denen wir denken, dass sie richtig oder falsch sind. In Hinblick auf den Hauptkonflikt [des Spiels] ist es aber interessant zu sehen, dass dieser zu den wirklich ausgewogenen Themen gehört", sagte Martin Ka'ai Clooney (Creative Director bei Hardsuit Labs) gegenüber VG247.

Aber nicht nur bei der Politik verfolgt Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 einen progressiven Ansatz. Auch der Charakter-Editor geht über grundlegende männliche und weibliche Modelle hinaus. Körperbau, Berufsgeschichte und Modestil können ausgewählt. Darüber hinaus lassen sich die Geschlechterpronomen individuell festlegen. So könnte man zum Beispiel eine männliche Figur erstellen, die mit weiblichen Pronomen angesprochen wird. Darüber hinaus wird man den Charakter-Editor zweimal im Spiel verwenden können - einmal zu Beginn, um die menschlichen Aspekte zu definieren und dann ein zweites Mal, um den Vampir zu vervollständigen. Der gewählte persönliche Hintergrund (Gerichtsmediziner, Polizist oder Barista) wird außerdem die Geschichte und die Entscheidungen beeinflussen. Die Vampir-Fraktion wählt man erst später im Spiel.

"Wir müssen sehr einfühlsam sein, wie wir mit Dingen wie psychischen Erkrankungen umgehen - und es war ein wichtiges Anliegen für uns und für Paradox, wie wir eine reife Geschichte erzählen können, aber wenn wir etwas machen wollen, dann machen wir auch unsere Hausaufgaben (...) Wir sprechen ständig über diese Themen. Weil es uns wichtig ist, Menschen einzubeziehen, wollen wir, dass sie sich kraftvoll und sexy fühlen und wir wollen nicht, dass sie das Gefühl haben, dass es nichts für sie ist", ergänzte Cara Ellison (Autorin) bei Kotaku.

Auch Chris Avellone (Fallout 2, Planescape: Torment, Star Wars: Knights of the Old Republic 2, Fallout New Vegas) hat mittlerweile bestätigt, dass er als Autor an Bloodlines 2 mitgearbeitet hat. An Star Wars Jedi: Fallen Order, System Shock 3 und Dying Light 2 ist er ebenfalls beteiligt.


Vampire: The Masquerade - Bloodlines 2 wird im 1. Quartal 2020 für PC (Epic Games Store, GOG, Paradox, Steam), PlayStation 4 und Xbox One erscheinen.

Letztes aktuelles Video: Ankündigung


Quelle: Kotaku, Resetera, VG247, Chris Avellone, PC Gamer

Kommentare

Eikant schrieb am
Ich spiele Bloodlines grad wieder durch und sehe die Entwicklerkommentare grad wohlwollend gelassen.
Sie sagen, dass sie erwachsen und respektvoll mit Themen wie Geisteskrankheit, ergo Malkavianern umgehen? Soll mir recht sein.
War grad im Haus des Malkavianers. Die Gegner tragen Hannibal Lecter Masken, Hab-Mich-Lieb Jacken oder Fetisch-Leder, in einem Over-the-Top Herrenhaus, für Wahnsinnige. Kann man so machen, aber wenn sie das nicht wiederholen wollen, dann bin ich wirklich dankbar.
DerBär5 schrieb am
1Herjer hat geschrieben: ?
23.03.2019 10:10
Bin auch gespannt wie ein Flitzebogen. So sehr sogar, dass ich meine Erwartungshaltung dringend nach unten korrigieren muss. Frei nach der Formel:
Glück= Realität - Erwartung
Hoffe nur nicht, dass das Spiel unter irgendeinem Political-Correctness-Wahn leidet. Paradox gehen manchmal ein bisschen zu weit für meinen Geschmack.
Beispiel: In Hearts of Iron (Strategie im 2. Weltkrieg) ersetzt man regelmäßig das deutsche Staatsoberhaupt Adolf Hitler mit der Fantasieperson Alois Hiller.
Dann doch lieber Abradolf Lincler ;)
Eikant schrieb am
Ja, ist alles richtig. Ich war aber schon froh, dass mein Bruder es schaffte, das Bild des Malkavianers zu verändern. Bevor er Spielleiter wurde, wars immer der Kasperclown und nachdem er dann anfing hab ich sehr schnell einfach nur Angst vor denen bekommen.
Wir haben auch mal einen Abend eine Sabbatrunde gespielt. Das war intensiv, wir haben auch nach sowas immer viel Zeit in reflektierende Gespräche investiert und waren uns einig, dass wir so eine Erfahrung nicht mehr brauchen. Es gibt nicht umsonst WoD Bücher, die als Vorwort Texte haben, in denen steht, dass das Folgende fiktiv ist und wer es ernsthaft gut findet, solle sich professionelle Hilfe suchen. Eben wie Sabbat, das Wyrmbuch, Freak Legion, usw.
Und wenn ich irgendwas nicht spielen kann oder will, dann ist das auch ok für mich. :-) Es ist ok, dass Malkavianer nicht mein Clan zum Spielen ist. Sollte ich es nochmal leiten und ich nutze sie als NSCs ist dein Tipp aber prima.
Kajetan schrieb am
Eikant hat geschrieben: ?
25.03.2019 14:37
Malkavianer sind außerdem der einzige Hauptclan, den ich in meiner langen Rollenspielzeit nie spielte, weil ich es einfach nicht kann. Es überfordert mich. Ich konnte mich leichter in einen Tzimisce versetzen, was ich sicher auch nicht voll kann, als das.
Und ja, gleichzeitig haben manche Malkavianer eine prophetische Gabe und manche reden nur Quark, oder beides.
Ich würde niemandem empfehlen Malkavianer zu spielen, der versucht diese Rolle rational zu erfassen. Ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht solche Charaktere vollständig "aus dem Bauch heraus" zu spielen.
Nichts überlegen, nichts rationalisieren, nichts strategisch planen. Ein Bild ensteht im Kopf. Woher kommt es? Denke nicht nach. Warum dieses Bild? Denke nicht nach. Folge diesem Bild. Versuche nicht dieses Bild jemand anderem zu erklären. Folge diesem Bild. Handle und nimm dieses Bild als Leitfaden für Dein Handeln. Tauche ab in dieses Bild und erforsche es. Nicht mit Deinen Gedanken, sondern mit Deinen Gefühlen, welche Dir als Wegweiser dienen. Tue Dinge, welche auch Dir seltsam vorkommen, aber vielleicht helfen sie Dir das Bild besser zu erforschen. Und habe keine Angst vor gar nichts!
Absoluter Buzzkill, wenn Du auf diese Weise in einer P&P-Runde spielen willst, aber eine recht intensive Erfahrung, wenn Du alleine vor dem Bildschirm hockst und auf niemanden Rücksicht nehmen musst :)
Eikant schrieb am
Ich habs bei Ubi nicht genau vor Augen, aber haben sie nicht auf Druck was verändert, in Richtung "mehr Entscheidungsfreiheit beim Spieler"? Das wär ja nicht schlimm.
Ich finde dann eher Entwickler wie Bethesda fragwürdig, die Open World und Rollenspiel propagieren und erschaffen dann inkonsistente Welten. Fallout 3. Man kann eine ganze Siedlung mit einer Atombombe hochjagen, Kinder sind aber unsterblich und Sex kann man auch nicht haben. Da fängt doch Entmündigung an. In beiden Vorgängern konnte man auch Kinder töten und Sex wurde humorvoll aber erwachsen genug behandelt.
Bei New Vegas kann man, wenn man eine Frau spielt, mit jemandem schlafen und ihn dann im Schlaf ermorden...aber NV war auch wieder Obsidian, ergo Chris Avellone, welcher Chef bei Fallout 2 war.
The Witcher 3 ist auch ein gutes Beispiel. Geralt ist weder Bi noch Homo, aber hat auch null Probleme mit Wesen, die so sind und Rassismus ist ihm auch ein Grauen. Relativ früh in Teil 3 findet man einen Jäger, der als Freak angesehen wird, weil er den Sohn des Herzogs liebte und dadurch, indirekt die ganze Familie verdammte.
Dann gabs hier und da die Ultrafeministinnen, die meinten, dass CDPR sexistisch wäre, so wie sie Frauen darstellen würden.
Natürlich kompletter Quark. Zauberinnen in der Welt wollen so aussehen, wissen auch, dass Männer auf Reize reinfallen können und Sexualität ist da einfach ein Thema, wie überall auch, ansonsten fühlt sich die Welt einfach rund an, weil es alles gibt und alles möglich zu sein scheint. Homosexuelle und rassistische Mörder...alles ist vertreten. Dazu gabs in Novigrad schon Briefe eines "Besorgten Bürgers", bevor es durch PEGIDA richtig populär wurde. Die haben da einfach alles richtig gemacht.
Es kommt immer drauf an, wie es gemacht wird und wenn man mit erwachsenen Themen so umgeht, wie CDPR, dann hat man auch nichts zu befürchten und hält jedem Shitstorm stand.
Und zum Thema Malkavianer: Es liegt eben auch an der Art, wie Rollenspieler damit umgehen. Die Meisten...
schrieb am