Jacqmart greift dabei auf ihre Erfahrungen als Lead Narrative Designer und die Entwicklung des Rollenspiels Call of Cthulhu zurück. Schnell wird klar, dass es vor allem eine wichtige Hürde zu überwinden gilt: Dem düsteren Kern von Lovecrafts Cthulhu-Mythos treu zu bleiben und gleichzeitig den Spielspaß nicht aus den Augen zu verlieren.
Dabei dient das Dialog-System nicht dazu, die Geschichte weiterzuerzählen. Dialoge müssen spielbar, aber auch überspringbar sein. Sie sollten trotzdem einen Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Optimal sind Entscheidungsfragen, die das Ende oder das Verhalten eines Charakters beeinflussen.
Eine weitere Herausforderung ist, den Wahnsinn in einem Videospiel angemessen darzustellen und diesen für den Spieler erlebbar zu machen. Bei Call of Cthulhu haben sich die Entwickler daher nicht für einen bloßen Gesundheitsbalken am Rande des Bildschirms entschieden. Das Spiel sollte sich mit dem Wahnsinn verändern, indem Regeln gebrochen werden, die vorher aufgebaut wurden oder sich das Design von ganzen Handlungsabläufen verändert.
Zum Schluss gab Jacqmart noch den Tipp: keine Easter Eggs! Diese kommen vor allem bei kleineren Produktionen bereits zu häufig vor und besitzen dadurch kaum noch einen Überraschungseffekt. Zudem lenken sie zu sehr den Blick auf dieses Fan-Element. Dabei reicht die eigene Leistung als Künstler und Entwickler vollkommen aus.
