devcom 2019: Pia Jacqmart: Call of Cthulhu in ein Videospiel verwandeln, ohne den Verstand zu verlieren - 4Players.de

 
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devcom 2019 - Pia Jacqmart: Call of Cthulhu in ein Videospiel verwandeln, ohne den Verstand zu verlieren

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devcom 2019 (Messen) von - Bildquelle: devcom GmbH
Cthulhu und sämtliche Facetten des Wahnsinns gehören bei H. P. Lovecraft (mehr zu seinem Leben und Werk im Video) immer zusammen - ein Happy End gibt es nicht. Um so neugieriger machte der Titel des Vortrags „Adopting Call of Cthulhu into a Video Game without losing your Sanity“. Pia Jacqmart vom französischen Entwicklerstudio Cyanide erzählte in ihrem Panel über die verschiedenen Möglichkeiten, Lovecrafts Geschöpfe ohne Verlust der geistigen Gesundheit in einem Videospiel unterzubringen.

Jacqmart greift dabei auf ihre Erfahrungen als Lead Narrative Designer und die Entwicklung des Rollenspiels Call of Cthulhu zurück. Schnell wird klar, dass es vor allem eine wichtige Hürde zu überwinden gilt: Dem düsteren Kern von Lovecrafts Cthulhu-Mythos treu zu bleiben und gleichzeitig den Spielspaß nicht aus den Augen zu verlieren.

Dafür ist es notwendig, sich intensiv mit dem Ursprungsmaterial zu beschäftigen, um die wichtigsten Elemente in das Videospiel übernehmen zu können. So kann man bei Lovecraft seinem vorherbestimmten Schicksal nicht entkommen. Dies wurde in Call of Cthulhu mit Zukunftsvisionen dargestellt, die eintreten, egal für welchen Weg man sich entscheidet. Bei der Story steht immer der Spieler im Fokus, denn am Ende erlebt er Geschehene und erst an zweiter Stelle die Spielfigur. Für ihn sollte die Geschichte nachvollziehbar bleiben, alle angefangenen Stränge müssen auch wieder beendet und die nächsten Schritte regelmäßig wiederholt werden.



Dabei dient das Dialog-System nicht dazu, die Geschichte weiterzuerzählen. Dialoge müssen spielbar, aber auch überspringbar sein. Sie sollten trotzdem einen Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Optimal sind Entscheidungsfragen, die das Ende oder das Verhalten eines Charakters beeinflussen.

Eine weitere Herausforderung ist, den Wahnsinn in einem Videospiel angemessen darzustellen und diesen für den Spieler erlebbar zu machen. Bei Call of Cthulhu haben sich die Entwickler daher nicht für einen bloßen Gesundheitsbalken am Rande des Bildschirms entschieden. Das Spiel sollte sich mit dem Wahnsinn verändern, indem Regeln gebrochen werden, die vorher aufgebaut wurden oder sich das Design von ganzen Handlungsabläufen verändert.

Zum Schluss gab Jacqmart noch den Tipp: keine Easter Eggs! Diese kommen vor allem bei kleineren Produktionen bereits zu häufig vor und besitzen dadurch kaum noch einen Überraschungseffekt. Zudem lenken sie zu sehr den Blick auf dieses Fan-Element. Dabei reicht die eigene Leistung als Künstler und Entwickler vollkommen aus.

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