E3 2020: Gerücht: Umwandlung in ein Fan-, Medien- und Influencerfestival im Kampf gegen den Bedeutungsverlust - 4Players.de

 
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E3 2020 - Gerücht: Umwandlung in ein Fan-, Medien- und Influencerfestival im Kampf gegen den Bedeutungsverlust

E3 2020 (Messen) von Entertainment Software Association (ESA)
E3 2020 (Messen) von Entertainment Software Association (ESA) - Bildquelle: Entertainment Software Association (ESA)
Die E3 als führende Messe für Computer- und Videospiele hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Manche Publisher wie Activision Blizzard, Sony oder Wargaming waren auf der Messe gar nicht mehr vertreten, während andere Hersteller wie Electronic Arts ihr "eigenes Ding" im Umfeld der Messe, aber ohne eigentliche Präsenz in den Messehallen, durchgezogen haben. Aber auch viele andere Unternehmen verlagern ihre Aktivitäten auf eigene Veranstaltungen oder Livestreams. Nintendo setzt z.B. seit mehreren Jahren auf eine Direct-Ausgabe anstelle einer Pressekonferenz.

Eurogamer berichtet auf Basis eines weiteren Medienberichts aus dem Umfeld des Veranstalters (ESA: Entertainment Software Association; Branchenverband), dass schon für das nächste Jahr eine weitreichende Umgestaltung der Veranstaltung vorgesehen sei. Laut Bericht soll die E3 2020 in ein "Fan-, Medien- und Influencerfestival" umgebaut werden. Bisher war die Messe vorwiegend für Fachbesucher und Medienvertreter gedacht - mit etwaigen Lockerungen in den vergangenen Jahren.

Der Bericht fußt auf einem Dokument mit Vorschlägen und Ideen für die Messe, das angeblich an die ESA-Mitglieder geschickt wurde (laut GameDaily.biz). Das Kernelement des Dokuments ist die Idee, die branchenspezifische Veranstaltung in eine verbraucherfreundlichere Angelegenheit zu verwandeln. Die ESA-Mitglieder sollen bereits genehmigt haben, dass die Anzahl der Messe-Tickets für die Öffentlichkeit von 10.000 auf 25.000 angehoben wird. Auch die Gestaltung des Messegeländes könnte komplett verändert werden. Es sind acht bühnenartige "Experience Hubs" geplant, in denen die Besucher allerlei Influencer und Prominente beim Spielen von Videospielen beobachten können - z.B. könnten die Los Angeles Lakers ein Basketballspiel spielen. Ebenfalls erwähnt werden "Queuetainment" als Marketing-Möglichkeiten (während die Besucher auf die Demo warten) und eine App, mit der sich die Besucher für Demos anmelden können.

Da die ESA-Mitglieder jedoch Berichten zufolge die Pläne der ESA abgelehnt haben, die E3 zu einer reinen Verbraucherveranstaltung zu machen, gibt es Vorschläge, dass der erste Tag der Messe nur für Fachbesucher reserviert werden könnte - wie es seit Jahren auf der gamescom realisiert wird. Zugleich schlägt die Organisation auch "exklusive Terminvereinbarungen für ausgewählte Teilnehmer vor, die für Begeisterung und FOMO [Angst vor dem Verpassen] sorgen sollen". Außerdem wird vorgeschlagen, die "sozialen Möglichkeiten" der Branche zu nutzen, um Influencer und Prominente anzuziehen, die für "Bestätigung, Aufmerksamkeit und Begeisterung über die Medienkanäle außerhalb des Videospielraums hinweg" sorgen sollen. Solche positiven Narrative könnte man in Zukunft dazu nutzen, um "negative Videospielgeschichten" zu kontern, heißt es. Es werden auch "Paid Media Partnerships" (bezahlen Medienkooperationen) mit großen Medien wie CNBC vorgeschlagen, damit sowohl der mediale "Inhalt als auch die Botschaft kontrolliert" werden können.

Nichtsdestotrotz bleibt abzuwarten, welche Veränderungen an der E3 vorgenommen werden und welche Konzepte die Mitglieder der Entertainment Software Association akzeptieren und welche nicht. Allerdings bleibt festzuhalten, dass die ESA aktiv gegen den zunehmenden Bedeutungsverlust der Messe ankämpft. Die E3 2020 findet vom 09. bis zum 11. Juni 2020 in Los Angeles statt.

Kommentare

Freya Nakamichi-47 schrieb am
douggy hat geschrieben: ?
24.09.2019 19:45
Muss anstatt Muß und kein Komma vor als oder und. Und das ist nur diese Seite.
Das hätte ich ja jetzt gerne mal ein bißchen genauer aufgedröselt, denn da geht einiges durcheinander. Wie auch immer. Ich glaube, es ist mal wieder an der Zeit für mich, ein Adieu zumindest in Erwägung zu ziehen.
Ich kann mich sicherlich anpassen, aber irgendwie habe ich auch den Eindruck, daß Sprachkritik, ganz egal ob in übertriebener oder in freundlich-beiläufiger Form, generell nicht so gerne gesehen ist. Wie gesagt, ich kann mich anpassen, aber den gesamten Schädel austauschen kann ich nicht. Wenn ich ständig anecke, wird der Fehler wohl bei mir liegen. Ich bin wirklich ganz knapp davor, mal wieder alles in den Sack zu hauen. Weiß noch nicht, ob ich es wirklich tun soll. Denn mich noch in einem dritten Forum anmelden und da wieder gegen eine Wand rennen, das werde ich mir wohl nicht antun.
Jetzt schreibe ich gerade bei YouTube mit. Da ist ja von völlig asozial bis erstaunlich höflich alles dabei, aber diese Google-Foren sind, glaube ich, nichts für mich. Ich bin durchaus für Moderation. Ma kieken ...
Genaugenommen richtet sich meine Kritik ja auch kaum noch gegen Ottonormaluser. Was die indirekte Rede angeht, die hatten wir in der 9. Klasse Deutschunterricht. Und die sollte ein Mensch, der sich professionell mit Sprache beschäftigt, mal beherrschen, völlig egal ob er für 4Players oder eine Anglerzeitung oder die "FAZ" schreibt. Dafür muß man nicht die Henri-Nannen-Schule besucht haben. Aber vielleicht verlange ich da auch schon wieder zu viel.
sabienchen schrieb am
Der Herr mag die neue Rechtschreibung nicht.
Mit dem Komma vor dem "und" ist so ne Sache.
Das kommt auf den Kontext an.
Bspw.:
Ich habe einen Hund und eine Katze.
Aber:
Du hast einen Hund, und ich habe eine Katze.
Du hast einen Hund und ich habe eine Katze.
Syntaktisch ist beides korrekt.. persönlich bevorzuge ich die Schreibweise mit Komma. ;)
Dennoch stimmt da ab und an was nicht bei den KommAS.
Ich will mich da allerdings nicht wirklich involvieren, denn meine Rechtschreibung ist schon lange vor die Hunde gegangen.. v. a. Online ist s für die Katz... :Häschen:
Zum Thema... hmmm ...
Sollen sie s doch versuchen mit OnlinePersönlichkeiten und GateKeeping wieder "relevanter" [aka wirtschaftlicher] zu machen. Für mich ist s nichts.
douggy schrieb am
Muss anstatt Muß und kein Komma vor als oder und. Und das ist nur diese Seite.
Und persönlich bin ich gespannt, ob die E3 diese Wende schafft. Ich sehe keine andere Möglichkeit außer eine Auflösung der E3.
Freya Nakamichi-47 schrieb am
Raskir hat geschrieben: ?
24.09.2019 18:56
Habe dich noch nicht gemeldet, werde in Zukunft nur nicht davon absehen ;)
Und ja, back on topic. Ich hoffe dauerhaft und forum übergreifend :)
Na gut, Frieden, ich bin dafür. Ich glaube, es gibt hier ein ziemliches Mißverständnis. Nicht böse gemeint, wirklich nicht, aber ich finde, jemand der morst, sollte doch zumindest mal den Morsecode kennen. So geht es mir immer mit der deutschen Sprache: das ist das Protokoll, auf dem wir uns unterhalten, und wir sollten es nicht immer so gering schätzen. Wenn ich da mit meiner Meinung vom Mainstream abweiche, dann ist das eben so, aber ich kann sagen, daß ich wirklich mit niemandem Krieg führen will. Das kannst Du mir jetzt bitte einfach mal glauben.
douggy schrieb am
Also bei der Grammatik und Rechtschreibung, die Freya an den Tag legt, würde ich an ihrer Stelle nicht so auf die Einhaltung bei anderen pochen ...
schrieb am