Knockout City: Der Völkerball-Randale wird in Kürze der Stecker gezogen

 
von Jonas Höger,

Knockout City: Die Völkerball-Randale steht in Kürze vor dem Aus

Knockout City (Arcade-Action) von Electronic Arts
Knockout City (Arcade-Action) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
Bald dürfen Knockout City-Spieler ein letztes Mal zum Aufschlag ansetzen und einen Völkerball in Richtung ihrer verdutzten Gegner schleudern: Der chaotische Multiplayer wird eingestellt.

Am 6. Juni und damit rund zwei Jahre nach Release wird den digitalen Bällen die Luft abgelassen, die Sporthalle abgeschlossen und die Server des Spiels vom Strom genommen. Die 9. Saison soll damit auch die letzte von Knockout City sein, bei der man Fans nochmal mit Pauken und Trompeten verabschieden will.

Knockout City: Schlusspfiff für den Multiplayer-Titel



Auf der offiziellen Website des Spiels haben die Entwickler von Velan Studios nicht nur ein ausführliches Statement zur Einstellung von Knockout City abgegeben, sondern beantworten auch eine Reihe an Fragen zur kommenden Saison, der Zukunft des Spiels und was die traurige Nachricht für Fans eigentlich genau bedeutet. Die Pforten von Knockout City am 6. Juni zu schließen, sei dabei keine leichte, aber eine nötige Entscheidung gewesen, schreibt Game Director Jeremy Russo.

Auch wenn das Spiel mit zwölf Millionen Spielern durchaus erfolgreich war, sei dies nicht genug gewesen und als kleines Studio seien die Änderungen, um dies zu begradigen, nicht durchführbar. Man wolle daher all das Gelernte aus der zweijährigen Laufzeit von Knockout City sammeln und bei zukünftigen Projekten berücksichtigen. In den nächsten Monaten dürfen sich Spieler trotz der traurigen Nachricht aber auf eine Reihe an coolen Vorteilen freuen.

So will man ab dem 28. Februar jegliche Art von Monetarisierung beenden, Spieler können die Ingame-Währung Holobux derweil aber noch weiter durch Event-Verträge verdienen, während man gleichzeitig Preise im Shop extrem reduziert. Rückerstattungen soll es allerdings keine geben, wie man in der FAQ klarstellt. Vor gut einem Jahr ist das ehemals kostenpflichtige Spiel zu einem Free-to-Play-Titel geworden, während der ursprüngliche Publisher EA zum gleichen Zeitpunkt die Bühne verließ.

Ganz tot ist Knockout City nach dem 6. Juni übrigens nicht: Mit einem privaten PC-Server will man das Spiel zumindest auf dem Computer noch am Leben erhalten. Der Zugang dazu soll kostenlos und von der jetzigen Version unabhängig sein, jedoch werden kosmetische Gegenstände oder der Spielerfortschritt nicht übertragbar sein. Weitere Details zu dem privaten PC-Server wolle man dann in Zukunft teilen.

Ein Friedhof voller Live-Service-Spiele



Knockout City ist allerdings nicht der einzige Live-Service-Titel, der aktuell eingestampft wird: In den letzten Tagen erreichte uns eine ganze Welle von Todesanzeigen. Die Mobile-Version von Apex Legends beispielsweise wird nach nur acht Monaten eingestellt, der Battle Royale-Brawler Rumbleverse hat hingegen kein halbes Jahr überlebt.

Auch Ende 2022 kamen viele ähnliche Hiobsbotschaften: Platinum Games‘ Live-Service-Reinfall Babylon's Fall trifft in Kürze auf seinen Schöpfer und bei Square Enix knallt gleich zweifach der Grabdeckel: Sowohl Final Fantasy 7: The First Soldier als auch der Mario Kart-Konkurrent Chocobo GP hatten weder Erfolg noch eine lange Lebensdauer.

Quelle: Offizielle Website des Spiels

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