Würfel umher wuchten, Ostereier bemalen, die Katze streicheln, Ringe an Stangen entlang bewegen - ganze 80 kurze Physik-Puzzles warten in der Vollversion auf den Spieler - inklusive Zeitdruck und Bestenlisten (eine frühe Demo haben wir bereits im vergangenen Jahr ausprobiert). Es ist nach wie vor unheimlich faszinierend, plötzlich virtuelle Skellettgriffel vor mir zu sehen, die sich (leicht verzögert) genau so bewegen wie meine eigenen Hände! Einfach das Headset aufsetzen und loslegen - ganz ohne Controller.
Oft ist es ein wenig frustig, schwere Blöcke im passenden Winkel von unten zu erwischen und sie ans Ziel zu wuchten oder filigranere Dinge wie Draht-Puppen exakt mit einzelnen Fingern in die gewünschte Position zu biegen. Beim Zugreifen fehlt schließlich ein Gegendruck wie etwa bei den neuartigen Controller-Triggern der PlayStation 5. Doch Tüftler Dennys Kuhnert alias Holonautic versteht es oft geschickt, die Trägheit und gelegentliche Ungenauigkeit der noch jungen Technik für die Herausforderungen einzusetzen. Manchmal hängen die Finger sogar absichtlich kraftlos bzw. "floppy" herunter, bevor Objekte bewegt werden.
Mit etwas Übung lassen sich die noch vorhandenen diversen Tracking-Probleme umschiffen, z.B. durch gute Beleuchtung ohne direkte Sonneneinstrahlung oder andere Reflexionen an Fenstern - oder indem beide Hände stets im Sichtfeld der Kameras bleiben. Trotzdem sollten Käufer eine gute Portion Frustresistenz und Experimentierfreude mitbringen, da die faszinierenden kleinen Aufgaben auch mal ziemlich knifflig und im wahrsten Sinne des Wortes fummelig werden. Neben den regulären Puzzles ist übrigens auch eine freie Spielwiese enthalten.
