von Jonas Höger,

Star Wars Jedi: Survivor ohne Jedi? Lucasfilm hatte ursprünglich ganz andere Pläne

Star Wars Jedi: Survivor (Action-Adventure) von Electronic Arts
Star Wars Jedi: Survivor (Action-Adventure) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
In gut zwei Wochen erscheint Star Wars Jedi: Survivor und damit schon das zweite Abenteuer im Star Wars-Universum von Entwicklerstudio Respawn Entertainment.

Doch bevor man mit Star Wars Jedi: Fallen Order 2019 den Grundstein für eine neue Ära der Franchise-Umsetzungen im Videospielbereich legte, hatte Markeninhaber Lucasfilm die Entwickler noch an einer strammeren Leine. Ursprünglich sollte das Spiel nämlich gar keinen Jedi haben, weil man den Begriff nicht einfach so verwenden wollte.

Star Wars Jedi: Survivor – Cal Kestis hätte Schmuggler oder Kopfgeldjäger werden können



In einem Interview mit dem Guardian plauderte Stig Asmussen, Game Director von Star Wars Jedi: Survivor, aus dem Nähkästchen und verriet, dass man sich zu Beginn der Entwicklung vom Vorgänger sehr anstrengen musste, um Lucasfilm davon zu überzeugen, ein Spiel rund um einen Jedi zu entwickeln:

„Es ist ein großer Prozess. Wir wollten ein Third-Person Action-Adventure, und wir wollten einen Jedi mit Lichtschwertern. Und sie meinten – wartet. An diesem Punkt waren die Jedi für Lucasfilm wie der heilige Gral. Ich meine, es ist etwas, das sie vermutlich am meisten schützen, von Baby Yoda einmal abgesehen. Daher mussten wir uns das erst verdienen.“

„Wir mussten einen ganzen Prozess machen: Warum wollt ihr, dass es ein Jedi ist? Was wollt ihr mit den Jedi anstellen? Sie haben sich wirklich unwohl damit gefühlt und sogar gesagt ‚Lasst uns nochmal neu anfangen. Lasst uns diesen Charakter einen Machtnutzer nennen.‘“ Lucasfilm soll sogar vorgeschlagen haben, dass man stattdessen einen Kopfgeldjäger oder Schmuggler verwendet.

Doch Asmussen und sein Team blieben beharrlich: „Ich glaube, dann habt ihr die falsche Person für den Job. Das ist nicht mein Hintergrund. Ich komme von God of War… Ich habe noch nie an einem Shooter gearbeitet und ihr wollt ein anderes Team für sowas haben. Ihr könntet mich genauso gut darum bitten, ein Rennspiel zu machen. Und nach einiger Zeit hatten wir genug Vertrauen aufgebaut, dass wir [das Franchise] Jedi nennen konnten.“

Eine lehrreiche Reise für Spieler und Spielfigur



Weil Cal Kestis zu Beginn von Star Wars Jedi: Fallen Order lange Zeit inkognito gelebt hat, konnten Spieler seine Entwicklung miterleben: „Ich habe gehofft, dass wir uns einen Charakter ausdenken können, mit dem der Spieler auf eine Reise geht. Er startet also eher ungeschliffen. Er ist quasi noch kein kompletter Padawan. Es ist Jahre her, dass er sein Training absolviert hat. Er versteckt sich. Und der Spieler beginnt das Spiel ebenfalls ungeschliffen und du lernst alles auf dem Weg.“

„Und wären wir diese großen Plotpunkte erreichen, geben wir dem Spieler neue Fähigkeiten, neue Werkzeuge. So verändert sich die Perspektive des Spielers von der Welt, während Cal wächst und ebenfalls Dinge über das Universum um sich herum lernt“, führt Asmussen aus. In Star Wars Jedi: Survivor muss Cal die Fähigkeiten aus dem Vorgänger aber zum Glück nicht noch einmal lernen.

Quelle: The Guardian

Kommentare

Mordegar schrieb am
Mir wäre die normalo Version wesentlich lieber gewesen, da ich langsam keine Jedi Spiele mehr sehen kann!
Bei Kyle Katarn konnte man die Spiele bis auf ein paar Bosskämpfe in den Jedi Knight Reihen wenigstens noch mit Fernkampfwaffen durchspielen.
Ein Soulslike mit einer Shooter Mechanik wäre denen wohl ein zu großes Risiko sowas richtig zu balancen.
ZackeZells schrieb am
Das Statement klingt für mich ziemlich nach bs - vor allem die Nennung von Baby Yoda im selben Satz lässt mich die Augenbrauen hochziehen...
greenelve2 schrieb am
Mit Kyle Katarn gab es die Wandlung von Shooter zu Jedi bereits.
schrieb am
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