Das Ausmaß dieser Abzocker-Aktionen hat Michael Driscoll (Oracle Data Engineer at USG Corporation & Graduate Student in Machine Learning at Georgia Tech) via Tom's Hardware und Gamefront näher unter die Lupe genommen. Er hat die Verkäufe besagter Produkte auf eBay (USA) über mehrere Wochen bis Anfang Dezember verfolgt und ausgewertet. Angaben zur Methodik und zur Ermittlung der Durchschnittswerte der Preise sowie des Gewinns für Scalper findet ihr bei Dev.to (inkl. Graphen).
Exkurs: Der Median ist ein Mittelwert, der Ausreißer besser ausschließt als z.B. der arithmetische Mittelwert. Der Median wird bestimmt, in dem man die Liste an Zahlenwerten (hier Preise) nach Größe sortiert. Der Wert, der in der Mitte dieser sortierten Liste steht, ist der Median.
Von der Xbox Series X wurden 22.932 Exemplare verkauft. Der Preis-Median lag bei 865 Dollar (geplanter Verkaufspreis: 499 Dollar). Bei der Xbox Series S wurden 6.863 Verkäufe gezählt (Preis-Median: 469 Dollar; geplanter Verkaufspries: 299 Dollar). Der kumulierte Gewinn der Abzocker wird auf ca. 10 Mio. Dollar geschätzt.
In Bezug auf die Grafikkarten von AMD und Nvidia schrieb Driscoll: "Bei Big Navi ist es vergleichsweise noch schlimmer als bei Zen 3; die 6800 XT kostet immer noch 75% über UVP [Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers] und die Standard-6800er wird seit der Markteinführung für 150% der UVP verkauft. (...) So schlimm wie die Preise von Big Navi sind, die Preise der RTX-30-Serie sind noch schlimmer. Die 3060 kam am 1.12. auf den Markt und wurde sofort für >50% des UVP verkauft. Seit dem 15.11. haben sich die Preise aller vier Karten nach oben entwickelt (...) Ironischerweise liegt die 3060 60% über UVP, die 3070 70% über UVP und die 3080 ungefähr 80% über UVP, obwohl die 3090 "nur" 40 % über UVP liegt. Die RTX-30-Serie ist ein riesiger Gewinnbringer für Scalper, mit über neun Millionen Dollar Gewinn allein auf eBay."
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