Spielkultur: Destructive Creations - zwischen Neo-Faschismus, Neuheidentum, Antisemitismus und Rassismus

 
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Destructive Creations - zwischen Neo-Faschismus, Neuheidentum, Antisemitismus und Rassismus

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: 4Players
Die Initiativen "Keinen Pixel den Faschisten!" und "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V." haben das Entwicklerstudio Destructive Creations und die Mitarbeiter in Hinblick auf rechtsextreme Verbindungen und ideologische Auffassungen untersucht - und inwiefern etwaige Ansichten in ihren Spielen zu finden sind (teils subtil, teils sehr offensichtlich). Das ausführliche und mit hinreichend Nachweisen belegte Dossier könnt ihr u.a. hier nachlesen. Behandelt werden z.B. die Themen Neo-Faschismus, Neuheidentum, LGBTQIA+-Feindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Holocaust-Relativierung und Sanismus.

Auszug aus der Zusammenfassung: "Die Menge an Verbindungen zwischen Mitgliedern von DC [Destructive Creations] und rechtsextremen Organisationen, Parteien und sonstigen Gruppen deutet darauf hin, dass die bereits vor Jahren geäußerte Kritik an Destructive Creations noch immer berechtigt ist. Inzwischen versucht das Studio sich dem Mainstream anzunähern, bezeichnet sich und sein Schaffen teilweise sogar als antifaschistisch. Einige Personen aus dem Entwickler*innen-Team stellen ihre Gesinnung mittlerweile weniger öffentlich zur Schau. Trotzdem sind noch ohne weiteres etliche eindeutige Verbindungen zur rechtsextremen Szene zu finden."

Inwiefern sich die vermeintliche Weltanschauung von Destructive Creations in ihren Spielen widerspiegelt, ist ebenfalls in Kurzform analyisiert worden: Hatred (indiziert), IS Defense, Ancestors Legacy und das kommende War Mongrels.

"Keinen Pixel den Faschisten!" ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Medienschaffenden aus der Videospielkultur gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, LGBTQIA+-Feindlichkeit.

Ein offizielles Statement von Destructive Creations liegt bisher nicht vor.

Quelle: "Keinen Pixel den Faschisten!" und "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V."

Kommentare

VaniKa schrieb am
FlintenUschi hat geschrieben: ?09.10.2021 11:17Warum sollte das auch nicht kritisiert werden?
Weil es schon Framing darstellt, es überhaupt in den Raum zu werfen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Aber wenn ich jetzt Stellung dazu beziehen müsste, würde ich sagen, kann man auch Pädophilie als sexuelle Orientierung dazuzählen. Wie hier auch schon von anderen angesprochen wurde, sollte Pädophilie als solche erst mal nicht stigmatisiert werden, sondern einzig das Ausleben so einer Neigung an Kindern. Oder kurz: Pädophilie ist nicht schlimm, Kindesmissbrauch schon. Und im Rahmen einer Umbrella-Bewegung wie eben der LGBTQIA+-Bewegung kann man auch für die Entstigmatisierung von Pädophilie an sich kämpfen. Ich finde es wichtig, dass Menschen nicht für etwas stigmatisiert werden, für das sie nichts können. Wenn so jemand zum Täter wird, dann muss er natürlich gemäß den Gesetzen bestraft werden, keine Frage. Aber anstatt diese Menschen pauschal an den Pranger zu stellen, sollte ihnen die Gesellschaft helfen, eben nicht zum Täter zu werden. Und das funktioniert am besten, wenn man das Thema nicht unter den Teppich kehrt, sondern offen damit umgeht. Dazu muss den Menschen aber auch die Chance gegeben werden, entsprechend offen damit umzugehen, ohne quasi zum gesellschaftlichen Abschaum erklärt zu werden und alles im Leben zu verlieren.
FlintenUschi hat geschrieben: ?09.10.2021 11:17Das ist ein Ausdruck, mit denen Personen in unseren Medien beschrieben werden.
Okay, wenn du von "unseren", also deutschen, Medien sprichst, dann muss ich dir hier leider zustimmen. Ich finde insbesondere die Formulierungen um trans Personen häufig sehr "ungelungen", weil da immer noch das Denken von vor Jahrzehnten zum Vorschein kommt, selbst wenn die Beiträge sogar eigentlich positiv gemeint sind.
Ich jedenfalls würde niemanden "LGBTQIA+-Mensch" nennen. Wie ich schon sagte, es ist ein Spektrum und diese einzelnen (Unter-)Gruppen tun sich halt zusammen, weil sie ein gemeinsames Problem haben und...
FlintenUschi schrieb am
VaniKa hat geschrieben: ?08.10.2021 17:47 Es ist einfach ein Platzhalter für weitere Gruppen, damit klar wird, dass diese nicht explizit ausgeschlossen sind. Ob dazu nun Pädophilie zählt oder nicht, ist schlichtweg "undefiniert". Es gibt also weder ein Ja, noch ein Nein als Antwort. Es gibt schlichtweg keine Antwort. Die Schubladen wie lesbisch, schwul oder bisexuell sind ziemlich grob und man kann sich auch weitaus filigraner definieren, wie z.B. heteroflexibel. Pan ist wiederum etwas anderes als bi. Jemand kann asexuell aber panromantisch sein. Kurz: Das Alphabet müsste vermutlich mehrmals durchlaufen werden, um das alles explizit zu benennen. Daher einfach ein + und jeder kann selbst entscheiden, ob er sich dazu zählt. Da muss man nicht unterstellen, dass möglicherweise Pädophilie auch da drin stecken könnte, solange niemand explizit "Nein" dazu sagt. Das ist in "bad faith" gedacht und soll offenbar die LGBTQIA+-Community in ein schlechtes Licht rücken.
Warum sollte das auch nicht kritisiert werden? Mich stört nunmal, das es undefiniert ist. Ich finde da sollte schon festgelegt werden wie inklusiv die Bewegung nun wirklich ist. Für mich klingt das eher so, als wolle man Kontroversen aus dem Weg gehen und das Problem beiseite schieben. Eigentlich ist das aber etwas wofür die Bewegung nicht stehen sollte.
VaniKa hat geschrieben: ?08.10.2021 17:47 Im Übrigen spricht auch niemand von "LGBTQIA+-Menschen" oder sagt "X ist ein LGBTQIA+-Mensch".
Google es mal. Das ist ein Ausdruck, mit denen Personen in unseren Medien beschrieben werden. Häufiger noch in den etwas verkürzteren Schreibweisen. Ich finde es einfach nicht schön so genannt zu werden. Es wird sich doch wohl ein Ausdruck finden lassen, der zum einen in der Lage ist ohne eine sinnfreie Aufzählung von Buchstaben und Sonderzeichen alternative Sexualformen und Geschlechtsidentitäten zu beschreiben, dazu eben aussprechbar ist und die Menschenwürde berücksichtigt. LGBTQ in all seinen Auswüchsen ist zu...
James Dean schrieb am
Drian Vanden hat geschrieben: ?08.10.2021 15:23
Sicher, das ist die Frage. Und ich beantworte sie mit: Ja, das generische Maskulin ist ein Problem.
Sprache ist generell ein Problem. Nehmen wir das sog. generische Maskulinum, um das es hier geht. Befürworter behaupten, es würde ja jeden "mitmeinen" und sei daher zu präferieren. Kritiker sagen: Nein, es spräche nur Männer:innen und Männer an und sei daher abzulehnen.
Als Alternative wurden dann unterschiedliche Vorschläge gemacht.
Etwa die Verwendung des Partizips: Studierende, Lehrende, Schülende, Regierende, Bauarbeitende, Kauffrauende. Klappt im Plural super weil Partizipien im Plural immer die gleiche Endung haben. Im Singular ergeben Partizipien keinen Sinn, weil einen Studierenden und eine Studierende gibt. Ungünstig. Technisch gesehen ist das Partizip auch im Plural sexistisch, weil Pluralformen im Deutschen ausschließlich feminin und nicht neutrum oder maskulinum sind. Egal welchen Genus die Substantive im Singular haben. Aber dieses Argument ist auch irgendwo die Atombombe unter der Argumenten, deswegen lassen wir die sprachliche Pluralkritik mal hier aus dem Spiel :)
Eine andere Möglichkeit ist die sog. gendergerechte Sprache. Da synthetisiert man Neologismen aus Sonderzeichen, Partizipien und / oder weiblichen Formen, zum Beispiel Leser*innen, Leser:innen, Leser_innen oder Lesend*e/r. Wird inzwischen sehr gerne von Journalisten und öffentlichen Bediensteten praktiziert, denn es ist eine inklusive Sprache, die alle Menschen berücksichtigt: Schwarze, Deutsche, Ausländer, Behinderte, LGBTQIA+-Personen, Frauen und Männer. Kurz: Befürworter behaupten, es würde ja jeden "mitmeinen" und sei daher zu präferieren. Natürlich gibt es dann auch mit Recht Kritik von Männerinnen und Frauen (meist erstere), die sich dadurch eben nicht mitgemeint betrachten.
Wie man es auch macht, alles ist scheiße. Es wird niemals eine gerechte Lösung geben, das gibt unsere Sprache nicht her. Vielleicht doch, wenn man...
Drian Vanden schrieb am
Temeter  hat geschrieben: ?08.10.2021 15:42
Drian Vanden hat geschrieben: ?08.10.2021 15:23Richtig, ist es. Eben weil es noch längst nicht so ist, wie es das Grundgesetz verlangt. Wir können unzählige Bereiche aufmachen, in denen die Frauen nicht gleichberechtigt sind. Wenn du keine Beispiele findest, gib mir einfach Bescheid, ich liefere sie gern.
Temeter  hat geschrieben: ?08.10.2021 15:42 In dem Fall war dein Satz komisch formuliert. Du hättest einfach schreiben können, dass Frauen benachteiligt werden.

Für dich offenbar, ja, war er komisch formuliert. Ich ändere den Wortlaut dennoch nicht ab, sondern bestätige ausdrücklich, wie er geschrieben war.
Temeter  hat geschrieben: ?08.10.2021 15:42
Sicher, das ist die Frage. Und ich beantworte sie mit: Ja, das generische Maskulin ist ein Problem.
Und das ist halt nur deine Meinung.
Isoliert von allen? Natürlich, es ist nur meine Meinung. Hier in diesem Thread? Nein, ist sie es nicht. Außerhalb dieses Threads erst recht nicht.
Es ist auch, isoliert, auch nur meine Meinung, dass selbst 12,50? Stundenlohn viel zu wenig sind. Jede Meinung oder Stimme, die angegeben oder abgegeben wird, ist fürs erste nur eine Meinung oder nur eine Stimme. Die (demokratische) Mehrheit macht's!
Ich habe auch nichts mit den Massenmorden aus den Kolonialzeiten zu tun, nichts mit den Mauer-Opfern, Stasi-Verfolgten oder ermordeten oder ins Gefängnis gesperrte Homosexuellen. Aus meinem Menschenverstand heraus, ohne mich groß anstrengen zu müssen, fühle ich mich menschlich verpflichtet, Respekt und Anteilnahme zu zeigen und alles dafür zu tun, dass sich solche Dinge nicht wiederholen.
Temeter  hat geschrieben: ?08.10.2021 15:42 Und dem würde ich mich anschließen. Aber dein erster Kommentar liest sich viel spezifischer:
Ziemlich polemischer und vorallem gefährlicher Wortverdreher. Nicht Nationalität verpflichtet, sondern unser Grundgesetz.
Und btw, gefährlich, sehr witzig, als ob Hinterfragen bedenklich sei :lol:
Ja, auch Hinterfragen kann...
VaniKa schrieb am
FlintenUschi hat geschrieben: ?08.10.2021 14:35Ich habe nicht gefragt, ob das + nur für Pädophilie steht, sondern ob es diese Sexualitätsgruppe ebenfalls mit vereinahmt. Gerade in der Sache ist das eben nicht geklärt, und es ist schon sehr bezeichnend, das jede Person, die ich nach der Bedeutung des "+" frage, mir die Antwort verweigert und ausweicht. Ihr wisst doch selber alle nicht, was damit gemeint ist. Ihr belegt Menschen mit Ausdrücken, deren Bedeutung ihr gar nicht kennt.
Es ist einfach ein Platzhalter für weitere Gruppen, damit klar wird, dass diese nicht explizit ausgeschlossen sind. Ob dazu nun Pädophilie zählt oder nicht, ist schlichtweg "undefiniert". Es gibt also weder ein Ja, noch ein Nein als Antwort. Es gibt schlichtweg keine Antwort. Die Schubladen wie lesbisch, schwul oder bisexuell sind ziemlich grob und man kann sich auch weitaus filigraner definieren, wie z.B. heteroflexibel. Pan ist wiederum etwas anderes als bi. Jemand kann asexuell aber panromantisch sein. Kurz: Das Alphabet müsste vermutlich mehrmals durchlaufen werden, um das alles explizit zu benennen. Daher einfach ein + und jeder kann selbst entscheiden, ob er sich dazu zählt. Da muss man nicht unterstellen, dass möglicherweise Pädophilie auch da drin stecken könnte, solange niemand explizit "Nein" dazu sagt. Das ist in "bad faith" gedacht und soll offenbar die LGBTQIA+-Community in ein schlechtes Licht rücken.
Im Übrigen spricht auch niemand von "LGBTQIA+-Menschen" oder sagt "X ist ein LGBTQIA+-Mensch". Man spricht vom LGBTQIA+-Spektrum und einer entsprechenden Zugehörigkeit zu diesem Spektrum. Ein schwuler Mann bleibt ein schwuler Mann und wird in LGBTQIA+ eben durch das G vertreten. Man kann Dinge auch absichtlich missverstehen wollen und sie immer maximal negativ auslegen. Bad faith eben.
schrieb am