Tilman Baumgärtel hat einige skurrile religiöse Titel wie "Ominous Horizons: A Paladin’s Calling" der christlichen Computerspielfirma N’Lightning oder den Shooter "Eternal War" recherchiert, in dem der Spieler in die Flügelstapfen eines Engels schlüpft. In "Saints of Virtue" wird sogar um eine bedrohte Seele gekämpft.
"In den herkömmlichen Spielen musste man meist recht brav biblische Ereignisse wie Moses’ Gang durch das Rote Meer nachvollziehen. Doch die neueren Spiele, die in den letzten Monaten erschienen sind, orientieren sich an den gemeinhin verteufelten 'Ego-Shootern'."
Trotzdem sind die Gottesgames nicht gerade massentauglich. Angesichts der thematischen und optischen Hürden fällt das Fazit des ZEIT-Autors fast schon ketzerisch aus:
"Um Gottes Gnade, die einem am Ende des Spiels in Form von bunten Lichtblitzen begegnet, wirklich erhebend zu finden, braucht man schon einen recht tiefen Glauben."
