Nach dem Scheitern der Verfilmung von Halo durch Peter Jackson und Neill Blomkamp seien kurze Zeit später auch die Halo Chronicles eingemottet worden, ein episodisches Projekt, bei dem Jackson federführend mitwirken sollte.
Das Studiomanagement habe dann das Unterfangen, eine kürzere Produktion auf die Beine zu stellen, abgenickt. Man habe die Engine gehabt, aber immer noch nach Ideen für das Spiel gesucht. Es sei mit dem Gedanken gespielt worden, dem Spieler ähnlich wie in Halo 2 wieder ein Erlebnis aus Sicht der Covenant zu bieten. Man habe sich dann aber wieder auf die menschliche Seite besonnen und auch darüber nachgedacht, eine Geschichte zu erzählen, die sich um den jungen Avery Johnsen drehen würde, bevor man sich des ODST-Konzepts annahm.
Der knappe Zeitrahmen sei durch die Studiostruktur bedingt: Im Gegensatz zu anderen Unternehmen hätte Bungie nur ein größeres Team. Halo 3: ODST musste also während der Konzept- und Pre-Production-Phase von Halo: Reach abgeschlossen werden, da sich Bungie mit dem Erreichen der Vollproduktion auf jenen Titel konzentrieren würde. Dies sei letztendlich auch gelungen: ODST sei eigentlich schon im Frühjahr fertig gewesen.
