Valve Software: Gabe Newell über den Verkaufsstart von Cyberpunk 2077, Produktionsprobleme von Valve Index, Neuseeland und Spiele-Projekte

 
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Gabe Newell über den Verkaufsstart von Cyberpunk 2077, Produktionsprobleme von Valve Index, Neuseeland und Spiele-Projekte

Valve Software (Unternehmen) von Valve Software
Valve Software (Unternehmen) von Valve Software - Bildquelle: Valve Software
Gabe Newell (Chef von Valve Software) sitzt seit Anfang 2020 in Neuseeland fest, da eine Ausreise aufgrund der Covid-19-Pandemie derzeit nicht möglich ist. In einem Interview mit dem neuseeländischen Magazin 1 News sprach er darüber, dass er sich mittlerweile in das Land verliebt hätte und auch einige Team-Mitarbeiter an einen Umzug denken würden. Abgesehen davon, dass er die Infrastruktur des Landes lobt und über die mögliche Austragung von eSports-Events (Dota 2, CS:GO) in Neuseeland nachdenkt, kam er auf die aktuelle Lage bei Valve Software zu sprechen. Gerüchte zu möglichen Spiele-Projekten oder Codenamen wie Citadel wollte er nicht kommentieren (wir berichteten). Aber er sagte: "Wir haben definitiv Spiele in Entwicklung, die wir ankündigen werden - es macht Spaß, Spiele zu veröffentlichen. (...) Alyx war großartig - wieder Singleplayer-Spiele zu machen, hat eine Menge Schwung in die Firma gebracht und [treibt uns an] mehr davon zu machen."

Auch auf den Verkaufsstart von Cyberpunk 2077 wurde Newell angesprochen. Er sagte sofort, dass er viel Verständnis für (jegliche) Spiele-Entwickler hätte. Gabe Newell: "Alles, was ich weiß, ist, dass es eine Menge sehr glücklicher Gamer im PC-Bereich gibt - und die sind für uns am sichtbarsten. Es gibt Aspekte des Spiels, die einfach brillant sind und es steckt eine enorme Menge an Arbeit in dem Spiel - es ist unfair, andere Entwickler zu kritisieren, denn etwas so Komplexes und Ambitioniertes auf die Beine zu stellen, ist schon ziemlich erstaunlich."

Die Entscheidung, Cyberpunk 2077 aus dem PlayStation Store zu nehmen und denjenigen, die mit der Performance auf der Plattform unzufrieden waren, eine Rückerstattung anzubieten, hält Newell für einen "ungewöhnlichen" Schritt. Valve Software bzw. Steam war an diesen Gesprächen übrigens nicht beteiligt. Der beste Weg für CD Projekt Red sei es, die (laute und teilweise beleidigende) Kritik anzunehmen und aus der Situation zu lernen.

Newell: "Die Leute werden wütend, denn sie fühlen sich betroffen. (…) Wenn die Leute so reagieren, ist mein erster Gedanke, dass dies eine Chance für uns ist - und ich gehe davon aus, dass die Entwickler von Cyberpunk 2077 diese Chance ebenfalls nutzen, um Verbesserungen vorzunehmen, die für ihre Kunden von Vorteil sind. Sie haben eine lange Vergangenheit, in der sie großartige Arbeit geleistet haben und immer wieder in ihre Produkte investiert haben - und ich vermute, dass sie sehr gut darin sind, ihre Kunden mit der Zeit glücklich zu machen. Jeder weiß, dass in diesem Geschäft die Erwartungen hoch sind. Wenn man es gut macht, werden die Leute es einen wissen lassen. Wenn man diese Erwartungen nicht erfüllt, werden sie es einen wissen lassen - das ist ein Teil davon, warum es eine lustige Branche ist."

In Bezug auf die begrenzte Verfügbarkeit von Valve Index (VR-Headset) erklärte er, dass sie eigentlich eine robuste Produktionskette aufgebaut hatten, aber die Covid-19-Pandemie hätte alles durcheinandergebracht. Andere große Hersteller hätten sich z.B. die Kapazitäten von bestimmten Komponenten auf längere Zeit gesichert (obwohl sie andere Endprodukte herstellen) und schon könnten sie das VR-Headset aufgrund eines kleinen, fehlenden Chips nicht mehr produzieren - auch einige Bestandteile wurden in Wuhan (China) gefertigt. Von "jetzt auf gleich" war die Produktion eingeschränkt und alle Hersteller standen auf einmal vor dem gleichen Problem und den begrenzten Kapazitäten. Zugleich kam die erhöhte Nachfrage dazu, denn die Leute kauften auf einmal "alle verfügbaren Vorräte" auf. Aktuell könnten z.B. gar keine Geräte nach Neuseeland geschickt werden. "Wir sind in der Produktion sehr eingeschränkt", hieß es abschließend.
Quelle: 1 News

Kommentare

FlintenUschi schrieb am
Zu diesem Eve-Fanfest in Island kommen gerade mal 1000 Besucher. Da ist ein CS oder DOTA Major schon eine andere Größenordnung. Wenn diese Turniere noch während der Pandemie stattfinden sollen müssen die ganzen Athleten und Touristen nach ihrer Ankunft auch noch für zwei Wochen in Quarantäne. Na gut...Valve hätte das Geld.
Hamurator schrieb am
FlintenUschi hat geschrieben: ?
21.01.2021 17:26
Newell also talked about the idea of holding Valve's DOTA 2 and CS:GO esports tournaments in New Zealand, saying the idea gets "more realistic all the time".
The International DOTA 2 tournament boasts the highest prize pool in esports, with the 2019 pool reaching a whopping US$34.3 million (NZ$48.5 million), and the CS:GO Major Championship was put down for a US$2 million prize pool before the 2020 event was cancelled due to Covid-19.
The International 2020 was due to take place in Stockholm, but was also cancelled ? now Gabe says New Zealand could be a good venue for both.
Ich glaube das ist eher Wunschdenken des neuseeländischen Reporters. Die zuschauerstärksten eSport-Finals in Ländern abzuhalten, die keinerlei relevante eSport-Szene besitzen, kaum potentielle Ticketkäufer haben, für Touristen nur schwer zu erreichen sind und dazu in einer abgelegenen Zeitzone liegen? Sehr unwahrscheinlich, es sei denn das wäre eine Privatveranstaltung für Herrn Newell und seine Arbeitskollegen :)
Auf einer englischsprachigen Seite habe ich gelesen, dass Neuseeland nur für den Zeitraum der Pandemie als potenzieller Standort in Betracht gezogen wird, weil die Infektionszahlen dort sehr niedrig sind, was zur Sicherheit der Turnierteilnehmer beiträgt. Und solange die Pandemie herrscht, wird es keinen großen Tourismusstrom geben. Streaming ftw.
Davon abgesehen bin ich mir sicher, dass Hardcore-Fans nahezu überall hinfahren, wenn es darauf ankommt. Das EVE-Fanfest in Island findet auch großen Zuspruch und das ist für Fans aus Amerika und Asien auch nicht gerade komfortabel um die Ecke.
FlintenUschi schrieb am
Newell also talked about the idea of holding Valve's DOTA 2 and CS:GO esports tournaments in New Zealand, saying the idea gets "more realistic all the time".
The International DOTA 2 tournament boasts the highest prize pool in esports, with the 2019 pool reaching a whopping US$34.3 million (NZ$48.5 million), and the CS:GO Major Championship was put down for a US$2 million prize pool before the 2020 event was cancelled due to Covid-19.
The International 2020 was due to take place in Stockholm, but was also cancelled ? now Gabe says New Zealand could be a good venue for both.
Ich glaube das ist eher Wunschdenken des neuseeländischen Reporters. Die zuschauerstärksten eSport-Finals in Ländern abzuhalten, die keinerlei relevante eSport-Szene besitzen, kaum potentielle Ticketkäufer haben, für Touristen nur schwer zu erreichen sind und dazu in einer abgelegenen Zeitzone liegen? Sehr unwahrscheinlich, es sei denn das wäre eine Privatveranstaltung für Herrn Newell und seine Arbeitskollegen :)
Sir Richfield schrieb am
dOpesen hat geschrieben: ?
21.01.2021 17:08
amüsanten industrie?
Wenn ich mir aktuell andere Threads angucke, war ich schon bei tragikomischer Industrie...
dOpesen schrieb am
amüsanten industrie?
greetingz
schrieb am