Als Datengrundlage werden mehrere Studien genannt, u.a. von Microsoft. So sollten Spieler die Geschichte ihres Lieblingsfilms, ihrer Lieblingsserie und ihres Lieblingsspiels erzählen. Während zu Filmen und Serien ausführliche und detailreiche Antworten gegeben wurden, blieben die Informationen in der Spiele-Kategorie spärlich. Die Charaktere würden wohl im Gedächtnis bleiben, aber nicht notwendigerweise aufgrund ihrer Rolle in der Geschichte.
Rouse belegt anhand einiger Zahlen, dass die wenigsten Menschen Spiele durchspielen. Nur ungefähr ein Drittel würde dies tun. Folgende Beispiele basierend auf Steam-Statistiken wurden genannt. Die Prozentzahl gibt an, wie viele Spieler den Titel abgeschlossen haben:
- The Walking Dead: Season 1, Episode 1 - 66%
- Mass Effect 2 - 56%
- BioShock Infinite - 53%
- Batman: Arkham City - 47%
- Portal - 47%
- Mass Effect 3 - 42%
- The Walking Dead: Season 1, Episode 5 - 39%
- The Elder Scrolls V: Skyrim - 32%
- Borderlands 2 - 30%
Er fährt fort und stellt die Frage, warum die Entwickler so viel Aufwand in den dritten Akt (das Ende) stecken sollten, wenn doch die Mehrheit die Spieler diesen Abschnitt überhaupt nicht zu Gesicht bekommen würde.
Die beiden Vortragenden kommen zum Schluss, dass die Geschichte in Spielen generell überbewertet sei, denn die Spieler würden sich ohnehin nicht daran erinnern. Anders wäre es bei den Charakteren und der Spielerfahrung, denn daran würden sie sich erinnern. Daher sollten sich Entwickler und Designer lieber auf die Charaktere sowie das Spiel ("gameplay") konzentrieren und weniger auf die Feinheiten des Erzählens.
