Samantha Gorman von Tender Claws, die 2015 mit Pry einen der sechs IGF-Finalisten in der Kategorie "Excellence in Narrative" stellten, bemängelt z.B. die vorgegebene, oft nicht zufriedenstellende Gewichtung dieser Verzweigungen und bevorzugt stattdessen einen vom Autor vorgegebenen Erzählbogen mit einem flexiblen Spielraum, den der Spieler erforschen könne.
Katie Chironis von den Golden Glitch Studios setzt in dem auf Shakespeares Hamlet basierenden Elsinore hingegen auf das Anbieten unerwarteter Optionen wie z. B. das vorzeitige Nennen von Übeltätern gegenüber Schlüsselcharakteren. Trotzdem werde man nicht in der Lage sein, Figuren vor ihren tragischen Schicksalen zu bewahren. Viel mehr wolle man, dass der Spieler verstehe, dass es nicht ums Gewinnen gehe, sondern darum, die Charaktere zu ergründen.
Nina Freeman von Star Maid Games, die dieses Jahr mit Cibele für den Nuovo Award des Independent Games Festivals nominiert sind, will dem Spieler hingegen möglichst wenige Informationen an die Hand geben und ihn die Lücken selbst füllen lassen. In Cibele gescheh dies z.B. durch das Entdecken von E-Mails, Videos, Fotos und Notizen auf dem Computer. Auch anderen empfielt sie, mit ungewöhnlichen Erzählformen zu experimentieren und Dinge einfach mal wegzulassen.
