Chronicles of Elyria: Kickstarter für das Online-Rollenspiel, in dem die Charaktere altern und sterben, war erfolgreich; Zusatzziele angedacht

 
Chronicles of Elyria
Entwickler:
Publisher: Soulbound Studios
Release:
Q4 2017
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Chronicles of Elyria - Kickstarter für das Online-Rollenspiel, in dem die Charaktere altern und sterben, war erfolgreich; Zusatzziele angedacht

Chronicles of Elyria (Rollenspiel) von Soulbound Studios
Chronicles of Elyria (Rollenspiel) von Soulbound Studios - Bildquelle: Soulbound Studios
Chronicles of Elyria, das Online-Rollenspiel, in dem die Charaktere altern und sterben werden, ist erfolgreich via Kickstarter finanziert worden. 900.000 Dollar waren das Finanzierungsziel. Derzeit stehen 921.080 Dollar von 7.667 Unterstützern unter dem Strich. Das Projekt kann noch 19 Tage unterstützt werden.

In den vergangenen Tagen haben die Entwickler bereits eine Umfrage zu möglichen Zusatzzielen (detaillierte Beschreibung) durchgeführt und ausgewertet. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer würde sich demnach das Feature "Tunneling" wünschen - also Tunnelbau bis hin zur Errichtung von unterirdischen Grotten, Minen oder Höhlen. Diese Funktion wollen die Entwickler auf jeden Fall (irgendwie) einbauen. Ebenfalls beliebt bei der Community waren die folgenden Punkte: Kämpfe auf Reittieren, Naturkatastrophen, Erbstücke und die Möglichkeit, Sachen bzw. Container (wobei alles im Spiel prinzipiell ein Container sei) zu vergraben. Die Entwickler wollen sich zunächst über die Umsetzbarkeit (Kosten, Implementierung etc.) Gedanken machen.

Mit Chronicles of Elyria will das Team das erste MMORPG abliefern, in dem der eigene Charakter altern und sterben wird. Aber keine Sorge: Dank einer unendlichen Seele bedeutete es nicht das endgültige Aus, falls die Spielfigur das Zeitliche segnet. Gleichzeitig basiert auch das Geschäftsmodell auf dieser Mechanik, denn genau wie an Spielautomaten muss man hier so genannte Life Sparks, also Lebensfunken erwerben, wenn man seine Seele in einen neuen Körper transferieren möchte. Laut Entwicklern soll eine Lebenszeit im Spiel etwa zehn bis 14 reale Monate entsprechen. Wird man im Spiel umgebracht, verkürzt sich die Lebenszeit beim Wiedereinstieg um etwa zwei Tage. Ist man allerdings eine besonders einflussreiche Persönlichkeit wie etwa ein König, wird die komplette Lebenszeit schon nach vier oder fünf Toden aufgebraucht. Ein "Spark of Life" ist in der Vollversion des Spiels enthalten. Ein weiterer Lebensfunke soll dann 30 Dollar kosten.

Abseits dieser Kern-Mechanik versprechen die Soulbound Studios ein geschlossenes Wirtschaftssystem, limitierte Ressourcen, eine zerstörbare Umgebung und einmalige (also nicht wiederholbare) Quests. In letzteren will man sich von den NPC-Hubs mit ihren immer gleichen Aufgaben verabschieden und es Spielern erlauben, selbst mit Hilfe eine Vertragssystems eigene Missionen für andere Nutzer zu erstellen. Darüber hinaus will man auch keine Mini-Map oder eine vorgefertigte Karten der Spielwelt anbieten, sondern für Spieler mit kartographischen Fähigkeiten einen Wirtschaftszweig eröffnen. Gefundene Schatzkarten können allerdings auch gefälscht werden und Leute in Fallen locken bzw. durch veränderte Ortsnamen auf eine falsche Fährte bringen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Genre-Vertretern, in denen vor allem ein hoher Rang und die Ausrüstung entscheidend sind, soll hier vor allem das Können im Umgang mit dem Kampfsystem eine Rolle spielen, zu dem Ausweichmanöver, Timing, Geschwindigkeit und die Ausdauerleiste zählen. Das Crafting möchte man außerdem mit Minispielen aufpeppen, damit sich auch in der erschaffenen Ausrüstung das Können des Spielers widerspiegelt.
Quelle: Kickstarter, Soulbound Studios

Kommentare

LeKwas schrieb am
Kleines Update: Einige der ehemaligen KS-Unterstützer bereiten derzeit eine Sammelklage gegen Jeromy Walsh sowie Soulbound Studios vor. Bleibt fraglich, ob bzw. wieviel bei rauskommt, aber die formelle Beschwerde eines Unterstützers jedenfalls soll beim Washington Attorney General zumindest schonmal akzeptiert und zur weiteren Bearbeitung freigegeben worden sein.
Zur Erklärung übrigens, diese Leute wendeten sich an die Washingtoner Behörde, weil jene auch in der Vergangenheit schonmal gegen Crowdfunding-Betrüger durchgriff:
https://www.atg.wa.gov/news/news-releas ... shady-deal
LeKwas schrieb am
Bei Massivelyop gibt's auch einen ausführlichen Artikel zu:
https://massivelyop.com/2020/04/02/vagu ... o-nowhere/
The land auction finally started again on March 12th, and in context, that makes me just plain angry. Less than two weeks later, it was announced that development was shutting down and the game wasn?t happening, and quite frankly there is no conceivable scenario wherein people didn?t know on March 12th what was going to happen on March 25th. That makes the land auction moving forward feel like nothing more than a cheap last-minute cash grab.
In den Kommentarbereich von Kickstarter mit seinen Hundertschaften von geprellten und stinksauren Unterstützern traut sich Walsh nicht mehr, und das offizielle Forum scheint er kürzlich dichtgemacht zu haben, der Link dazu (https://chroniclesofelyria.com/forum) leitet wieder zur Hauptseite um (und das, obwohl Walsh kurz zuvor noch versprach, die Kommunikationskanäle der Community aufrechterhalten zu wollen). Derweil ist er vollends mit Schadenskontrolle auf Twitter beschäftigt, und stellt sich selbst ausschließlich als Opfer unglücklicher Umstände sowie übler Nachrede dar.
LeKwas schrieb am
Wird nix mehr, die Entwicklung wurde eingestellt, und alle Entwickler wurden entlassen:
https://mmos.com/news/chronicles-of-ely ... -all-staff
Seither wurden Betrugsvorwürfe seitens erboster Backer sowie Landlords und -ladies (man konnte Ländereien fürs Spiel zu Preisen von 60$ bis über 1.000$ erwerben, um die Entwicklung zu unterstützen) laut, weil der Fortschritt am Projekt in den vergangenen Jahren geradezu armselig gewesen sein soll:
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Das hier ist übrigens auch schon alles - eine kurze Parcour Demo für Pre-Alpha Tester, veröffentlicht letzten Monat, also 4 Jahre nach Ende der Kickstarterkampagne (bis zu diesem Zeitpunkt wurden via Crowdfunding ca. 8 Millionen $ eingenommen):

LazyPeon ist ein bisweilen recht umstrittener Geselle, aber hier hat er ein recht gutes Video zusammengestellt, in dem er auch ausführlich darlegt, warum er CoE für eine einzige große Betrugsmasche hält; angeblich soll der CEO, Caspian aka Jeromy Walsh, nicht ansatzweise so viel aus eigener Tasche in das Projekt investiert haben, wie er selber vorgab, und sich darüber hinaus aus den eingesammelten Geldmitteln der Unterstützer ein üppiges Jahreseinkommen gegönnt haben, außerdem soll vieles von dem in der Kickstarterkampagne vorgezeigtem Videomaterial nur pre-rendered gewesen sein - und nur knapp 2 Wochen vor Einstellung des MMOs wurde nochmal ein Sale auf Ländereien losgetreten, bei dem man die Unterstützer bat, noch mehr zu investieren, während gleichzeitig ein Alpha Test für die nahe Zukunft beworben wurde:

Anderes gutes Video, diesmal aus der Sicht eines geprellten Unterstützers:
schrieb am