Der betroffene Händler, Gameware.at, verlinkt zwar auf Trailer und bietet Screenshots an, verweist aber darauf, dass man dort nur per Kreditkarte oder Banküberweisung bezahlen könne - und das könnten ja in der Regel nur Erwachsene. Auch sei man nur einer von vielen internationalen Anbietern, die Software nach Deutschland liefern würde. Man wolle aber dennoch den Dialog mit der Kommission für Jugendmedienschutz suchen, um sich abzustimmen.
Das deutsche Jugendrecht ist aber vergleichsweise noch zahm verglichen zum australischen - in Down-Under gibt es im Gegensatz zu Filmen, wo eine R18+Kategorie existiert, bei Spielen keine höhere Einstufung als MA15+. Software, die darüber hinausschießt, darf nicht frei verkauft werden.
Das ist der australischen Regierung allerdings nicht genug: Mit Netzfiltern will man den Zugang zu Versandhändlern vollständig sperren, die nichtklassifizierte Spiele nach Australien verkaufen, so ein Bericht in The Age. Auch Download-Angebote und Flashspiele - hier würde im Einzelfall überprüft und klassifiziert werden, wenn eine Beschwerde eingereicht wird - würde davon betroffen sein, so sie denn nicht in die vorhandenen Kategorien eingestuft werden können. Ebenfalls bedroht: MMO-Titel á la World of WarCraft oder Second Life, welche aufgrund ihrer Onlinennatur derzeit nicht eingestuft sind.
Laut der Zeitung haben neun Internetprovider Klage gegen das Vorhaben eingereicht - mit einer Entscheidung sei im Juli zu rechnen.
