In der Spielwelt von Graahl sind urplötzlich Inseln in den Wolken erschienen, die es zu erforschen gilt. Ziel ist es, nicht nur die schwebenden Inseln zu erkunden, sondern auch weitere Kartenfragmente zu erlangen, um die Erkundung fortsetzen zu können. Zu Beginn einer Partie darf man zwischen vier verschiedenen Charakteren wählen: Book (junger Mechaniker), Shadow (zwielichtige Frau), Robali (Roboter) oder Gordo (Trickster). Jeder Charakter verfügt über unterschiedliche Eigenschaften in den drei Bereichen Kraft, Intelligenz und Glück. Gordo ist zum Beispiel mit viel Glück gesegnet, Book ist intelligent und Robali ist von Fabrik aus ziemlich kräftig. Nach der Auswahl startet eine kleine Frage-und-Antworten-Runde in Textform, durch die sich die Werte der Charaktere nachträglich modifizieren lassen.
Mit der Aussicht auf zwei Goldmünzen untersucht Book den Wasserfall. Münzen sind später nötig, um ggf. Wertverbesserungen zu kaufen. Nun ist Gordo an der Reihe. Wo soll es hingegen? Zum Brunnen, was mehr Glück erfordert oder zum Lagerfeuerort, was mehr Intelligenz voraussetzt?
Ist Book auf dem Wasserfall platziert worden, ist der nächste Spieler an der Reihe und darf sich einen Bereich auf der Insel aussuchen. Allerdings steht der Wasserfall nicht mehr zur Verfügung, da Book diesen bereits beschlagnahmt hat - also muss ein anderer Ort ausgewählt werden. Nach der Platzierung der Spielfiguren beginnt die "narrative Phase" für diese Insel/Runde. Book untersucht den Wasserfall (illustriert mit kleinen Bildchen), findet dort zwei Münzen, muss aber auch eine Entscheidung in Textform mit Multiple-Choice-Optionen fällen, was er mit den dort gestrandeten Personen macht und durch seine Wahl verliert er einen Moralpunkt.
Durch die Wahl des Erkundungsplatzes (Platzierungsphase) und die Entscheidungen (narrative Phase) verändern sich die Attribute der Charaktere und ermöglichen weitere Aktionen auf späteren Inseln. Auf manchen Wolkeninseln gibt es beispielsweise Plätze, die zwei Charaktere erforschen könnten, wobei diese dann einen "Kampf" austragen. Ist zum Beispiel ein höherer Intelligenzwert erforderlich, zieht Gordo in der Regel gegenüber Book den Kürzeren, weil er über weniger Intelligenz verfügt.
Auf späteren Inseln warten Observatorien darauf, besucht zu werden, durch die man neue Kartenstücke für weitere Inseln erhält. Da diese Observatorien einen besonders hohen Charakterwert erfordern, müssen die Spieler zusammenarbeiten, um das Kartenfragment zu erhalten - oder man lässt den anderen Spieler hängen, indem man ihn alleine ins Observatorium gehen lässt ...
Gordo möchte das Observatorium erforschen, braucht dafür aber mehr Intelligenz. Vielleicht springt Book ein, aber den nötigen Schwellwert können beide gar nicht erreichen.
In Graahl: Of Feather and Grit spielt man also sowohl zusammen als auch gegeneinander, während man Charakterwerte steigert und Münzen sammelt. Außerdem schließen sich mit der Zeit neue Charaktere der eigenen Crew an und ermöglichen so mehr Züge pro Insel. Da die Inseln prozedural gestaltet werden, soll der Wiederspielwelt der narrativen Luftinselerkundungen hoch ausfallen. Ob die Ereignisse ebenfalls generiert oder nur zufällig auf den Inseln verteilt werden, ist jedoch unklar.
Hinweis: Das Bildmaterial stammt aus einer frühen Alpha-Version, die u. a. bei der gamescom präsentiert wurde.
