Achja, Interplay, wann geht ihr endlich unter? Es ist nur zu hoffen, dass Bethesda sich durchsetzt und Interplay daraufhin endlich mal die Segel streichen muss.
Für die, die die Geschichte Interplays nicht kennen:
2001 wurde Interplay von Titus aufgekauft, ein französischer Publisher, der den Caen-Brüdern (ja, genau dem Caen aus den News) gehört. Kurz darauf verließ Gründer Brian Fargo die Firma, unter dessen Leitung Interplay Klassiker wie die Star Trek-Adventures, Fallout, Baldur's Gate, Bard's Tale oder Freespace herausbrachte.
Unter der Leitung der Caen-Brüder wurde noch die fast fertigen Baldur's Gate II-Addon sowie Icewind Dale II und das grottige Fallout:Brotherhood of Steel veröffentlicht. Da die Caens miserabel gewirtschaftet haben, mussten sie aber bereits nach zwei Jahren Projekte wie Baldur's Gate 3 und Fallout 3 einstampfen und schließlich die Black Isle Studios schließen.
Kurz darauf ging man in die Insolvenz. Lizenzen wurden für viel Geld verkauft und trotzdem haben bis heute die meisten ehemaligen Interplay-Angestellten einen Teil ihrer Gehälter nicht erhalten, ebenso Bioware, die für Interplay Baldur's Gate 2 entwickelten.
Heutzutage geht es Interplay nur noch um eines: Investoren finden, die auf den Namen Fallout weiterhin reinfallen. Dabei geht es nicht um Spieleentwicklung (das MMO ist seit sieben Jahren angekündigt, schonmal jemand echtes Fallout Online-Gameplay gesehen?) sondern um reine Geldbeschaffung. Das versuchen die solange wie es geht, weil sie auch nichts mehr zu verlieren haben.
Interplay ist inzwischen ein recht widerlicher Zombie, auferstanden aus einem der genialsten Spiele-Publisher aller Zeiten. Hoffentlich ist es bald vorbei, ich drücke Bethesda die Daumen, die sich wahrscheinlich ärgern, dass sie Interplay überhaupt noch irgendwelche Optionen beim Kauf der Fallout-Lizenz gelassen haben.
Ach, und weil es so schön ist noch drei Penny Arcade-Comics zum Thema Interplay:
http://www.penny-arcade.com/comic/2001/9/24/