Epic Games Store: Epic Games reagiert auf Datenschutz-Kritik sowie Spionage- und Spyware-Vorwürfe - 4Players.de

 
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Entwickler: Epic Games
Publisher: Epic Games
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Epic Games reagiert auf Datenschutz-Kritik sowie Spionage- und Spyware-Vorwürfe

Epic Games Store (Sonstiges) von Epic Games
Epic Games Store (Sonstiges) von Epic Games - Bildquelle: Epic Games
Der Epic Games Store bzw. der Epic Games Launcher steht (mal wieder) in der Kritik. Diesmal gibt es Spionage-Vorwürfe, denn einige Nutzer bei Metacouncil und Resetera haben herausgefunden, dass das Programm ungefragt Daten über Freunde, Gruppen-Mitgliedschaften und die Spielhistorie auf Steam sammeln würde. Zudem hat der Nutzer Madjoki entdeckt, dass der Epic Games Launcher beim Start nach dem Steam-Installationsverzeichnis sucht und eine Liste der Dateien in der Steam Cloud erstellt - inkl. der Speicherstände der Spiele für jeden Benutzer auf dem PC. Daraufhin kochte der Unmut über Spionage und Spyware in einschlägigen Foren hoch und es wurde über den vermeintlichen Einfluss von Tencent (das chinesische Unternehmen hält ca. 40 Prozent an Epic Games) spekuliert.

Zunächst hat Daniel Vogel (Vice President of Engineering bei Epic Games) reagiert und via PC Gamer gemeint, dass die gesammelten Informationen für mehrere "nicht böswillige Zwecke" verwenden werden. Er nannte u. a. das Support-a-Creator-Programm mit Tracking Pixel (tracking.js), die Kommunikation mit dem Unreal Editor und den Import der Steam-Freundesliste, falls man sich dafür entscheiden würde, diese Funktion zu nutzen. Laut Vogel erstellt der Launcher eine verschlüsselte Kopie der localconfig.vdf-Datei (Steam), würde sie aber nur an Epic Games senden, wenn man sich dafür entscheidet, die Steam-Freundesliste über das Menü "Freunde hinzufügen" im Epic Games Launcher zu importieren - und dann würden auch nur die Hash-IDs der Freunde übertragen.

Der Launcher scannt auch nach aktiven Prozessen bzw. Programmen im Hintergrund. Daniel Vogel sagte hierzu, dass dies sicherstellen soll, dass der Launcher nicht versucht, Spiele zu aktualisieren, während sie laufen. Außerdem beteuert er, dass diese Daten nicht an Epic gesendet werden.

Welche Daten sie automatisch und auf freiwilliger Basis sammeln würden, kann in der globalen Datenschutzrichtlinie von Epic Games nachgelesen werden. Hierzu gehören zum Beispiel technische Daten (z. B. Hersteller und Modell des Geräts, Informationen zum Betriebssystem und die Browser Ihres Geräts oder sonstige Geräte- oder systemspezifische Angaben), Absturzberichte sowie Nutzungsdaten und -statistiken zu der Interaktion "mit unseren Websites, Spielen, Game-Engines und Anwendungen, was die URLs unserer von Ihnen aufgerufenen Websites, die URLs von Verweis- und Ausstiegsseiten, die Seitenaufrufe, die auf einer Seite verbrachte Zeit, die Anzahl der Klicks, die Art der Plattform, die von Ihnen verwendete Anwendung oder das von Ihnen gespielte Spiel, die Dauer und die genaue Zeit Ihrer Nutzung oder Ihres Spieles sowie weitere Nutzungsstatistiken beinhaltet", schreibt Epic Games.

Über die allgemeine Nutzung der Daten sagte er: "Epic Games wird von Tim Sweeney geleitet. Wir haben viele externe Aktionäre, von denen hat aber niemand Zugang zu den Kundendaten."

Auch Tim Sweeney meldete sich bei Reddit und schrieb, dass der Epic Games Launcher eigentlich erst auf die localconfig.vdf von Steam zugreifen sollte, wenn sich der Benutzer dafür entschieden hätte, seine Steam-Freundesliste zu importieren und nicht schon vorher. Er meinte, dass die aktuelle Implementierung ein Überbleibsel aus den hektischen Launch-Tagen von Fortnite war. Es war seine Schuld, dass er das Launcher-Team dazu gebracht hätte, diese Funktion schnell einzubauen. Da dieses Problem nun in den Vordergrund gerückt sei, wollen sie es zeitnah beheben. Er antwortete auch darauf, warum der Launcher direkt auf Steam-Dateien zugreifen und nicht die Steam-eigene Entwicklungsschnittstelle (API) verwenden würde. Er sagte, dass sie lieber direkt die Dateien verwenden würden, da sie die Verwendung von Bibliotheken von Drittanbietern aus Sicherheits- und Datenschutzgründen minimieren wollen, weil die meisten APIs mehr Daten sammeln würden als erwartet.

Quelle: Metacouncil, Resetera, Reddit, Epic Games, PC Gamer

Kommentare

LobosOrbus schrieb am
Ha der Dreck kommt mir nicht auf die Platte, freue mich zumindest für alle Epic-Store Kunden. Ist ja ein bissel wie mit dem Apple Mist, niemand zwingt dich dazu, nu schön Ahhh machen und schlucken!
Doc Angelo schrieb am

"Nicht derjenige, der die Daten erzeugt, entscheidet welche Schlüsse daraus gezogen werden, sondern derjenige, der die Daten analysiert."
Kajetan schrieb am
Liesel Weppen hat geschrieben: ?
18.03.2019 10:51
Was mich eher stört ist die Einstellunge "ist wahrscheinlich eh meistens harmlos, welche Daten die absaugen".
Es haben KEINE (in Worten: NULL) Daten abgesaugt zu werden. Egal ob die völlig harmlos oder existenzvernichtend sein könnten.
Vor allem, weil niemand von uns überblicken kann, wann welche Daten in welchem Kontext jetzt harmlos oder nicht sind. Die harmlosesten Daten können im richtigen Kontext, in Verbindung mit anderen, für sich auch vollkommen harmlosen Daten, erstaunlich detaillierte Auskünfte über Dein Leben geben.
Es genügt schon, dass Dir bestimmte Online-Shops die Zahlung auf Rechnung verweigern, weil die von Dir angebebene Versandadresse in einer Strasse liegt, in der es zu überdurchschnittlich vielen Zahlungsausfällen kam. Hier führt dann die harmlose Info "Ich will die Ware dorthin geliefert bekommen" dazu, dass Dir als brav zahlenden, ehrlichen Kunden bestimmte Optionen gar nicht erst zur Verfügung gestellt werden.
Liesel Weppen schrieb am
PixelMurder hat geschrieben: ?
18.03.2019 05:48
Wahrscheinlich ist es meistens eher harmlos, welche Daten Origin, Steam oder Epic absaugen. Was mich eher stört, ist diese Einstellung, einfach mal alles absaugen, die Idioten merken das sowieso nicht, und wen kratzt es, ob ich die Daten von meiner Konkurrenz hacke.
Was mich eher stört ist die Einstellung "ist wahrscheinlich eh meistens harmlos, welche Daten die absaugen".
Es haben KEINE (in Worten: NULL) Daten abgesaugt zu werden. Egal ob die völlig harmlos oder existenzvernichtend sein könnten.
PixelMurder schrieb am
Wahrscheinlich ist es meistens eher harmlos, welche Daten Origin, Steam oder Epic absaugen. Was mich eher stört, ist diese Einstellung, einfach mal alles absaugen, die Idioten merken das sowieso nicht, und wen kratzt es, ob ich die Daten von meiner Konkurrenz hacke. Das ist etwa die selbe Einstellung, mal sehen, ob wir das völlig unfertige und leere Spiel an den Idioten bringen, von denen hat es ja genug. Es ist diese arrogante Geringschätzung des Verbrauchers, die mich manche Firmen inzwischen als Feind sehen lassen. Scheiss drauf, was die Kiddies wollen, Hauptsache wir machen unseren Reibach.
schrieb am