von Jonas Höger,

PlayStation: Neues Patent belegt NFT-Pläne für Wiederverwendung von Skins und Waffen

PlayStation (Hardware) von Sony Computer Entertainment Deutschland
PlayStation (Hardware) von Sony Computer Entertainment Deutschland - Bildquelle: Sony Computer Entertainment Deutschland
Neue Technologien versprechen neue Wege, Geld zu scheffeln: Das gilt auch für NFTs. Bei PlayStation scheint man sich dem verschrienen Trend nun ebenfalls zuzuwenden.

Ein letztes Jahr eingereichtes, aber erst vor wenigen Tagen öffentlich gemachtes Patent zeigt das Interesse des Multimediakonzerns an NFTs. Man wolle Kunst, Charaktere und Gegenstände aus Spielen zu Transaktionsmitteln umgestalten, die in mehr als nur einem Spiel von Käufern verwendet werden können.

PlayStation: Ein Skin, viele Anwendungsmöglichkeiten



Das von PlayStation eingereichte Patent (via Patentscope) hört auf den Titel „NFT Framework For Transferring And Using Digital Assets Between Game Platforms“, was übersetzt so viel bedeutet wie: „NFT-Gerüst für den Transfer und die Verwendung von digitalen Assets zwischen Spieleplattformen“. Es geht also um die Wiederverwendung von Assets, wie beispielsweise Charaktere, Waffen oder Skins, über mehrere Spiele und Plattformen hinweg.

Im Patent heißt es konkret: „Wie hierin anerkannt, können NFTS in manchen Anwendungen wie Computer- oder Videospielen ein Kunstwerk oder ein Asset im Spiel darstellen (wie beispielsweise ein Charakter, eine Waffe oder ein anderes Spiel-Asset), aber die aktuellen Systeme sind technologisch unzureichend, um es dem Besitzer zu ermöglichen, dieses Asset in verschiedenen Spielen oder Plattformen zu benutzen.“

Das wolle man natürlich ändern, wie man weiter versichert: „Entsprechend [...] kann die Funktionalität eines Spiels erweitert werden, indem man Spieler und/oder Zuschauer exklusive Assets nutzen und möglicherweise die Rechte daran an andere via NFTs übertragen lässt.“

Bei solchen NFTs könnte es sich um besondere Skins oder Waffen handeln, die Nutzer entweder durch einen bestimmten Erfolg freischalten oder – wenig überraschend – kaufen können. Das PlayStation Stars-System, das das Unternehmen letztes Jahr eingeführt hatte, soll aber nichts mit NFTs am Hut haben, weshalb uns der Blockchain-Hokuspokus wohl in anderer Form erwarten wird.

Square Enix und die NFTs



Nicht nur in den Augen von PlayStation sind NFTs der letzte Schrei: In der Gaming-Industrie sticht vor allem Square Enix mit einer entsprechenden Affinität hervor, mit der man den ausbleibenden Erfolg von Singleplayer-Spielen wie Forspoken ausgleichen will. Eines der dabei zum Einsatz kommenden Flaggschiffe ist das Symbiogenesis-Projekt, hinter dem enttäuschte Fans zuvor ein Revival der Parasite Eve-Reihe vermuteten.

Neben Square Enix plant auch die Pokémon Company, sich die neuen Technologien rund um Buzz-Wörter wie NFTs, dem Metaverse und der Blockchain zu Nutze zu machen. Dort investiert man nämlich personell und sucht aktuell nach einem NFT-Experten, um neue Marketingstrategien und Zukunftspläne zu entwickeln.

Quelle: Patentscope

Kommentare

greenelve2 schrieb am
Sony hat sich das Patent nur geholt, damit es für andere unmöglich wird und wir Gamer somit davon verschont bleiben.
Vejieta schrieb am
geht denn der NFT Quatsch so gut das sich der Mist finanziell lohnt?
ZackeZells schrieb am
Sehe schon in Zukunft werden Spiele angekündigt und direkt darauf hingewiesen das man, sofern man über ein NFT-Zertifikat von Sony verfügt, mehr aus dem Spiel herausholen kann.
Quasi ein digitaler Amiibo mit beschränktem Namen -> Du willst das Spiel komplett - kauf unsere scheiß NFT´s !!!
Todesglubsch schrieb am
Je nachdem wann das Patent letztes Jahr eingereicht wurde, könnten die NFT-Pläne mittlerweile schon wieder hinfällig sein.
schrieb am