Die wichtigsten Punkte des Förderpapiers im Überblick:
- Substanzielle Förderung im Umfang von 100 Millionen EUR für kulturelle und innovative Spieleentwicklungen für KMU's [kleine und mittlere Unternehmen] in Deutschland
- Mittelverwendung: 20% Konzepte und Prototypen, 60% Projekte (bei 10% Eigenanteil), 10% Infrastruktur und 10% Forschung
- Je nach Anforderung: Unterscheidung zwischen selektiver und automatisierter Förderung
- Zentrale Kenngrößen: Kulturelle Relevanz, ökonomisches Potenzial, technologisch sowie nicht technologisch geprägte Innovationen, Transferpotenzial
- Neben reinen Produktionskosten sollen auch Marketingkosten gefördert werden können
Arbeitskreisleiter Prof. Dr. Behrmann dazu: "UNESCO, EU und Bundestag haben Computerspiele bereits seit geraumer Zeit als kulturell wertvoll anerkannt. Allerdings hat die deutsche Computerspielentwicklung heute immer weniger Relevanz - gerade auch im Vergleich zum deutschen Markt - und die aktuelle Entwicklung führt weg von vielfältiger, innovativer Entwicklung. Andere Mediengattungen und Länder haben dieses Problem längst erkannt und wirken dem bereits erfolgreich mit Förderung entgegen."
"Das Förderkonzept wurde unter Leitung von Prof. Dr. Malte Behrmann innerhalb der letzten zwei Jahre durch die Mitgliedschaft und den Arbeitskreis 'Förderung' in vielen intensiven Sitzungen erarbeitet. Durch die starke Zusammenarbeit der einzelnen Akteure innerhalb des Verbandes wurde sichergestellt, dass sich die Interessen der gesamten deutschen Games-Branche in dem Papier widerspiegeln und der GAME somit ein umfassendes, substanzielles Konzept vorlegt. Das vollständig ausgearbeitete Förderkonzept wird der GAME innerhalb der nächsten Wochen veröffentlichen und den entsprechenden staatlichen Stellen zukommen lassen, um eine rasche und konstruktive Diskussion über die weiteren Schritte noch vor der Bundestagswahl 2017 zu gewährleisten."
Im November 2016 stellte der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware den Entwurf eines Modells zur steuerlichen Förderung von Spiele-Entwicklungen in Deutschland vor (wir berichteten).
