Spielkultur: Abzocker machen Millionen mit weiterverkauften Konsolen und Grafikkarten

 
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Abzocker machen Millionen mit weiterverkauften Konsolen und Grafikkarten (Big Navi und RTX-3000er)

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: Michael Driscoll - Dev.to
Der Verkaufsstart vieler Hardware-Neuheiten in diesem Jahr wurde von Abzockern (Scalper) ausgenutzt, um schnelles Geld mit dem viel zu knappen Angebot und der viel zu hohen Nachfrage zu machen. Sowohl die Ryzen-3-Prozessoren als auch die Big-Navi-Grafikkarten von AMD, die RTX-Grafikkarten der 3000er-Reihe von Nvidia und vor allem die Next-Generation-Konsolen wurden haufenweise von Abzockern - teilweise mit Bot-Einsatz - gekauft und dann via Ebay zu wesentlich höheren Preisen weiterverkauft.

Das Ausmaß dieser Abzocker-Aktionen hat Michael Driscoll (Oracle Data Engineer at USG Corporation & Graduate Student in Machine Learning at Georgia Tech) via Tom's Hardware und Gamefront näher unter die Lupe genommen. Er hat die Verkäufe besagter Produkte auf eBay (USA) über mehrere Wochen bis Anfang Dezember verfolgt und ausgewertet. Angaben zur Methodik und zur Ermittlung der Durchschnittswerte der Preise sowie des Gewinns für Scalper findet ihr bei Dev.to (inkl. Graphen).

Laut seiner Auswertung wurden von der PlayStation 5 (mit Disk-Laufwerk) 25.642 Exemplare via eBay vertickt. Der Preis (Median) war 1.021 Dollar. Der normale Verkaufspreis sollte 499 Dollar betragen. Der Preis-Median in der letzten Woche der Erhebung war sogar bei 1.101 Dollar. Von der PlayStation 5 Digital Edition wurden 7.322 Exemplare zum Preis (Median) von 937 Dollar verkauft. Der normale Verkaufspreis sollte 399 Dollar betragen. Laut Michael Driscoll haben die Abzocker knapp 19 Mio. Dollar Gewinn (nicht Umsatz) allein mit den PlayStation-5-Konsolen gemacht - nur auf eBay in den USA.

Exkurs: Der Median ist ein Mittelwert, der Ausreißer besser ausschließt als z.B. der arithmetische Mittelwert. Der Median wird bestimmt, in dem man die Liste an Zahlenwerten (hier Preise) nach Größe sortiert. Der Wert, der in der Mitte dieser sortierten Liste steht, ist der Median.

Von der Xbox Series X wurden 22.932 Exemplare verkauft. Der Preis-Median lag bei 865 Dollar (geplanter Verkaufspreis: 499 Dollar). Bei der Xbox Series S wurden 6.863 Verkäufe gezählt (Preis-Median: 469 Dollar; geplanter Verkaufspries: 299 Dollar). Der kumulierte Gewinn der Abzocker wird auf ca. 10 Mio. Dollar geschätzt.

In Bezug auf die Grafikkarten von AMD und Nvidia schrieb Driscoll: "Bei Big Navi ist es vergleichsweise noch schlimmer als bei Zen 3; die 6800 XT kostet immer noch 75% über UVP [Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers] und die Standard-6800er wird seit der Markteinführung für 150% der UVP verkauft. (...) So schlimm wie die Preise von Big Navi sind, die Preise der RTX-30-Serie sind noch schlimmer. Die 3060 kam am 1.12. auf den Markt und wurde sofort für >50% des UVP verkauft. Seit dem 15.11. haben sich die Preise aller vier Karten nach oben entwickelt (...) Ironischerweise liegt die 3060 60% über UVP, die 3070 70% über UVP und die 3080 ungefähr 80% über UVP, obwohl die 3090 "nur" 40 % über UVP liegt. Die RTX-30-Serie ist ein riesiger Gewinnbringer für Scalper, mit über neun Millionen Dollar Gewinn allein auf eBay."

Letztes aktuelles Video: Xbox Series X PlayStation 5 Die MultiplattformSpiele zum Start

Quelle: Michael Driscoll via Tom's Hardware und Gamefront

Kommentare

Werhase schrieb am
SethSteiner hat geschrieben: ?25.12.2020 12:15
Werhase hat geschrieben: ?22.12.2020 11:50 Sehe ich nicht so. Der Staat sollte schonmal gar nicht eingreifen. Ist nun mal ein freier Markt.
Wir haben keinen freien Markt. Man darf wohl auch hinterfragen, inwiefern die Scalper alle ordentliche Geschäfte führen, denn dafür gibt es eben Regeln. Wenn also Geschäfte anfangen den Konsumenten die Ware wegzukaufen, dabei aber gleichzeitig womöglich nicht mal die Spielregeln einhalten, sollte der Staat selbstverständlich etwas unternehmen.

Natürlich ist es ein freier Markt und solange Leute an den Börsen auf Preise wie Getreide usw. wetten können, also wirklich für die Menschen relevante Güter, wird sicher niemand was gegen Scalper von Spielekonsolen, Sneakers oder ähnliches Produkte unternehmen - einzig das Finanzamt müsste hier mal ein Auge riskieren.
DrGeenich schrieb am
Ahja, die Scalper sind alle Agenten von Microsoft, die den Erfolg von Sony verhindern wollen. Clever. :mrgreen:
Ansonsten seh ich es wie dx1: Alle Argumente wurden vorgebracht (mehrmals) und wir kommen auf keinen Konsens. Also vertagen wir die Diskussion bis zur nächsten Scalper-machen-Millionen-Meldung ;)
Bei den Konsolen wird das Problem im Laufe des Jahres 21 ohnehin verschwinden, da die Produktion läuft und sicher auch optimiert wird, so das mehr und mehr Geräte auf den Markt kommen.
chrische5 schrieb am
Hallo
Ich verstehe überhaupt nicht, was du da schreibst. Es klingt mir aber viel zu sehr nach aluhut, wenn ich ehrlich bin. Alle Produkte des Konkurrenten kaufen? Das ist doch einfach Unsinn und hat nix mit der Realität zu tun.
Christoph
ChrisJumper schrieb am
chrische5 hat geschrieben: ?25.12.2020 13:06 Hallo
Dafür gibt es bereits Regeln. Warum muss man nun verbieten, dass man etwas teurer verkauft als man eingekauft hat. Wo ist bei solchen Artikeln überhaupt das Problem?
Christoph
Frohes Fest Christoph!
Nun stell dir mal vor jemand möchte sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, aber ohne aufzufallen. Was macht er dann?
Er kauft heimlich alle Geräte der Konkurrenz vom Markt und verkauft sie für das drei bis vierfache. Sind ja nur Luxusartikel. Damit verschafft man sich dann einen Ordentlichen Vorsprung später in der Nachfrage nach Software. Weil Hersteller dann lieber auf einer bestimmten Plattform veröffentlichen, weil dort laut Marktanalyse mehr zahlungsfähige Kunden unterwegs sind.
Ich bin mir an der Stelle noch nicht sicher wer aus welchen Gründen hier die Fäden in der Hand hält. Vielleicht sind es die Streamingdienste, vielleicht aber auch kommt auf uns nur ein fadenscheiniges Argument zu, mit dem die Konsolen in Zukunft nicht mehr gekauft, sondern wie bei Steam quasi nur gemietet werden können. Das würde dann einen Gebrauchtverkauf komplett ausschließen und die Hersteller würden diese Geräte mit DRM noch mehr absichern und sie quasi nur mit einem bestimmten Account an bestimmte GEO-Locations binden.
Es war jetzt eh die letzte physische Konsole eventuell sind doch nur Sammler am Werk die genau wissen das der Wert noch mehr steigen wird wenn es keine Nachfolger mehr gibt. Auch dann wenn Sony in der Mitte der Generation die Kunden weg brechen.
PS Now, Stadia, Amazons Streaming Dienst und Co. hab im 5G Netz bei geringer Latenz und Übertragungsraten von 20 GB/s wahrscheinlich die Nase vorne. Auch wenn ich hoffe das sich die Netzbetreiber in den ersten Jahren diesen Dienst noch versilbern lassen.
Mich hat das Thema sehr gereizt, weil ich es unschön finde und hässlich wie darüber Argumentiert wird. Als Sony Fan sollte ich vielleicht jetzt auch dauernd Xbox-Konsolen kaufen und in die Garage stellen um sie für 1500 Euro...
schrieb am