Spielkultur: Horrorfilm-Firma Blumhouse Productions will in den Games-Markt einsteigen

 
von Jonas Höger,

Blumhouse Productions: Horrorfilm-Firma will in den Games-Markt einsteigen

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: Universal Pictures
Horror ist in Videospielen genauso gegenwärtig wie in anderen Medien, weshalb das bekannte Schockerfilm-Unternehmen Blumhouse Productions nun offenbar ein Stück vom Kuchen haben möchte.

Jason Blum, unter anderem Produzent für Horror-Hits wie M3GAN oder The Purge, will deshalb in die Videospiel-Branche einsteigen und, wenig überraschend, gruselige Titel für kleines Geld entwickeln – Blumhouse ist schließlich für kostengünstige Filmproduktionen bekannt. Maximal zehn Millionen US-Dollar will man pro Spiel investieren.

Blumhouse Productions: Kleine Titel für großen Erfolg?



Weil Blumhouse Productions selbst natürlich noch keine Erfahrung mit dem Entwickeln von Videospielen hat, holt man sich für das ambitionierte Vorhaben externe Hilfe mit an Bord, wie Bloomberg berichtet. Mit Zach Wood und Don Sechler konnte man zwei Industrie-Veteranen für sich gewinnen, wobei letzterer bereits für PlayStation gearbeitet hat.

Abhijay Prakash, der Präsident von Blumhouse, sieht den Schritt in Richtung Gaming als wichtige Zukunftsinvestition: „Wir sind im Geschäft der Schauergeschichten tätig. Wir machen Filme und Fernsehen und da ist dieses gigantische, wachsende Segment in der Medien- und Unterhaltungsbranche namens Gaming.“

„Dort tummeln sich hunderte Milliarden von Dollar und wir sind in einer großartigen Position, den Versuch zu wagen, dort Fuß zu fassen,“ erklärt Prakash. Um seine Visionen umzusetzen soll das neue Blumhouse Games-Department nach kleinen Studios mit laufenden Projekten Ausschau halten, finanzielle Unterstützung, kreative Ratschläge und eine wichtige Reputation im Horror-Bereich anbieten.

Externe Investitionen statt Eigenhausproduktionen



Blumhouse Games scheint also eher als Publisher aufzutreten, anstatt selbst Spiele entwickeln zu wollen. Aus wirtschaftlicher Sicht vermutlich clever: Statt ein brandneues Team aus erfahrenen Entwicklern zusammenzustellen, kann man sich bei bestehenden Projekten einhaken. Das breit aufgestellte Horrorfilm-Portfolio von Blumhouse Productions dürfte also keine Videospiel-Adaptionen erhalten.

Dabei wäre es sicherlich interessant gewesen, eine Games-Umsetzung von aktuellen Kinoschockern wie Get Out und The Black Phone oder Horror-Klassikern wie Paranormal Activity auf PC und Konsolen geliefert zu bekommen. Bis man bei Blumhouse Productions dann das erste Spiel als Publisher veröffentlicht, dürfte es noch etwas dauern – vorher können sich Gruselfans auf jeden Fall auf das Resident Evil 4 Remake freuen.

Quelle: Bloomberg

Kommentare

greenelve2 schrieb am
Mal schauen.... klingt eigentlich nach Lizenz, aber spätestens seit Netflix, Amazon und Co. bauen Firmen für den Spielemarkt auch eigene Studios auf.
schrieb am