Pokémon Karmesin & Purpur: Kompetitive Community verbietet weitere Pokémon

 
von Jonas Höger,

Pokémon Karmesin & Purpur: Kompetitive Community verbietet weitere Pokémon

Pokémon Karmesin & Purpur (Rollenspiel) von Nintendo
Pokémon Karmesin & Purpur (Rollenspiel) von Nintendo - Bildquelle: The Pokémon Company / Game Freak
Nach einer Abstimmung am Wochenende ist sich die kompetitive Community einig: Einige Taschenmonster in Pokémon Karmesin & Purpur sind einfach viel zu stark.

Die sogenannte Smogon University, die inoffiziell für viele Spieler Regeln aufstellt, um für möglichst faire Kämpfe zu sorgen, hat daher drei weitere Pokémon im populärsten Format (Overused alias OU) verboten. Falls ihr also nicht nur in die Online-Kämpfe hüpft oder an offiziellen VGC-Turnieren teilnimmt, sondern auch nach den inoffiziellen Smogon-Regeln kämpft, müsst ihr bei letzterem ab jetzt leider auf drei Pokémon in Karmesin & Purpur verzichten.

Pokémon Karmesin & Purpur: Das Aus für Yuyu, Epitaff und Mopex



Betroffen sind drei Taschenmonster, die in ihren Funktionen und Stärken unterschiedlicher nicht sein könnten: Yuyu, Epitaff und Mopex. Wer das kompetitive Meta verfolgt, wird angesichts dieser Entscheidung wenig überrascht sein, denn alle drei waren unter den 36 meistgenutzten Pokémon im Overused-Tier vertreten.

Feuerfisch Yuyu war dabei der eindeutigste Kandidat für einen Bann und wurde einstimmig auf die Ersatzbank geschickt. Mit seinen hohen Basiswerten, der fatalen Fähigkeit Unheilsjuwelen und seinen unaufhaltsamen Angriffen mit der Feuer-Terakristallisierung hat das legendäre Pokémon ganze Teams im Alleingang auseinandergenommen.



Auch Epitaff, die neue Entwicklung von Rasaff, ist eine offensive Naturgewalt. Der Geist-Kampf-Typ kombiniert mit seiner natürlichen Defensive und starken Attacken wie Nahkampf und Ableithieb durchbricht viele Mauern, während er einen Treffer nach dem anderen einsteckt. Dadurch wird auch sein Spezialangriff Zornesfaust immer und immer stärker.

Bedauernswert ist allerdings das Verbot von Mopex: Die rollende Echse ist wohl vor allem wegen der Attacke Schwanzabwurf rausgeflogen, die einem durch das Aufsetzen eines Delegators und den anschließenden Tausch einen Free-Switch generiert und leicht ein Setup mit Angriffen wie Drachentanz, Schwerttanz oder Gedankengut erlaubt. Schwanzabwurf kostet zwar 50% seiner Kraftpunkte, von denen Mopex aber dank der Fähigkeit Belebekraft 33% sofort wiederherstellt.

Weitere verbotene Pokémon und offizielle Richtlinien



Mit den drei neuen Banns in Pokémon Karmesin & Purpur kommt die inoffizielle Community von Smogon nun auf insgesamt sieben verbotene Taschenmonster: Zuvor verbannte man schon Friedwuff, Delfinator und die beiden Paradox-Pokémon Flatterhaar und Eisenbündel aus den Standardkämpfen. Auf offizieller Seite ist man hingegen eine ganze Ecke strenger.

Für die ersten beiden Saisons der Online-Kämpfe hat Entwicklerstudio Game Freak nicht nur die beiden Cover-Legenden Koraidon und Miraidon verboten, sondern auch alle Paradox-Pokémon. In einem zuletzt durchgeführten Popularitätsvotum spiegelt sich die kompetitive Szene hingegen kaum wieder: Das beliebteste Taschenmonster in Pokémon Karmesin & Purpur dürfte aus anderen Gründen gewonnen haben.

Quelle: Twitter @SmogonU, Pokéwiki

Kommentare

Bachstail schrieb am
Das war abzusehen, diese Generation ist Hyper-Offensiv, was ich persönlich zwar gut finde aber Smogon ist Smogon und einiges ist de facto einfach zu stark.
Auch wenn ich bemängeln muss, dass Smogom vielleicht ein wenig zu schnell ist, die ersten Bans passierten nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des Spiels, wobei einer dieser schnellen Bans ja durchaus gerechtfertigt war.
schrieb am