Ich war letztes Jahr auf der Games...(wie auch immer sie jetzt heißt) in Köln und muss sagen, dass ich mich selten irgendwo so gelangweilt habe wie dort. Wenn ich nicht in exzellenter Gesellschaft dortgewesen wäre, hätte ich mich vermutlich darüber geärgert, die Anreise, Hotelübernachtung und den Eintritt gezahlt zu haben.
Leider erschließt sich mir der Sinn solcher Veranstaltungen überhaupt nicht. Da werden Trailer gezeigt, die am selben Tag ohnehin bei Youtube verfügbar sind, Goodies, die man am nächsten Tag eigentlich auch wegwerfen kann und die in die Massen geworfen werden wie Kamelle beim Karneval und für die Chance, 10 Minuten eine Demoversion eines Spiels zu spielen, muss man bis zu 90 Minuten anstellen.
Dazu laute Musik, reichlich Menschen mit einem seltsamen Verständnis von Hygiene und überteuerte Getränkepreise. Nicht unbedingt mein Verständnis von Spaß. Das einzige Highlight für mich war jemand, der mit einem
"Get A Life" T-Shirt rumlief, weil ichs noch nicht kannte.
Die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen ergab sich aus meiner Sicht nur in einer einzigen Halle, wo es um Arbeitsplätze in der Spielebranche ging und dazu Vorträge gehalten wurden, und die Halle war bei weitem nicht die bestbesuchteste, der Rest der Massen war eher daran interessiert, sich von übermotivierten Spieleproduzenten und Presentern anschreien zu lassen und irgendwelchen leichtbekleideten Puppen beim rumhampeln auf einer Bühne zuzusehen. Nicht, dass an Letzterem irgendwas verkehrt wäre, aber da kann man auch einfach mal ins Schwimmbad gehen und sich einen zweistelligen Eintrittspreis sparen.
Soviel zu meinem Eindruck einer Spielemesse, mich würde interessieren, ob ich die wirklich interessanten Dinge einfach nur verpasst habe und wo ihr den Mehrwert eines Besuchs seht.