Die #1 ReasonToBe betitelte Veranstaltung, also in etwa "der wichtigste Grund hier zu sein", bot aufgrund der Kürze der Vorträge leider keine tiefen Einblicke. Allerdings nannte Henrike Lode, Produzentin des Independentstudios Lohika, Beispiele für Situationen, in denen sie sich als Frau von Kollegen der Spieleindustrie diffamiert fühlt. Mit einem Ausdruck ihre Anatomie betreffend möchte sie jedenfalls nicht angesprochen werden.
Der Tenor aller Vorträge war allerdings nicht Missmut oder Ärger. Die Sprecherinnern, darunter auch Auriea Harvey von Tale of Tales, wünschten sich vielmehr als ganz normale Entwickler wahrgenommen zu werden. Brenda Romero etwa erkennt die Bedeutung von Vorbildern an, wäre aber froh darüber, wenn es eine solche Veranstaltung in Zukunft nicht geben müsste und verwies auf ihre Auszeichnungen: Die Hälfte würdigten ihre Leistungen nicht als Entwickler, sondern als weiblicher Spielemacher.
Oder wie es Annakaisa Kultima von der University of Tampere ganz unaufgeregt formulierte: "Ich habe ein Recht hier zu sein."