Video "Japanisches Intro" zu No More Heroes

 
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No More Heroes: Japanisches Intro

Japanisches Intro


Japanisches Intro
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Fazit No More Heroes, 11.03.2008:

Cool, schnell, brutal und witzig. Ja, das ist es. Zwischendurch mal. Und als alter Katana-Fan schlitze ich mich gerne im stylischen Retroflair vorwärts: Der Komborausch aus Münzen und Blut erinnert an die Explosionsorgien von Vertikalshootern. Ist das erfrischend anders? Ja. Und der Rest? Der ist richtig schlecht. Ich bin maßlos enttäuscht. No More Heroes hat abseits von bizarrem Grafikstil und Remotegefuchtel nichts zu bieten. Es ist hässlich, stupide, langweilig, wiederholungsanfällig, schnell durchschaut und in Sachen Leveldesign fast schon spießig. Dieses Spiel hatte vielleicht das Potenzial für ein morbides Kunstwerk, manövriert sich aber selbst in eine Sackgasse - und der Weg dahin führt durch die "Open World". In Killer 7, das ich noch geliebt habe, konnte Goichi Suda noch geradlinig gegen den Strom faszinieren, aber hier schwimmt er in einem freien Meer, das er scheinbar nicht kennt. Und er geht gnadenlos unter. Als ich die ersten Schritte in die frei erforschbare Stadt gemacht habe, musste ich mich vergewissern, dass da keine PSone läuft. Das Küstenkaff Santa Destroy ist technisch das Schlechteste, was mir seit Jahren begegnet ist. Das ist quasi ein Woodstock für Kontrapunkte - Pop-ups, Tearing, Kanten, Ruckler, Flimmern, Texturtapeten, Kollisionsboxen, fehlende Interaktion und Autos aus der Hölle. Hinzu kommen eine verdammt miese Fahrphysik sowie Passanten, die nicht reagieren oder einfach weggeschoben werden. Hinzu kommt das immer gleiche Missionsdesign mit gähnend langweiligen Nebenquests. Das ist grausam. Wirklich grausam. No More Heroes fühlt sich in seinen besten Momenten noch an wie ein Tarantino-Streifen auf Speed - allerdings wie einer ohne genug Budget für ordentliche Kulissen. Ach ja: Ist diese Spiel brutaler als Manhunt? Quatsch mit Soße! Ich weiß gar nicht, wer sich diesen dummen Marketingspruch ausgedacht hat. Fest steht: Dieses Gemetzel ist selbst in der blutroten US-Fassung viel zu harmlos für alle Erwachsenen. Man liest so oft etwas von Kunstwerk, wenn es um dieses Spiel geht. Aber das ist es nicht. Und so sehr ich den Klospeicherpunkt und Sylvia Christel auch mag, so viel Sympathie ich dem coolen Killer entgegen bringe: Es funkt einfach nicht. Lediglich die Lichtblitze in den Bosskämpfen und der morbide Humor retten No More Heroes vor dem dunklen Wertungskeller. Dieses "befriedigend" ringe ich mir gerade unter Schmerzen ab...

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