S Sincere,
TBC, (2008) Platzierung: 2nd at Solskogen 2008
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Es sind Dutzende Glühwürmchen, die hier am Sternenhimmel zu glasklaren, melodischen Klängen tanzen. Bunte Schweife ziehen sie hinter sich her, glimmen auf im Rhythmus der Musik, deren Klangqualität bislang einzigartig in der Geschichte der 4k Intros ist. Auch das schlängelnde Schauspiel selbst ist herrlich anzuschauen, womit TBC wieder einmal beweisen, dass momentan niemand an ihrem Thron rütteln kann. Denn sie sind die Meister der kleinen Effektwunder.
The Tourist zeigt uns mit Sine City eine blitzsaubere 8k Intro, die ausschließlich im Browser läuft. Dabei beschränkt sich der gute Mann überwiegend auf einen grauen Einheitsbrei, der nur selten von ein paar Farbtupfern in Form anderer Objekte durchbrochen wird. All die fraktalen Formen, welche in Sine City stecken, sehen jedoch wirklich schön aus und beeindrucken noch mehr aufgrund der ausgewählten Plattform. Was den Sound anbelangt, so sollte sich The Tourist dringend einen Musiker ins Browser-Boot holen. Das schreckliche Gedudel würde selbst der Autor dieser Zeilen, der eigentlich frei von jeglichem musikalischem Talent ist, besser hinkriegen.
Bomben! Überall Bomben! Permanentes Krachen, Zerstörung des Untergrunds! Der Wahnsinn! Nein, wir sind nicht in Call of Duty. Wir sprechen von Sinuous, der neuen 1096 Byte kleinen Intro der Demogruppen Loonies und TBC. In diese minimale Größe quetscht Autor Maytz einen raffiniert gewobenen Teppich aus Partikeln, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch die Farben wechselt, ein paar musikalische Klänge und Soundeffekte enthält, und zuletzt von angedeuteten Bomben durchlöchert wird. Das Alles hat, wie gesagt, eine Dateigröße von gerade einmal einem Kilobyte!!!
Die Fraktalspezialisten von Fulcrum zeigen uns in ihrer 4k Intro Solar Prominence ihr ganz persönlichens Universum. Zu ruhigen, unheimlich stimmungsvollen Klängen rauschen Planeten vorbei, einmal sogar eine riesige Sonne. Allen gemeinsam ist die Oberfläche, die ausschließlich aus schicken Julia-Fraktalen besteht. Im Zusammenspiel mit der Musik und den ruhigen Kamerfahrten wirkt das bezaubernd.
Soleu,
Collapse, (2016) Platzierung: 1st at Revision 2016
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Soleu ist mit seinen fantastischen Licht- und Schattenspielereien und der majestätischen Kulisse eine Offenbarung für Architekturliebhaber. Die künstlerisch hochwertige Gestaltung ist für ein Werk dieser Größe beachtlich und bietet etliche stimmungsvolle Momente, deren Atmosphäre auch durch die ruhigen Klänge zusätzlich an Reiz gewinnen. Und das, obwohl die Musik etwas zu künstlich erzeugt klingt.
Ein rechteckiger Raum, ganz in blau, bestehend aus vielen einzelnen Blöcken, die sich auf und ab bewegen. Das ist der Schauplatz von Solitude. Zwei große Würfel schweben in dieser Umgebung, verbinden sich erst mit einer Linie, die sich nach und nach in mehrere Gummibänder teilt, später gar eine Nockenwelle bilden. Die 4k Intro der Unknown Artists sieht, trotz reichlich genutzer Unschärfe, gut aus, klingt sogar noch besser! Denn glasklare Töne, wunderbar zur Melodie verwoben, untermalt das pulsierende Geschehen.
Diese kleine, aber feine 4k Intro läuft im Browser, basiert auf WebGL und zeigt schöne Ribbon-Effekte, Lensflares und Farbwechsel, eingehüllt in einen Mantel aus glasklarem Synth. Nicht schlecht für diese Plattform und Größe!
Exquisite 4k-Kost der Marke Rebels! Leckere Effekte garniert mit nicht allzu nerviger Musik und abgeschmeckt mit einem brillanten Farbauflauf aus der Künstlerader von h2o. Das 'Spheres Dream'-Menü erfüllt wirklich alle Träume, die an eine moderne 4K Intro gestellt werden.
Solide. Genau das kann man über Splash sagen. Die Sieger-Intro im 4k-Wettbewerb der Assembly 2014 präseniert sich von Anfan bis Ende einfach nur solide. Es sind schöne Szenen, die da über den Bildschirm schwappen. Gesehen hat man sie aber leider schon viel zu oft. Es fehlen die außergewöhnlichen Momente wie sie etwa ein Texas oder Elevated selbst heute noch bietet. Splash spritzt so vor sich hin. Aus dem Gitterboden immer wieder nach oben. In unterschiedlichen Farben, aber dennoch meist gleich. Das ist beileibe nicht schlecht, aber garantiert nichts, wovon man nächstes Jahr noch sprechen wird.