Die coolste Textmode-Demo seit langem kommt aus Finnland. Hedelmae packen den Groove aus und füllen ihre funkige Show mit tollen 3D-Modellen und jeder Menge Oldskool-Flair, wie etwas einem Rubber Twist. Farben und Technik passen, die Musik geht voll ins Bein. Das passt, das macht Laune, womit Hedelmae die derzeit coolsten Ascii-Säue sind.
Die Olympischen Spiele der Textmode-Demos sind er?ffnet. Aktuell l?uft gerade der 17. Text Mode Demo Contest, bei welchem Echtzeit-Demos einen Buchstaben- und Zeichenfilter aufweisen m?ssen, um daran teilnehmen zu k?nnen. Die Beitr?ge mussten bis zum 12.12.2014 eingereicht werden, jetzt w?hlt die Jury die besten Kandidaten aus und teilt das Ergebnis zumeist Anfang Januar mit. Der erste Kandidat, Carbon Tetroxide von der finnischen Gruppe Hedelmae, wurde bereits jetzt auf Pouet.net ver?ffentlicht. Hedelmae ist ja nicht irgendeine NoName-Gruppe. Mit Demos wie Times Square oder Daydream haben sie sich bereits einen guten Namen in der Szene erarbeitet. Auch sind sie bereits alte Textmode-Hasen. Carbon Dioxide aus dem Jahr 2009 und das 2010 erschienene Carbon Trioxide hat bereits die ASCII-Demoszene in Wallung gebracht. Nun also folgt der dritte Streich, und der sieht wirklich hervorragend aus. Zwar werden nur Oldskool-Effekte wie Twister, Metaballs, Tunnel und der obligatorische W?rfel geboten, daf?r sind diese bildschirmf?llend gestaltet und zeigen hervorragende Licht- und Schattenspiele. Da auch Farbgebung und Musik klasse sind und der Kniff mit dem sich permanent bewegenden Hintergrund sofort z?ndet, unterh?lt Carbon Tetroxide vorz?glich.
Wir sind ja schon lange treue Fans von Hedelmae. Mit kleinen, feinen Produktionen, hübsch gestaltet und immer mit viel Kreativität versehen, haben die Finnen unsere Herzen erobert. Nun präsentieren sie uns mit Carbon Trioxide eine Textmode-Demo, die mit feschen, frechen Farben und rasant in Szene gesetzten Oldskool-Effekten kräftig Gas gibt. Man fiebert mit, von der ersten bis zur letzten Sekunde, und genießt diesen Fluss an Design und Können. Danke!
Caret,
Resident, (2006) Platzierung: 1st at Nightshift 2006
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Ein richtiges Textmode-Schmankerl liefern Resident hier ab. Sie bieten schöne Grafiken im Ascii-Look, coole Effekte und wunderbar passende Musik.
Carl Bling,
Carl B, (2012) Platzierung: 1st at Kindergarden 2012
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Inside'!!! Das ist es, was uns zuerst beim Anschauen von Carl Bling eingefallen ist. Das legendäre Werk von CNCD aus dem Jahr 1996 hatte auch diesen Gangsta-Style, diese eingeblendeten Gesichter mit fetten Umrandungen, die irgendwelche Botschaften hinausposaunten. Satte 16 Jahre späte ist dieser Stil immer noch nicht tot zu kriegen. Welch Glück! Carl Bling rappt und hämmert nämlich gar vorzüglich, schmettert uns sagenhaft schöne, golden glänzende Statuen und Schriftzüge entgegen, lässt uns zu ein paar hübschen Szene grooven und die coole Inszenierung von der ersten, bis zur letzten Sekunde genießen. Yeah, Baby!
Blutrot, heftig und hart ist Cat's Cradle von Matt Current. Zumindest für den Normalo-Geschmack. Im Gegensatz zu ihrer kürzlich veröffentlichten Briostris-Demo geizen die Katzen mit aufwändigen 3D-Szenen. Vielmehr geht dies hier als modernes Computerkunstwerk durch, bei dem sich ein paar rote Objekte winden, bei dem der Soundtrack aufs Heftigste wummert und schlägt; bei dem Sprachsamples für Atmosphäre sorgen und wo Formen und Farben in Abstraktion versinken. Leicht zu konsumieren ist Cat's Cradle nun wahrlich nicht. Aber doch irgendwie faszinierend.
CNCD / Fairlight und die Partikel - eine Geschichte, die im letzten Jahr mit 'Blunderbuss' ihren Anfang nahm. Ein Pixel = ein Partikel, so lautet die Formel. Was in 'Blunderbuss' nur viel Staub aufwirbelte und gelegentlich zu Wörtern geformt wurde, wurde schon in der Breakpoint 2010 Siegerdemo 'Agencda Circling Forth' perfektioniert. Aufwändige 3D-Szenen und -Modelle haben Smash, Destop und Co. zusammengebaut, gänzlich aus Partikeln statt aus Wireframes, die sie in atemberaubend schönen Sequenzen zerstauben ließen. Dass es noch schöner, noch imposanter, ja gar epischer geht, beweisen sie nun mit 'Ceasefire'. Ganze Häuserzeilen bauen sie mit ihren Partikeln nach, die sie Stück für Stück verformen und in den Wind pusten. Sie zeigen einen zusammengekauerten Mann, dessen Kleidung sich plötzlich von seinem Körper löst und in einem Meer aus Partikeln von dannen schwebt. Selbst das Wasser besteht nur aus den einzelnen Punkten, schwabbt, blubbert und fließt aber so realistisch, dass man am liebsten gleich selbst darin eintauchen möchte. Untermalt werden die mächtigen Visuals von einem Song im besten Brit-Pop-Stil. Dieses Mal ist es Hunz, der sich für die Komposition verantwortlich zeigt und irgendwo zwischen Radiohead und Keane wandelt. Ein perfekter Track für ein Partikel-Meisterwerk, welches damit noch zusätzlich an Atmosphäre gewinnt.
Woran merkt man, dass bei SlySpy wieder einmal alle Sicherungen durchgebrannt sind? Wenn ein begnadeter Coder wie BoyC seine ?bersprudelnde Fantasie in bewegte Bilder packen muss. Dieses Cellular Interstellar Quantum Testrun Experience ist wieder einmal vollgepackt mit allem, was das visuelle Spektrum hergibt. Jede erdenkliche Farbe steckt hier drin, jede vorhandene Form. Alles flie?t kontinuierlich voran, steht nie still und ?berfordert so manches Mal das menschliche Sehorgan. Dennoch fasziniert dieser Trip, weil so unglaublich viel drin steckt, man beim ersten Sehen gar nicht alles aufsaugen kann. Zwar liegt hier kein zweiter Golden Path oder Wir sind Einstein vor, doch verdient es h?chste Anerkennung zu sehen, was hier alles reingepackt wurde.
Cernunnos,
Traction, (2010) Platzierung: for Textmode Demo Competition 2010
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Lang, brachial, heftig - so präsentiert sich der Ascii-Beitrag von Traction für die TMDC13. Ganz in Schwarz/Weiss gehalten, flackeren und fetzen hier die Objekte und Tunnel umher, werden von ebenso brachialen Klängen perfekt begleitet und versprühen Faszination pur. Und das obwohl man sich hier schon an der Grenze zum 'Noise' befindet. Wer's gerne etwas anders und ungewöhnlich mag, wird an Cernunnos seine schwarz/weisse Freude haben!