Kakiarts regen uns mit dieser Fun-Produktion zum Nachdenken an. Im zweiten Teil der Demo geht es 'Back to the Roots' mit Copperbars und Plasma. Dazu ertönt ein schönes Gitarrenstück mit deutschem Gesang, in dem den alten Zeiten hinterher getrauert wird. Respekt!
Als FutureMark Corporation entwickeln Sie den 3DMark, unter dem Namen MatureFurk halten die Finnen die Demoszene in Atem. Ihr Demo Lapsus enthält superdetaillierte 3D-Modelle, wunderschöne Pixelgrafiken und fette Effekte.
Die Welt des kleinen Prinzen wird komplett in Cel-Shading dargestellt, und wirkt dementsprechend Stylish. Ansonsten ist leider nur wenig vom typischen Demo-Design enthalten. Trotzdem gewann Kolor damit die M&S 2001, denn die 3D-Engine und Animationen sind wirklich gelungen.
Le Pouel,
Kolor, (2009) Platzierung: 3rd at Numerica Artparty #2
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Groovige Klänge begleiten die Konzept-Demo von Brawlz, welche ganz dem Thema Haare gewidmet ist. Im lustigen Comic-Look sehen wir, wie Haare rasiert werden, Furballs umherhüpfen, ein Shampoo wieder Haarwuchs verspricht und Haarstoppeln im Rhythmus zur Musik pulsieren. Die Idee ist einfach Klasse, die Umsetzung hätte jedoch noch etwas mehr Feintuning vertragen können. So sehen manche Szenen wirklich gut aus, anderen merkt man jedoch das Fehlen von Grafiken oder zusätzlichen Objekten an. Nichtsdestotrotz ist die Idee oskarreif, während bei der Regie geschlampt wurde. Dennoch verleihen wir dieser Demo das Prädikat: Frisch, frech, fröhlich, frei!
Wenn wir ehrlich sind, dann können wir mit Noise-Demos nur recht wenig anfangen. Dieser Geräuschvertreter hier, hat uns jedoch wirklich fasziniert, sodass wir tatsächlich bis zur letzten Sekunde am Bildschrim sitzen blieben. In Bezug auf die Technik reißt Le Quattro Stagioni, das im Original mit ganz seltsamen, kryptisch anmutenden Lettern geschrieben wird, zwar keine Grafikkarte aus dem Rechner, gefällt mit seinen ständig in Bewegung bleibenden und sich ineainder verschachtelnden Polygon-Platten aber durchaus. Dazu paart sich hier und da ein interessantes Spiel von Licht und Schatten. Und viel wichtiger: der im Hintergrund abgespielte Geräuschpegel nervt auch nicht allzu sehr, was doch sehr angenehm ist. Somit ist dieses Werk von Limp Ninja, das zu Beginn an ein in grau und blau gehaltenes Chimera erinnert, später jedoch mit netten Texturen und komlexerer Abstraktion aufwartet, einer der besseren Vertreter der Gattung Noise-Demo.
Leitmotiv,
Lunix, (2001) Platzierung: 10th at Mekka & Symposium 2001
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Der heftige, Bass-lastige Elektro-Soundtrack ist perfekt auf die einzelnen Szenen abgestimmt und hievt diese Demo in höhere Sphären. Grafik und Effekte werden per Software-Rendering dargestellt, weshalb die Demo in diesem Punkt blass bleibt.
Die Kombination United Force / Digital Dynamite steht für abgedrehte, hochklassige Demokunst. Normalerweise. Bei Let it burn haben sich die Ungarn dieses Mal ein wenig die Finger verbrannt. Man fährt hier, leicht seitlich geneigt, eine Straße entlang. Sie führt vorbei an Gebäuden, Geschäften, Wolkenkratzern, die in tristem Grau gehalten sind und von reichlich Unschärfe und einem Grieselfilter umgeben sind. Gelegentlich blitzt es hier und da ein wenig auf, während die Musik durchwegs verstörende Züge wiedergibt. Dieses Spielchen beobachtet man für mehr als zwei Minuten, findet es zwar interessant, aber nicht überragend. Dann kommt der krasse Kontrast. Die namensgebenden Flammen lodern den Bildschirm hoch, wirken von ihrer Machart her an alte Plasma-Effekte aus den frühen 1990er Jahren. Man wird herausgerissen aus dem grauen, aber immerhin ein wenig atmosphärischen Einheitsbrei, bekommt knalliges Rot serviert und stellt fest: Das war dieses Mal nur bedingt was, liebe Leute.
Ein kleiner Willkommensgru? zum neuen Jahr, eine Spa?produktion unter der Federf?hrung von Altmeister Nytrik. Genau das ist es, was Cocoon uns mit Let it snow geben. Die Franzosen mit der m?chtigen Engine und den Ausnahmek?nstlern an der Grafikfront, haben gerade einmal zwei Tage lang mit der Erstellung dieser Demo verbracht. Das merkt man auch an vielen Stellen. So ist beispielsweise der obligatorische Tunnel, der in jeder Demo von Cocoon zu sehen sein muss, dieses Mal etwas blass und spartanisch gestaltet. Dennoch klotzt Let it snow richtig rein. Denn mit etwas Glitch, feschen Spikeballs und Twist-Cubes, sowie der kr?ftigen Soundtrack-Mischung aus TripHop und elektronischen Beats, geht auch hier nichts schief. Ein nettes Geschenk zum Jahresanfang. Mehr will Let it snow auch gar nicht sein.