LowFuel treten den Beweis an, dass es sich lohnt, etwas Zeit mit dem OSDM zu verbringen. Vorbei ist die Zeit, als einfache Scrolltexte über den Bildschirm waberten. In ihrer Intro Nulovababa steckt Design, sie sprüht geradezu vor Kreativität und verblüfft mit coolen Effekten. Die Macher fordern die Szene auf, Tools zu verwenden und das dürfte ihnen gelingen. Denn dieses beeindruckende Werk brennt sich hinein in die Demo-Seele und am liebsten würde man sofort mit dem OSDM loslegen.
Nicht erst seit dem letzten Jahr wissen wir, dass es in der Demoszene absolute Ausnahmekünstler gibt, die schlichtweg immer etwas Neuartiges, übergeniales, atemberaubendes zeigen. Leute wie Smash (Fairlight) und Destop (CNCD). Diese beiden Jungs sprühen geradezu vor Ideen. Während der eine (Smash) den Ideen des anderen (Destop) mit brachialem Technik-Know-How Leben einhaucht, kann Destop seiner Kreativität unbeschwert seinen Lauf lassen. Heraus kommen dabei einzigartige New-Media-Werbeclips, die auf dem Echtzeitdemo-Sektor ihresgleichen suchen. Werke wie Agenda Circling Forth etwa, dem großen Abräumer bei den Scene.org Awards 2010. Nun legen die beiden Künstler ein weiteres Atmosphäre-Schwergewicht vor. Numb Res heißt es, in dessen schwarz/weißem Partikel-Universum Planeten und Sonnen kreisen, und in welchem wir das Zählen lernen. Denn sowohl visuell, als auch innerhalb der brillanten Musik, werden Zahlenfolgen eingespielt. Danach folgen imponierende Wasserspiele, in physikalisch korrekter Form, versteht sich, bevor die Punkte wieder die Oberhand gewinnen. Mit Numb Res legen Fairlight und CNCD also ein weiteres Meisterwerk in Design, visueller Gestaltung, Code und Musik vor. Phew!
Cabbibo hat schon auf der Nvscene 2014 mit seinem Erstlingswerk Holly auf seltsame Art im Browser-Fenster fasziniert. Hier, mit der Inviation-Demo zur Nvscene 2015, ist es ähnlich. Auf der einen Seite gefällt das, was man sieht. Bewegende Formen, kein Stillstand, alles pulsiert und pocht. Das hat was, das verströmt eine tolle Atmosphäre, die vom sphärischen Soundtrack mit getragen wird. Andereseits aber wird die Farbwahl nicht jedermann gefallen. Und bei der Musik wäre so viel mehr drin gewesen, hätte man den Gesang noch ein wenig erweitert und dieses 'to be' nicht in eine Endlosschleife gesteckt. Aber wie gesagt, die Faszination ist da. Nur wird sie niicht jeder zu finden wissen. Hinweis: Bitte unbedingt mit Chrome laden!