Die alten Haudegen von Byterapers und Doomsday haben mit Old is not dead einen absoluten Geheimtipp am Start. Obwohl Effekte und Design bereits eine dicke Staubschicht angesetzt haben, geht diese Demo richtig ab. Das liegt einmal am brillanten Soundtrack, der sowohl die Shows selbst, als auch die Stimmung beim Zuschauer permanent antreibt. Zum Anderen ist das Design trotz der vielen Wirbel-Szenen, die in mehreren Schichten übereinander lagern und einigen anderen, uralten Effekten wie die Glow-Bänder oder der Endlos-Zoom, zeitlos gut. Da passt einer der in der Show vorkommenden Sprüche perfekt: 'Storm with a heart'. In der Tat ist hier eine Menge Herzblut drin, das die Liebe zur Demoszene widerspiegelt.
Unglaublich! Da wird die Gruppe Brainstorm reaktiviert und bringt als Comeback eine Oldskool-Demo. Und was für eine! Fantastische Grafiken und Logos harmonieren perfekt mit altbekannten, aber auf Hochglanz polierten Effekten, die sich im Jahre 2006 durchaus sehen lassen können. Interessant ist vor allem, dass Preacher hinter dem Code steckt, der ja normalerweise mit seiner Gruppe mehr für mathematische und minimalistische Spielereien steht. Mit Old's cool zeigt er aber seine Vielfältigkeit.
Ein kleiner, aber dafür heftiger Quickie, den uns die Anal FX hier präsentieren. Sie rammen uns hier einen tollen, wuchtigen Drum'n Bass Sound entgegen, schmeicheln uns mit funkelndem, Variform-eskem Glitzerlook und knallbunten Polygonspielereien, die jedoch nicht immer perfekt im Rhythmus eingesetzt werden. Der Höhepunkt kommt dann leider schneller als erwartet und endet ziemlich abrpubt. 3D-Beschleunigung sucht man hier übrigens vergebens. Die Oldskool Activation läuft völlig ungeschützt im Software-Rendering-Modus.
Flash-Demo! Auf der Takeover 2001 zeigten Omega Interactive mit ihrer gleichnamigen Demo die vielfältigen Möglichkeiten von Flash. Die, leider etwas zu kurz ausgefallen Präsentation überzeugt mit schnellen Schnitten, wechselnden Bildformaten und perfekt getimter Effektfolge. Einziges Manko ist der kommerzielle Movie-Soundtrack, der hier jedoch wie die Faust aufs Auge passt.
Fesch ist das, was uns Nuance und Extrait mit Omnis Ars Imitatio Naturae Est auftischen. Sie laden uns ein in eine sehr stilvoll gestaltete Welt voll geisterhafter Fliegen, pulsierender Wurzelstöcke, bezaubernder schwebender Inseln und einer Bergwelt im Tron-Stil. Der hohe Detailgrad der Texturen, die perfekte Farbstimmung und der ins Blut gehende Drum 'n' Bass Soundtrack fesseln uns von der ersten Sekunde an. Die Kooperation der beiden Gruppen sollte unbedingt weitergeführt werden, wenn solch großartige Früchte dabei herauskommen.
Once Again,
Fuzzion, (2000) Platzierung: 1st at Xuventude Galicia Net 2000
Hach ja, manchmal gibt es so kleine, feine Releases, die einen einfach in Verzückung versetzen. Dieses Mal haben ein paar aktive Musiker beim Webradio Nectarine ein kleines Dentro zusammengebastelt, das an allen Ecken wie ein Oldskool-Intro wirkt. Das Besondere daran ist, dass Onliner's Digest 2 nicht nur ein paar nette Effekte und Scroller bietet, sondern vor allem die Musik, die darin gespielt wird. Von bekannten Größen wie Buzzer, Serpent, Shinobi, Mystra, Rams, Elrinth, lemonade und Silok stammt diese, wobei die einzelnen Tracks nicht seperat ausgewählt werden können, sondern einfach nacheinander abgespielt werden. Ein kleines Handicap. Allerdings sind die chippigen Stücke so schön, dass man kein einziges davon wegklicken möchte. Reinhören und genießen!
Wenn Peter Pan durch einen Feenwald schlendert, muss er sich genau so gef?hlt haben wie wir, nachdem wir die neue Brainstorm-Demo gesehen haben. Oniria zaubert ein solch wundersch?nes, in den schillerndesten Farben strahlendes Partikelschauspiel auf den Bildschirm, dass man schlichtweg verzaubert wird. Der Glanz und Glimmer ist es, welcher dieses eigentlich recht spartanische Werk zu einer solchen Sch?nheit erbl?hen l?sst. Auch der Soundtrack sorgt f?r ein pures Gl?cksgef?hl. Zauberhafte Melodie, sph?rische Kl?nge - der Drang, Tinkerbell zum Tanz zu bitten ist omnipr?sent. Wer auf solch h?bschen Kitsch steht, wird vor Begeisterung dahinschmelzen. Uns hat Oniria jedenfalls verdammt gut gefallen.
Nein, nein! Diese Demo trägt zwar das FLT-Label auf der Brust, stammt jedoch ausnahmsweise nicht von Meisterprogrammierer Smash. Der gönnt sich dieses Mal eine Auszeit (oder programmiert bestimmt schon längst an einer anderen Demo), weshalb der Programmcode für Only One Wish direkt aus Schweden eingeflogen wurde. Niemand geringerer als Magnus Sjöberg, besser bekannt unter dem Pseudonym Pantaloon, kehrt nach längerer Pause auf die große Bühne der Demoszene zurück und hat hier in die Tasten gehauen - sich aber zugleich Verstärkung aus der eigenen Firma ins Boot geholt. Er arbeitet nämlich als Programmierer bei Digital Illusions. Genau wie Louie von The Black Lotus, sowie einige andere an dieser Demo beteiligten Personen. Und diese Kooperation trägt beeindruckende Früchte, denn hier trifft Game-Know-How auf die Designkünste der Szene. Aufwändig modellierte, in Gasmasken gekleidete Gesichter rotieren hier durchs Bild, nur um dann in Millionen von Polygonteilchen zu zerspringen. Imposante Rauchwolken schlängeln sich an mit Graffitis beschmierten Wänden entlang, während der ein oder andere Stilbruch im Comic-Look doch leicht verwirrt. Designer Louie schafft so nicht ganz den Spagat in Richtung seiner legendären Amiga-Demos, zeigt hier jedoch einen schmackhaften optischen Leckerbissen in begeisternder Technik. Ein echter Anwärter auf den Sieg bei der Intel Demo Competition 2008, diese 'Digital Illusions Allstars'-Demo.