Eine dieser typisch leichten, unbeschwerten Demos von Traction. Zahlreiche Partiekleffekte tauchen in Pastellfarben ein, locker flockig schweben in ein modernes Kleid gehüllte Objekte über den Bildschirm und der melodische Soundtrack trägt viel zur relaxten Atmosphäre bei. Kein Meisterwerk, aber sehr stimmungsvoll.
Wie einfach und doch zugleich spektakulär kann doch Demo-Design sein! Die ungarische Gruppe Ümlaüt Design zeigt nur eine einzige Szene - die ist jedoch so perfekt auf die Musik abgestimmt, dass eine tolle Atmosphäre entsteht. Einfach cool!
Der Name erinnert nicht umsonst an Track One von Fairlight, denn wo der speziell der Soundtrack nach der großen Demo der legendären Gruppe klingt, sehen die Effekte mehr an die 64k Intro Death and Taxes von ebenjener Gruppe aus. Dies alles wird im coolen Text-Look dargestellt, durch dessen Würfeluniversum sich Bänder schlängeln und der Protagonist gemütlich schlendert. Toll gemacht!
Sestet,
Traction, (2007) Platzierung: 6th at The Alternative Party 2007
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Abwechslung sucht man hier vergebens. Über die gesamte Spielzeit hinweg betrachtet man den gleichen Partikelstrom, wie er sich elegant windet, verformt, neue Gebilde zeigt und anmutig zu wundervoll melodischen Klängen umherschwebt. Das beherbergt viel Atmosphäre und ist trotz seiner Einfachheit, eine großartige Show!
Flash-Demo! Evoflash bescheren uns die krassesten Tunnelflüge der Adobe-Flash-Geschichte! Von wummernden Beats begleitet, rasen wir durch schicke, abwechslungsreiche Tunnelszenen, die uns immer wieder zu anderen Effekten hinführen. Mal vermehren sich Zellen, mal pumpen Stäbe rhytmisch zur Musik, bevor sie sich in Fischaugenoptik verbiegen. Dabei protzen Evoflash nicht nur bei der Technik, die für Flash-Verhältnisse sensationell ist. Nein, sie spielen auch mit dem Zuschauer, fesseln ihn mit ihrer gar nicht so sterilen grauen Farbwahl von Beginn an, bezirzen ihn mit atmosphärischen, wummernden Beats, die gegen Ende hin von einem immer wilder werdenden Auf- und Ab-Gezirpe im Goa-Trance-Stil begleitet werden. Das hält bei der Stange, da geht man mit. Superbe Kost!
Als drei Wochen vor der Breakpoint 2008 hier auf 4Sceners.de berichtet wurde, dass Cocoon auf der Oster-Party Shad 3 releasen würden, war die Szene zwiegespalten. Während die einen voller Vorfreude auf den dritten Teil der großartigen Horror-Saga waren, regten sich ein paar so genannte Elitescener mächtig über diesen Publicity-Akt auf. Von einem langweiligen Rundflug in 3D war die Rede, obwohl man nicht mehr als ein paar frühe Screenshots gesehen hat. Doch die Spieleprofis um Guille (Coder von Silverfall), Tenshu (arbeitet bei Ubisoft Montreal), Nytrik, Zaac und Willbe schlagen mit voller Wucht zurück, strafen alle Gegner lügen, knallen ihnen mit ihrer Demo dermaßen eine vor den Latz, dass man den Revoluzzern einfach nur eines bescheinigen kann: Sie hatten wohl panische Angst vor diesem Tornado in 3D. Shad 3 ist einfach nur bombastisch. Es fegt mit Karacho durch die Demoszene, reißt in Sachen Detailgrad und 3D alles mit sich, lässt harte Gitarrenriffs auf Breakbeats schmettern und lehrt uns zum dritten Mal das Fürchten. Nicht nur aufgrund der krassen Technik und des Sounds, sondern weil es wieder diese morbiden Grafiken und Szenen zeigt, die schon in den ersten Teilen schockten!
Während der Dubstep-Boom langsam aber sicher wieder am Abflauen ist, kommt diese nette Demo daher und rückt diese brachiale Form der elektronischen Klangkunst noch einmal in den Mittelpunkt. Das zündet immer noch, obwohl die visuelle Gestaltung nicht immer aus dem Durchschnittseinerlei ausbrechen kann. Insgesamt gesehen ein netter Zeitvertreib speziell für diejenigen, den nicht genug vom Dub im Step bekommen können.
Wir lieben Dubstep. Für uns ist das nicht nur eine neumodische Krawall-Entwicklung, sondern eine ganz besondere Form von elektronischer Musik. In der Loopit-Demo Shampain springt der Wobble-Funke allerdings nicht so recht über. Hier wobbt es einfach zu penetrant von der erste Sekunde an, ohne großartige Abwechslung oder technische Kniffe, was eigentlich Schade ist. Denn Shampain hat das Zeug um richtig zu begeistern. Leckere Effekte, viel Champagner-Gespritze mit Glow, stylischen Objekten und fetzigen Störfiltern, die allesamt perfekt auf die krasse Klangwelt abgestimmt sind. So bleibt rotz toller Technik und pefektem Design mit frischen Einfällen ein wenig Enttäuschung zurück.
Brutale Qualität. Mehr als diese zwei Worte benötigt man eigentlich nicht, um Shapeshift von Cocoon zu beschreiben. Wir wissen ja, dass die Franzosen überragende Fähigkeiten auf dem 3D-Sektor haben. Was sie jedoch hier, ganz im speziellen während der futuristischen Chinatown-Szene zeigen, lässt uns nach Worte ringen. Der Detailreichtum dieses Moments, die blinkenden Lichter, Schilder, der herbeirauschende Polizeigleiter, die Farbgestaltung. All dies ist hier schlichtweg perfekt gelungen und könnte direkt im nächsten Spiel der Deus Ex Reihe auftauchen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist Shapeshift überragend. Angefangen von der atmosphärischen Eröffnung mit Cocoon-Logo, typisch detailreichen Bodentexturen und brillantem Soundtrack weiß man genau, dass hier etwas gigantisches unterwegs ist. Doch nach der Future-City kommt der Stilbruch. Ohne Ankündigung wird man ins Freie versetzt, in die Berge. Das passt nicht ungedingt zusammen, was man auch im späteren Demoverlauf noch das ein oder andere Mal erkennen wird. Auch diese Hügellandschaft ist technisch meisterhaft inszeniert, sieht mit den fasernden Wurmobjekten auch höchst stylisch aus, genau wie alle anderen Szenen. Der obligatorische Cocoon-Raum mit Metaballs, ein aus Partikeln bestehender Totenkopf und vieles mehr. All das sind Szenen, die den Stil der Demoszene repräsentieren, aber kein harmonisches Gesamtbild abgeben. Das haben Cocoon in anderen Werken schon besser gelöst. So werden wir uns an Shapeshift als fantastischen aussehenden und klingenden Technikgiganten erinnern, der beim Design über seine Vielfalt gestolpert ist, zwar nicht fällt, aber ein wenig strauchelt. Hätten Cocoon eine reine Chinatown-Demo gebaut, bei der Flüge wie einst in State of Mind vorhanden gewesen wären, sie hätten umgehend in Hollywood anheuern können.