Das Motto in Zenborg ist ganz klar der Glow. Vermehrt aus Dreiecken bestehende, mit leuchtender Umrandung geschmückte Dreiecke bilden hier das A und O der Effektkunst. In stimmungsvollen Farben bilden sie Tunnel, lassen Lichtstrahlen durch sie hindurchbrechen und werden hin und wieder von Tentakelobjekten umglüht. Mit treibenden Rock-Synth-Klängen und dazu passender Geschwindigkeit walzen die Nocturns hier zwar etwas schlicht, aber schick umher. Gute Leistung, Jungs!
Eine Schönheit ist die Demo aus der Stahlfabrik nun wirklich nicht, dafür ist die in Zenesis gespielte Musik einfach nur wunderschön. Melodiös, einfühlsam, spannend und zugleich so frisch und erwärmend, dass trotz nüchternem Look echtes Demo-Flair aufkommt. Erinnerung an Zelda: Twilight Princess vermittelt Zenesis aber, denn gleich der im Wii-Kracher dargestellten Schattenwelt, lassen die Macher hier schwarze Platten in den Himmel fliegen. Sie formen sie zu Ringen, lassen sie Rohrleitungen begleiten und zerlegen Würfel in viele kleine, leuchtende und pulsierende Quader. Nur Texturen und Hintergründe fehlen, weshalb dieses Werk nur musikalisch einer Prinzessin gleicht.
Zenit,
Nesnausk, (2007) Platzierung: 2nd at The Gathering 2007
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Zenit ist die bislang schwächste Demo von Nesnausk, beeindruckt jedoch, wenn man die Hintergründe kennt. Eigentlich sieht es nur danach aus, dass eine bis ins kleinste Detail nachmodellierte Fotokamera Schritt für Schritt in ihre Einzelteile zerlegt wird. Das Interessante daran ist, dass Kamerawinkel und -perspektive zufallsgeneriert sind und im Rhythmus der Musik wechseln. Die Demo bietet außerdem die Möglichkeit, per interaktivem Modus selbst Hand anzulegen und physikalisch korrekt erst die Schrauen zu lösen, bevor man am Innenleben operieren darf. Einfach bis nach dem Endscroller warten oder während der Show die Leertaste betätigen.
Zephia,
Rebels, (2006) Platzierung: 3rd at Nightshift 2006
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Die viel zu blasse Farbgebung kostet Zephia viel von seinem Charme, denn Musik und Oldskool-Effekte fügen sich wunderbar harmonisch zusammen. Schade - hier wäre mehr drin gewesen.
Zeven,
Ninjadev, (2017) Platzierung: 1st at Solskogen 2017
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Die Siegerdemo der Solskogen 2017 erweckt den Anschein eines zusammengewürfelten Effekthaufens. Permanent stürzt man aus einer Farb- und Formenwelt in die nächste. Das wirft Schatten auf das sonst so stilsichere Browser-Werk, da es zum einen einge hervorragend aussehende Szenen, wie etwa die Berlandschaft, gibt und die groovige Musik doch irgendwie die einzelnen Abschnitte zusammenhält, andererseits aber dennoch die Designschwächen nicht überdecken kann.
Zilog,
Sunflower, (1999) Platzierung: 2nd at Gravity 1999
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Zilog bringt die Kreativität der Demoszene mit voller Wucht auf den Bildschirm. Fantastische Grafiken, geniale Musik, Effekte die stimmungsvoller nicht präsentiert werden könnten und ein Design der Extraklasse. Brillant!
Nach 16 Jahren Abstinenz kehrt das legendäre Amiga-Diskmag ZINE wieder zurück, dieses Mal jedoch auf die Windows-Plattform. Diese Werbeintro gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was wir in der fertigen Ausgabe lesen dürfen. Die gesammelte Demo-Prominenz plaudert aus dem Nähkästchen, alte Szenelegenden wie Facet oder Purple Motion haben sich für ZINE an die Tastatur gesetzt und auch aus der Spieleszene finden sich interessante Berichte wieder. Die Schlagzeilen werden in cooler Art präsentiert und von einem grandiosen Track begleitet, den Virgill beigesteuert hat.
Die Diskmag-Maschinerie läuft an… Dieses Mal sind es ASD, welche die Schlagzeilen für die kommende, inzwischen 13. Ausgabe des Diskmags ZINE präsentieren. Und sie tun dies kreativ wie eh und jeh. Sie greifen das Konzept ihrer 'Beyond the Walls of Eryx'-Demo erneut auf, zeigen also eine gigantische Maschine im bläulichen Drahtgitter-Look. Mit dem Unterschied, dass die Kamera nun nicht mehr starr in ISO-Perspektive verharrt, sondern frisch herum saust. Kleine Roboter tippeln herum und werfen den Motor der futuristischen Druckerei an, sodass am Ende die Schlagzeilen der wichtigsten Themen über das Laufband fließen. Was da zu lesen steht, lässt die Wartezeit auf die kommende Ausgabe umso schwerer werden, denn erneut blickt die ZINE-Redaktion wieder über den Tellerrand und behandelt allerlei Themen querbeet durch die Welt der Digitalen Kunst. Was steckt hinter nVidias NVscene-Festival, Rick Sayre von Pixar wurde interviewt, sechs bekannte Scener diskutieren über das Design in Demos, welche Produktionen wurden für die Scene.org Awards nominiert, was treibt die Kefrens zum Comeback? Und so ganz nebenbei gibt's eine erweiterte Fassung des hier veröffentlichten Reports über Spiele aus der Demoszene zu lesen. In Englischer Sprache, versteht sich.
Eine Headlines-Intro erfüllt dann ihren Zweck, wenn die dort genannten Schlagzeilen Appetit auf mehr machen und das Drumherum ein wenig Sex-Appeal verbreitet. Conspiracys Versuch, diese Vorgaben für die kommende, 14. Ausgabe des Diskmags ZINE zu erfüllen, glückt vollauf. Zärtlich schmiegen sich die Aufmachertexte in den Vordergrund, während der Hintergrund samtweich die Farbe wechselt und in den herrlichsten Tönen schimmert. Ein wahres Liebesspiel vollführen die beiden leuchtenden Bänder, die sich zum entspannenden Soundtrack von Xerxes bewegen. Das ist wahrer Sex für die Augen. Da stellt sich eigentlich nur noch eine Frage: Wann erscheint sie denn nun endlich, die neue ZINE?
Ziphead ist ein Monstrum! Das State of the Art des Jahres 2015. Die ultimatiive Club-Demo für jedermann. Würden wir Ziphead in den Discos dieser Welt zeigen, die tanzwütige Meute würde ausflippen, würde völlig weggebeamt auf eine andere Geistesebene werden. Fairlight und CNCD mischen hier das Laserlicht der 1980er Jahre mit den tanzenden Silhouetten der legendäre Amiga-Demo aus dem Jahr 1992. Auch reaktivieren sie den Roboter aus ihrem brachialen Meisterwerk Spacecut, zerschreddern ihn dieses Mal jedoch nicht mit Dubstep-Krawall, sondern hüllen ihn in ein neues Kleid. Damit darf er endlich so tanzen, wie er es schon immer wollte. Er passt sich den treibenden Rhythmen an, glimmert und funkelt schöner als jede Discokugel und ist der beste Beweis dafür, wie begnadet die Menschen doch sind, die hinter diesem Werk stecken. Technisch, visuell und von der Inszenierung her ein Megakracher!