Beschreibung:
Die Kombination United Force / Digital Dynamite steht für abgedrehte, hochklassige Demokunst. Normalerweise. Bei Let it burn haben sich die Ungarn dieses Mal ein wenig die Finger verbrannt. Man fährt hier, leicht seitlich geneigt, eine Straße entlang. Sie führt vorbei an Gebäuden, Geschäften, Wolkenkratzern, die in tristem Grau gehalten sind und von reichlich Unschärfe und einem Grieselfilter umgeben sind. Gelegentlich blitzt es hier und da ein wenig auf, während die Musik durchwegs verstörende Züge wiedergibt. Dieses Spielchen beobachtet man für mehr als zwei Minuten, findet es zwar interessant, aber nicht überragend. Dann kommt der krasse Kontrast. Die namensgebenden Flammen lodern den Bildschirm hoch, wirken von ihrer Machart her an alte Plasma-Effekte aus den frühen 1990er Jahren. Man wird herausgerissen aus dem grauen, aber immerhin ein wenig atmosphärischen Einheitsbrei, bekommt knalliges Rot serviert und stellt fest: Das war dieses Mal nur bedingt was, liebe Leute.