Mit Magrathea hat die Gruppe Brainstorm vor einiger Zeit eine bildhübsche, mit schnieken Effekten gesegnete Textmode-Demo veröffentlicht. Nun gibt's quasi einen Remix des ASCii-Hits. Autor Mu6k hat nämlich allen Buchstaben-, Zeichen- und Zahlensalat des Originals entfernt und mit ein paar Freunden Magrathea in FullHD gerendert. Das Ergebnis sieht zum Anbeissen lecker aus, ist knackscharf, farbenfroh und genau so gut wie das Original. Hmmmm!
Mars Effect,
Team Mars Effect, (2012) Platzierung: 3rd at Assembly 2012
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Momentan ist der Mars in aller Munde. Nein, nicht der Schokoriegel. Vielmehr doch dieses Fahrzeug, welches aktuell auf der Oberfläche von Planet Mars herumgurkt und Fotos zur Erde schickt. Das Team von TME hat sich diesem Szenario angenommen und schickt einen Astronauten auf den Planeten mit Zukunft. Der ist ein wenig tollpatschig und brint es tatsächlich fertig, dass... Moment! Hier ist kein Platz für Spoiler. Deshalb sagen wir einfach, dass dieses Mars Effect superb aussieht und professionellen Animationsfilmen in nichts nachsteht. Der schönste "Blender"-Film der ASM.
Grooven mit Moods Plateau! Im Musikvideo MemBrain! findet ein lustiger Zeitgenosse ein paar Kopfhörer, setzt diese auf und lässt das 'Popular Demo' Realität werden. Cool tanzend bewegt er sich durch die Straßen und groovt zur brillianten Musik richtig ab. Schicke, wenn auch spärlich eingesetzte Demo-Effekte wie Lichtkreise oder Gebäude, die zum Equalizer werden, bringen noch mehr Style ins musikalische Spiel. Und das beste daran ist, dass wir Tränen lachen aufgrund der irrwitzigen Inszenierung und dennoch richtig mit abgehen. Ein Realfilm-Musikexperiment der Spitzenklasse!
Minddrop,
Mercury, (2009) Platzierung: 3rd at Breakpoint 2009
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Mercury lassen in ihrer Wild Demo Minddrop Fotos wie 3D-Szenen wirken, peppen diese mit Linien, Kugeln und anderen beliebten Demo-Objekten auf. Dazu erklingt ein herrlich melodisches Stück, das die atmosphärischen Bilder perfekt untermalt. Wunderschön!
In dem Städtchen, in welchem wir wohnen, gibt es jemanden, der den Zauber und die Magie von 'edlen Steinen' den Kindern vermitteln möchte. Aus allerlei bunten Klunkern werden in verschiedenen Kursen und bei diversen Veranstaltungen Halsketten und Armbänder gebastelt, Pinwände damit verziert und viele sonstige schöne Erfahrungen weitergegeben. Genau von dieser Person stammt auch der Traumsand, der in unserem Video 'When the ocean rose up' den Sturm im Wasserglas visualisierte. Und weil dieses, und die anderen Videos, die mein achtjähriger Sohn AA-Ray und ich zusammen gemacht haben, bei der edlen Steinfrau solch positive Gefühlsstimmungen heraufbeschworen haben, hat sie uns einfach mal gefragt ob wir nicht mit ihren Steinen ein Video machen wollen. Das haben wir mit 'Mineral' auch getan. Da Steine aber grundsätzlich faul sind, sich nicht gerne bewegen bzw. auch nicht lassen, haben wir einige bereits zuvor eingesetzte Ideen hier wiederverwertet. Das Kaleidoskop aus 'Teleonesis' beispielsweise, auch das Wasserglas aus dem 'Ocean', sowie unseren Xoomy-Abpaustisch, der zuletzt im Murmelvideo 'Shimmer' zum Einsatz kam. Auch dank Hoffmans umwerfenden Track 'Crawling' sind uns ein paar stimmungsvolle Momente geglückt, die, so hoffen wir, vermitteln, wie viel Spaß uns die Arbeit an Mineral gemacht hat. Außerdem haben wir auch wieder etwas dazugelernt - wie man etwa mit Splitscreens arbeitet. Alles Dinge, die einen Achtjährigen langsam an die Möglichkeiten eines Computers heranführen und sein Interesse aufrecht erhalten, bzw. sogar noch steigern.
Bad ass Demo-Power im klassischen Stil steckt in diesem Video. Zu aggressiven Tönen malträtieren die Pittsburgh Stallers Kugeln, Würfel und Partikel. Dabei schicken sie dem Zuschauer stylisch verfasste Botschaften entgegen und erinnern ihn an die ersten Jahre in den 2000ern, als wuchtige Beats mit verschiedenen Objekten spielten. Stark, brachial, gut!
My.lab,
Mercury, (2009) Platzierung: 2nd at Buenzli 2009
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Ein wabernder Teppich aus grün-weißen Lichtpartikeln leutet den Eintritt in das Labor von Mercury ein. Faszinierend, aufgrund der rauschenden Soundkulisse aber auch verstörend wirkt dies, bis dann donnerndes Getöse den Gruppennamen aus dem Punktemeer herauslöst. Danach öffnen sich die Türen zur einer Show, die Kreaturen und Absurditäten in den Mittelpunkt stellt. Piranhas, ein frisch operierter menschlicher Körper, grässliche Tiermutationen sind zu sehen, wechseln sich aber mit abstrakten Demoeffekten und gleißenden Lichteffekten ab. Mercury haben hier eine durchaus ansehnliche Horror-Show gebastelt, die einige atmosphärisch dichte Momente aufzuweisen hat. An den stylischen Beginn mit den Partikeln reichen die später gezeigten Schockmomente jedoch nicht mehr heran.
Quite und Orange leiten ein neues Zeitalter ein. Nach dem Überflieger 'cdak', der besten 4k-Intro des Jahres 2011, servieren sie uns weitere, spektakuläre Kost. Dieses Mal allerdings nicht in Echtzeit, sondern in Form zweier Wild Demos, also Videos. Während das Eine (Riveurs Enjienrd) vor allem mit seinen Metaballs bezaubert, bricht in 'Nang' der reinste Partikelwahnsinn aus. Fantastisch anzusehende Wirbelstürme schicken Unc, Preston und Dune hier auf die Reise. Einer schöner als der andere, technisch meisterhaft und visuell eine Augenweide. Mit Dune / Orange tritt außerdem ein alter Bekannter endlich wieder zurück auf die große Demobühne, wobei er mit seinem Soundtrack für Nang dem von ihm gewohnten Stil treu bleibt. Es klingt also manchmal gewöhnunsbedürftig, fesselt aber dennoch mit netter Ambient-Melodie und -Beats. Ein weiterer Meilenstein von Quite und Orange? Wir meinen ganz klar: Ja!
Null,
Mercury, (2008) Platzierung: 2nd at Buenzli 2008
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Einen Scary Movie hat Psykon von Mercury hier produziert. Ganz spärlich ging er mit Farben um, konzentrierte sich ganz auf Grautöne, die gelegentlich von etwas Rot durchbrochen werden. Mal wieder sind es die Würfel, die hier von Anfang bis zum Ende ein pulsierendes Spektakel bilden, begleitet von Angst erzeugenden Tönen und Geräuschen. Nach und nach stoßen andere Objekte hinzu. Erst ist es eine Art flüssiger Strahl, der das Würfelgebilde umgarnt, dann werden beide Objekte in eine Sphäre eingehüllt. Als man meint, die Show wäre vorbei, kommt das eigentliche Highlight. Ein ganz aus Würfeln bestehender, dämonisch aussehender Kopf spuckt bunte Bänder aus.
Auf die Suche nach dem 'Scene Spirit' begibt sich das Raumschiff von Adan, einem der Ausrichter der französischen Numerica Art Party. Besetzt mit drei Astronauten, kommen sie dem Geheimnis auf die Spur, aus welchen Eigenschaften ein typischer Scener besteht. Das Einladungsvideo kommt im witzigen Comic-Look daher, enthält tolle, stets passende Musik und besitzt viel Charme. Der ungewöhnliche Look und die witzigen Ideen verleihen dem Videoclip einen Hauch Einzigartigkeit.
Nvite,
Kewlers, (2013) Platzierung: 2nd at The Ultimate Meeting 2013
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Was haben wir uns gefreut, als vor ein paar Wochen bekannt wurde, dass NVidia nach 2008 erneut die Demo-Party NVision ausrichten würde. Das verspricht eine Vielzahl an großartigen Demos, da wohl alles, was Rang und Namen hat, für den Marktführer unter den Grafikkartenherstellern wahnwitzige Technik aus der eigenen Effektekiste herausholen wird. Nun freuen wir uns noch mehr. Die Ursache dafür ist die spektakuläre Invitation-Demo NVite von der Gruppe Kewlers. Die läuft nur unter Android und ist so ziemlich das krasseste Teil, was bislang aus der Demoszene für diese Plattform geschrieben wurde. Während Curly Brace Worte aus zahlreichen Partikel zusammensetzt, hämmert Musikgott Little Bitchard mit einem ultrafetten Dubstep-Sound wieder auseinander. In Schlangenlinien wirbeln die Partikel weiter, formieren sich neu, nur um dann erneut vom wahnsinnigen Beat der Musik zerstört zu werden. Dasselbe Schicksal ereilt den Köpfen und der Gasmaske, die ebenfalls noch auftauchen, und wie damals in der CNCD-Demo Spacecut immer dem korrekten Takt der Musik folgen. NVite - Das Beste, was einem Android-Gerät passieren kann! Unbedingt anschauen!