Schon wieder zeigen uns Kiki Prods, wie innovativ gestaltet doch eine Music Disk sein kann. Schon in Seeking Sounds haben sie ein vollständige 3D-Umgebung als Auswahlmenü für die einzelnen Musikstücke missbraucht. In Indie Vibes setzen sie dies nun fort. Und da Klötzchengrafik momentan der allerletzte Schrei ist, geht's auch hier klobig zu. Ähnlich einem Ego-Shooter dürfen wir hier eine liebevoll eingerichtete Villa erkunden und mit Cube-Figuren plaudern. Die geben ein paar Informationen über das Konzept dieser Music Disk preis - wahlweise auf Englisch oder Französisch, da die Sprache im Optionsmenü angepasst werden kann. Das sieht wirklich hübsch und für eine Music Disk auch erfrischend anders aus. Beim wichtigsten Kriterium einer Music Disk patzt Indie Vibes allerdings. Die groovigen Musikstücke sind bestimmt nicht jedermanns Sache und können dem hier betriebenen hohen, technischen Aufwand nicht das Wasser reichen.
Donnerwetter! Hier ist mächtig viel Musik im Gefängnis. Alcatraz laden zu einem fantastischen Konzerterlebnis ein, zu einem Musikerlebnis der Extraklasse. Virgill, Cons, Keito und Jogeir ziehen alle Register ihres Könnens und begeistern den Zuhörer mit vielfältigen, perfekt arrangierten Klangkunstwerken. Währen Virgill und Cons auf einer eher düsteren, dunklen Darkwave-Schiene ihre Kreise ziehen und mit betörendem Frauengesang bezirzen, packt Keito wieder einmal die Trip-Hop-Samples und -Beats aus. Das tut er natürlich auf exzellente Art und Weise, auch wenn seine Musikstil vielleicht ein wenig zu oft auf dieser Music Disk vertreten ist. Jogeir hingegen ist mit einem Stück aus seinem neuen Album 'Out of Silence' auf Jailhouse Voices vertreten. Sein 'Floating' ist der vielleicht ruhigste und normalste, hier enthaltene Song. Insgesamt gesehen ist Jailhouse Voices ein hervorragender Music-Sampler geworden, der bei Design und Menügestaltung voll auf die klassische Machart setzt.