C Calm,
JCO, (2014) Platzierung: 1st at Evoke 2014
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Wunder gibt es immer wieder', sang schon Katja Ebstein. Dass diese Aussage richtig ist, beweist JCO mit jedem neuen Werk. Bei diesem Kreativitätsbolzen weiß man nie, was er jetzt wieder ausgeheckt hat. Im Falle von Calm ist es ein sehr atmosphärisches, ruhiges Video mit allerlei Natur- und Stadtaufnahmen. Neben dem wunderschönen Soundtrack ist es der verwendete Grafikfilter, welcher die Filmschnipsel wie mit Öl gemalt erscheinen lässt. Calm erreicht zwar nicht ganz die Klasse der letzten Obergfeller-Ergüsse, wer jedoch Entspannung und Wohlfühlatmospähre sucht, muss hier den Videoplayer anwerfen.
Die Animationskönige von Junk melden sich nach einigen Jahren Szeneabstinenz zurück und präsentieren mit Commercial Break drei lustige Werbefilmchen, die sich vor den Werken von Pixar, Dreamworks und Co. nicht zu verstecken brauchen. Ob Wurmbekämpfungsspray, lustige Handpuppen für Monster oder die Beseitigung von Problemen mit dem Kopierer, Junk haben für alles eine Antwort. Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz und die technische Realisation ist über alle Zweifel erhaben. Ein Meisterwerk!
Craft,
LFT, (2008) Platzierung: 1st at Breakpoint 2008
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Der AVR ATmega88 ist ein Micro Controller. Ein Chip, der normalerweise in Fahrstühlen, Waschmaschinen und ähnlichem Gerät Verwendung findet. Er verfügt über 1kb RAM, 1.5kb ROM und läuft mit 20MHz. LFT haben diesen Controller nun auf eine simple Platine gebaut, die nur über die grundlegendsten Funktionen verfügt: Monitor-Anschluss, Soundausgabe, Power-Management. Nun haben sie für diesen Computer Marke Eigenbau eine Demo geschrieben, die am ehesten an Werke für den C64 erinnert. Aufgrund der ultra-primitiven Hardware sieht das Ergebnis brillant aus, was das Publikum der Breakpoint 2008 zum Ausflippen brachte. In diesem Video wird zuerst die Hardware erklärt, anschließend startet die Demo-Show.
Cubes,
Gaspode, (2015) Platzierung: 2nd at Evoke 2015
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Episch inszeniert, mit einem verdammt coolen Soundtrack, das ist Cubes von Gaspode. In allerlei stylischen Umgebungen und aus coolen Blickwinkeln lässt der Autor Würfel durchs Bild purzeln. Das klingt nach nichts besonderem, ist aufgrund der tollen Inszenierung jedoch höchst unterhaltsam.
Musik-Videos und Demoszene - das ist etwas, das schon länger harmoniert. Zumeist sind es abstrakte, stylische Visuals, die (überwiegend) elektronische Musik begleiten und somit einen Mehrwert für den Konsumenten bieten. Dass echte Personen in Demo-Videos auftauchen, hat jedoch Seltenheitswert. Eine Tatsache, die Jacku ändern wollte. Aus diesem Grund hat er sich mit dem großartigen Musiker Lesnik verbündet und bei Decisions eines seiner Stücke visualisiert, ein weibliches Model inklusive. Dass diese Verbindung weit oberhalb des normalen Szenestandards ist, wird bereits nach den ersten Manövern der Hauptdarstellerin klar. Die helle Optik, perfekt auf die Musik abgestimmte Posen und der professionelle Schnitt hauchen diesem herrlichen Werk mehr als nur eine Prise Edelatmosphäre ein. Hörgenuss zum Sehen? Genau das macht Decisions auf wundervolle Weise.
Mat Recardo und Chris Crusher haben ein Faible dafür, alte Demo-Klassiker als Renderfilme neu in Szene zu setzen. Neben der Demo Odyssey, haben sie sich auch die Kefrens-Demo Desert Dream zur Brust genommen. Herausgekommen ist ein recht schicker Clip, der die Introsequenz des Originals mithilfe kräftig aufpolierter Grafik zeigt. Es fliegt also erneut ein kleines Raumschiff in Richtung Ägypten, wo drei Pyramiden stehen, und möchte die große Kefrens-Pyramide mit einem Stück Melone bewerfen. Was dann passiert, wissen Kenner des kultigen Originals. Das Remake verfügt über hübsche Grafiken, sowie einem gelungenen Remix der Musik von Laxity, lohnt also das Anschauen und Anhören.
Donuts,
HBC, (2008) Platzierung: 2nd at Breakpoint 2008
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Maxon bewies bereits mit seinem "Realtime Demo Wannabe', dass er zu den ganz großen Renderkünstlern unserer Zeit zählt. Jetzt zeigt er uns eine neue, süße Verführung: Donuts! Das leckere Gebäck taucht schon seit Urzeiten in Demos auf, doch noch nie sah es so verführerisch wie hier aus. Wahre Massen schickt uns Maxon entgegen, zeigt deren Herstellung, lässt sie herumpurzeln und schneidet sie brutal in Stücke - immer mit einem leichten Augenzwinkern und grooviger Musik unterlegt. Cool!
Glänzendes Chrom, schimmernder Edelstahl und jede Menge Zahnräder und andere Maschinenteile. Man muss kein Automechaniker sein um der Faszination von Tekotuotantos Doomsday Device zu erliegen. Das hochglänzende Maschinchen sieht einfach sowas von lecker aus, wird von interessanen Einblicken und Kameraschwenks in sein Innenleben und der passenden Musikbegleitung zur technoiden Rockoper, welche das Benzin im Blut zur Wallung bringt. Und dann gibt's da noch den überraschenden Schluss, der es in sich hat. Mehr verraten wir nicht. Selber anschauen!