Weniger Arcade
Beim Entwicklungsstudio in Vancouver will man den Sport realistischer abbilden als in der Vergangenheit: Die gewaltigen Haymaker sahen im Spiel zwar toll aus und entfalteten beim Aufprall eine enorme Wucht, doch mit dem wirklichen Boxen hatten sie nur wenig gemeinsam. Deshalb werden sie bei Champion durch einen "Heavy Punch-Modifier" ersetzt, während man die Schläge vom Haken bis zum Jab vorzugsweise mit dem rechten Analogstick ausführt. Da manche Spieler mit dieser Art des virtuellen Boxens immer noch nicht warm werden, kann man die Steuerung hier von Anfang an so konfigurieren, dass man alternativ auch über die Knöpfe austeilen darf. Zur Erinnerung: Beim Vorgänger Round 4 wurde diese Möglichkeit erst per Patch nachgeliefert. Darüber hinaus werden aber auch die Punches per Analogstick vereinfacht: Da vor allem die Ausführung des rechten Hakenn in der Vergangenheit Probleme bereitet hat, reichen hier für jeden Schlag kurze "Flick-Bewegungen" mit dem Stick, den man folglich nicht mehr auf eine bestimmte Weise führen muss. Das Blocken wurde ebenfalls überarbeitet, so dass man ab sofort nur noch eine Taste für die Abwehr gedrückt halten muss - MMA lässt grüßen. Dabei darf man selbst bei gedrückter Block-Taste Schläge austeilen, so dass nicht nur die Abwehr, sondern auch die Angriffsmöglichkeiten gestärkt werden.
Müde Arme
Die Boxer werden bezüglich ihrer Box-Fähigkeiten und Fitness eingeteilt, wobei der Wertungsmaßstab in den einzelnen Kategorien von eins bis 20 reicht. Es kann also durchaus sein, dass ein Kämpfer über fantastische Box-Techniken verfügt, ihm aber nach der fünften Runde mangels Fitness die Luft und damit die nötige Kondition ausgeht. Zumindest in der Karriere, die sich an MMA orientiert und auf einen Boxer konzentriert, wird man seine Skills in diversen Trainingsspielchen verbessern können - der Besuch in den Camps muss allerdings von den Preisgeldern finanziert werden. Im Kampf sollen nicht nur Kopf und Körper, sondern auch einzelne Gliedmaßen einen eigenen Fitnesszustand bekommen. Deckt man sein Gegenüber z.B. ständig mit rechten Jabs oder Haken ein, wird die Kraft irgendwann nachlassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man mit der linken Faust nicht mehr voll zuschlagen kann. Körpertreffer sollen übrigens im Vergleich zu den Vorgängern effektiver werden - zünftige Leberhaken können sogar zum vorzeitigen K.O. führen. Apropos: Ein One Punch-Knockout a.k.a. Lucky Punch gehört ebenfalls zu den neuen Features - hier wird gar nicht mehr erst angezählt, sondern der Kampf ist nach einem solchen Volltreffer sofort vorbei. Technisch macht Champions eine ähnlich gute Figur wie der immer noch imposante Vorgänger. Mittlerweile hat man jedoch durch Engine-Optimierungen mehr Ressourcen zur Verfügung, so dass erstmals auch ein Ringrichter realisiert werden konnte, der aber zum Glück nur selten in die Kämpfe eingreifen soll. Außerdem will man sich noch mehr Mühe geben, das Aussehen der virtuellen Kämpfer noch besser den realen Vorbilder anzupassen. Die beiden Klitschko-Brüder werden dieses Mal übrigens von Anfang an im Spiel enthalten sein und nicht erst via DLC nachgereicht.
Ich freue mich auf Fight Night Champion! Wenn ich allein daran denke, wie wir uns hier in der Redaktion gegenseitig mit Wutgeschrei im virtuellen Ring von Round 4 geprügelt haben, will ich schon wieder mit dem Daumen-Training anfangen, denn ich weiß: Ich werde es brauchen. Dabei bin ich sehr gespannt, wie sich die leicht entschlackte Schlagmechanik anfühlen wird und ob man die Ermüdungserscheinungen tatsächlich so spürt, wie es die Entwickler versprechen. Gleichzeitig hoffe ich, dass die Spieltiefe nicht unter den Vereinfachungen leidet und man immer noch ordentlich kombinieren sowie taktisch geschickt boxen kann. Da man sich mit der Abschaffung der Haymaker aber bewusst vom Arcade-Image wegbewegen will, bin ich diesbezüglich aber optimistisch. Auch der Karrieremodus klingt interessant, da man den Sportler nicht nur ins Training und in den Ring schicken, sondern auch eine Geschichte drum herum erzählen will. Dass dies funktionieren kann, hat vor einiger Zeit Don King Boxing gezeigt. In diesem Zusammenhang hoffe ich ebenfalls, dass man die Kampfauswahl innerhalb der Karriere nicht so einschränkt wie zuletzt bei MMA und mit der Zeit auch Rivalitäten zwischen den Boxern entstehen. Let's get ready to rumble!
Beim Entwicklungsstudio in Vancouver will man den Sport realistischer abbilden als in der Vergangenheit: Die gewaltigen Haymaker sahen im Spiel zwar toll aus und entfalteten beim Aufprall eine enorme Wucht, doch mit dem wirklichen Boxen hatten sie nur wenig gemeinsam. Deshalb werden sie bei Champion durch einen "Heavy Punch-Modifier" ersetzt, während man die Schläge vom Haken bis zum Jab vorzugsweise mit dem rechten Analogstick ausführt. Da manche Spieler mit dieser Art des virtuellen Boxens immer noch nicht warm werden, kann man die Steuerung hier von Anfang an so konfigurieren, dass man alternativ auch über die Knöpfe austeilen darf. Zur Erinnerung: Beim Vorgänger Round 4 wurde diese Möglichkeit erst per Patch nachgeliefert. Darüber hinaus werden aber auch die Punches per Analogstick vereinfacht: Da vor allem die Ausführung des rechten Hakenn in der Vergangenheit Probleme bereitet hat, reichen hier für jeden Schlag kurze "Flick-Bewegungen" mit dem Stick, den man folglich nicht mehr auf eine bestimmte Weise führen muss. Das Blocken wurde ebenfalls überarbeitet, so dass man ab sofort nur noch eine Taste für die Abwehr gedrückt halten muss - MMA lässt grüßen. Dabei darf man selbst bei gedrückter Block-Taste Schläge austeilen, so dass nicht nur die Abwehr, sondern auch die Angriffsmöglichkeiten gestärkt werden.
Müde Arme
Die Boxer werden bezüglich ihrer Box-Fähigkeiten und Fitness eingeteilt, wobei der Wertungsmaßstab in den einzelnen Kategorien von eins bis 20 reicht. Es kann also durchaus sein, dass ein Kämpfer über fantastische Box-Techniken verfügt, ihm aber nach der fünften Runde mangels Fitness die Luft und damit die nötige Kondition ausgeht. Zumindest in der Karriere, die sich an MMA orientiert und auf einen Boxer konzentriert, wird man seine Skills in diversen Trainingsspielchen verbessern können - der Besuch in den Camps muss allerdings von den Preisgeldern finanziert werden. Im Kampf sollen nicht nur Kopf und Körper, sondern auch einzelne Gliedmaßen einen eigenen Fitnesszustand bekommen. Deckt man sein Gegenüber z.B. ständig mit rechten Jabs oder Haken ein, wird die Kraft irgendwann nachlassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man mit der linken Faust nicht mehr voll zuschlagen kann. Körpertreffer sollen übrigens im Vergleich zu den Vorgängern effektiver werden - zünftige Leberhaken können sogar zum vorzeitigen K.O. führen. Apropos: Ein One Punch-Knockout a.k.a. Lucky Punch gehört ebenfalls zu den neuen Features - hier wird gar nicht mehr erst angezählt, sondern der Kampf ist nach einem solchen Volltreffer sofort vorbei. Technisch macht Champions eine ähnlich gute Figur wie der immer noch imposante Vorgänger. Mittlerweile hat man jedoch durch Engine-Optimierungen mehr Ressourcen zur Verfügung, so dass erstmals auch ein Ringrichter realisiert werden konnte, der aber zum Glück nur selten in die Kämpfe eingreifen soll. Außerdem will man sich noch mehr Mühe geben, das Aussehen der virtuellen Kämpfer noch besser den realen Vorbilder anzupassen. Die beiden Klitschko-Brüder werden dieses Mal übrigens von Anfang an im Spiel enthalten sein und nicht erst via DLC nachgereicht.
Ausblick
Features:
- lizenzierte Boxer unterschiedlicher Gewichtsklassen
- überarbeitete Punch-Mechanik
- optionale Knopfbelegungen möglich
- Karrieremodus inklusive Hintergrundgeschichte
- diverse Trainingsspiele
- One Punch-Knockout möglich
- zwei Fähigkeitsstränge: Box-Können und Fitness
- 20 Boxarenen
- realistischere Darstellung im Ring
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| Volltreffer! |
- erstmals mit aktivem Ringrichter
- Ermüdungssystem für einzelne Gliedmaßen
- erscheint Anfang 2011
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| Körpertreffer sollen mehr Auswirkungen haben als zuvor. |





