Einseiter 
Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.
 1   2   Fazit   Pro & Kontra   So testet 4Players 


Fable: The Journey (Action) von Microsoft
Fable: The Journey
Nachdem man in den bisherigen Fable-Abenteuern viel Freiheit in Albion genießen durfte, geht der Kinect-Ableger einen starren Weg: The  Journey möchte einen neuen Helden und vor allem ein neues Konzept etablieren. In der Theorie klingt gestenkontrollierte Angriffsmagie auf Schienen nur eingeschränkt spannend - wie sieht die Praxis aus?

Lang ist's her

Video
Die Action wird gut inszeniert, aber es gibt auch inhaltliche Längen im Kinect-Albion.
Keiner erinnert sich in Albion an die Heldentaten der Vergangenheit. Immerhin liegen die letzten großen Ereignisse (die 360-Spieler in Fable 3 erlebt haben) schon 50 Jahre zurück. Auch Gabriel, der Protagonist in Fable The Journey, hat keine Ahnung, was vor einem halben Jahrhundert in seinem Heimatland passiert ist. Braucht er auch nicht, denn wie der Spieler vor dem Bildschirm wird er in ein frisches Abenteuer entführt.

Dabei fängt alles ganz harmlos an: Als Mitglied einer in Albion herumreisenden Nomadentruppe beschäftigt sich der äußerlich an einen jüngeren Bruder von Jack Sparrow erinnernde Gabriel lieber mit seiner Stute Seren oder seinen Heldenfantasien. Darüber vergisst er (nicht zum ersten Mal) den Abreisetermin und muss dem Kutschen-Konvoi nacheilen. Die Ereignisse spitzen sich zu, als in einem Sturm eine Brücke einstürzt und Gabriel eine alternative Route suchen muss, um wieder zu der Kolonne aufzuschließen. Er trifft auf die blinde Seherin Theresa (einer der wenigen offensichtlichen Berührungspunkte zu den alten Fables) und findet sich urplötzlich im zerstörerischen Pfad des Verschlingers wieder, einer übernatürlichen Kraft, die Albion zerstören möchte. Um die bei dem Angriff vergiftete Seren retten zu können, lässt er sich auf einen Handel mit Theresa ein und findet sich schließlich im Besitz magischer Kampfhandschuhe. Damit kann er nicht nur sein treues Ross heilen, sondern gefährliche Offensivzauber sprechen.

Ansehnliche Schienen-Fuchtelei

Auch wenn man sich nur auf vorgegeben Pfaden bewegt: Albion hat nichts seiner Pracht eingebüßt.
Auch wenn man sich nur auf vorgegeben Pfaden bewegt: Albion hat nichts seiner Pracht eingebüßt.
Im Gegensatz zu den bisherigen Fables genießt man im Kinect-Albion keine Freiheit bei der Erforschung der Umgebung. Das gesamte Abenteuer läuft auf Schienen ab. Zwar kann man an bestimmen Stationen überlegen, ob man anhält und damit eine kleine vollkommen banale Nebenaufgabe auslöst oder auch entscheiden, ob man ein Hindernis rechts oder links passiert, doch mehr Möglichkeiten zur freien Entfaltung gibt es nicht.

Der Vorteil dabei ist, dass Lionhead immer genau weiß, wie viel der Spieler von Albion sieht und die dieses Mal verwendete Unreal-Engine dafür gut auszunutzen versteht. Effekte sowie Animationen sind schick. Umgebungen und Figuren sind detailliert und verströmen das fabletypische Flair mit leicht comichaften Design, das sich z.B. wie bei Dishonored in leicht asymmetrischer Geometrie oder vergrößerten Händen und Füßen äußert. Hinsichtlich der Abwechslung braucht man sich auch keine Sorgen machen: Unter anderem warten dicht bewachsene Wälder, düstere Sümpfe, Lavahöhlen oder mystische Tempel auf Gabriel, wobei Albion-Veteranen auch das eine oder andere Gebiet wiederkennen dürften. Um es kurz zu machen: Fable The Journey ist einer der bestaussehenden Kinect-Titel - was allerdings angesichts der nur spärlichen Konkurrenz im "oberen Grafikspektrum" nicht allzu schwer ist.

Wohl temperiertes Dreierlei

Die Bosskämpfe gehören zu den Höhepunkten des Kinect-Abstechers ins Fable-Universum.
Die Bosskämpfe gehören zu den Höhepunkten des Kinect-Abstechers ins Fable-Universum.
Mechanisch wird das Gesten-Spiel, das übrigens komplett sitzend gespielt wird, in drei grundsätzliche Elemente geteilt: Kutschenfahrt (nimmt geschätzt etwa 35 Prozent in Anspruch), Pause und Versorgung der Stute (in etwa zehn Prozent) sowie Kampf, der den Rest der Zeit für sich einnimmt. Dabei fällt positiv auf, dass nur selten die Elemente in der Abfolge überstrapaziert werden. Zumeist hat jede Sequenz die richtige Länge oder entsprechende Tempowechsel, bevor sie abgelöst wird. So kommt fast immer nach gestenreichen Abschnitten eine Sequenz, in der man nur zuschaut bzw. wenige Fuchtelereignisse erlebt und so die Arme schonen kann. Dennoch zieht sich die Reise. Zum einen, weil die Geschichte vor allem in der Anfangsphase zu langatmig erzählt wird. Zwar ist sowohl die englische Originalversion als auch die deutsche Lokalisierung durch die Bank hörenswert und gut besetzt. Doch die Charaktere sind schnell durchschaut und überraschen bis zum Ende nur noch selten.

Zum anderen zieht sich die Reise, weil die drei Elemente sich zwar immer rechtzeitig abzuwechseln scheinen, aber innerhalb der einzelnen Situationen zu wenig Variation wartet. Nehmen wir z.B. die Fahrten mit der Kutsche: Zwar reagiert die Gestenerkennung hier (wie auch im Rest des Spiels) größtenteils gut bis sehr gut. Doch während man auf dem Kutschbock sitzt, hat man nicht viel zu tun. Man lenkt bei Bedarf durch ruhige Bewegungen den Gaul nach links oder rechts und kann die Gangart (Schritt, Trab, Galopp mit Ausdauerleiste) festlegen. Da das Pferd auch über eine gewissen Eigenverantwortung verfügt, muss man nur in Extremsituationen oder scharfen Kurven eingreifen.

Kommentare

  • Es ist doch seit Monaten klar, dass das kein gewöhnlicher Nachfolger von "Fable" wird, sondern ausschließlich für Kinect entwickelt wurde. Nach dem guten ersten und den ganz soliden Nachfolgern wäre mal ein starkes Fable 4 für die NextGen angebracht, das sich wieder mehr dem ersten Werk  [...] Es ist doch seit Monaten klar, dass das kein gewöhnlicher Nachfolger von "Fable" wird, sondern ausschließlich für Kinect entwickelt wurde. Nach dem guten ersten und den ganz soliden Nachfolgern wäre mal ein starkes Fable 4 für die NextGen angebracht, das sich wieder mehr dem ersten Werk annähert.
  • Soviel ich weiss, hatte der Vorgänger eine relativ grosse Welt, war zumindest grösser als ein Schlauchshooter. Ich frage mich ja jeweils schon, ob ein 8-stündiger Schlauchshooter nicht eigentlich eine bodenlose Verarsche ist, aber dass ich mich dann noch nicht mal bewegen und erkunden kann, wie ich  [...] Soviel ich weiss, hatte der Vorgänger eine relativ grosse Welt, war zumindest grösser als ein Schlauchshooter. Ich frage mich ja jeweils schon, ob ein 8-stündiger Schlauchshooter nicht eigentlich eine bodenlose Verarsche ist, aber dass ich mich dann noch nicht mal bewegen und erkunden kann, wie ich möchte, geht mal gar nicht. Habe bereits vor fast 20 Jahren mit den Sidescrollern abgeschlossen und das Prinzip ist nur unwesentlich besser, Kinnect hin oder her. Liegt vielleicht daran, dass ich gerade Borderlands 2 zocke, wo die Level angenehm riesig und verschachtelt sind, da kriegt man in den meisten anderen Spielen Platzangst anschliessend.
  • hängt doch immer davon ab, was man draus macht. Also Child of Eden (mit Controller) zb fand ich genial.

Facebook

Google+