Aliens: Colonial Marines

Vorschau: Aliens: Colonial Marines

So testet 4Players
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Autor:
Michael Krosta

Manchmal braucht es etwas länger, bis der Facehugger aus seinem Ei schlüpft: Aliens: Colonial Marines wurde Anfang 2008 angekündigt und verschwand danach in der Versenkung - sogar von einer vorzeitigen Einstellung wurde schon gemunkelt. Erst auf der diesjährigen E3 gab es ein echtes Lebenszeichen, denn Entwickler Gearbox zeigte erstmals Spielszenen aus dem Shooter. Aber entschädigen sie auch für die lange Wartezeit?
Der Kampf geht weiter

Dass die Marines gegen die Alien-Flut in der menschlichen Kolonie Hadley's Hope auf dem entlegenen Planeten LV-426 den Kürzeren gezogen haben, wissen Filmfreunde seit James Camerons Kultstreifen Aliens, der actionreichen Fortsetzung des Horror-Klassikers von Ridley Scott. Colonial Marines will inhaltlich daran anknüpfen: Zeitlich kurz nach den Geschehnissen aus Alien 3 angesetzt, wird ein neuer Trupp losgeschickt, der nach Hicks, Ripley und den anderen Vermissten suchen soll. Entsprechend führte die Reise u.a. auf die USS Sulaco.
Video: Es lebt: Auf der E3 zeigte Gearbox einen neuen Trailer zu Aliens: Colonial Marines
Zur Erinnerung: Dabei handelt es sich um das Raumschiff, mit dem sich die Marines zusammen mit Ripley auf den Weg zur Kolonie gemacht haben und auf dem der spektakuläre Endkampf gegen die Alien-Königin stattgefunden hat.

Bei der Präsentation ging es allerdings vornehmlich auf der Planetenoberfläche von LV-426 zur Sache, auf der die Truppe nach einem heftigen Absturz landet. Die klimatischen Verhältnisse werden dabei ähnlich imposant inszeniert wie im Film: Der heftige Wind pfeift bedrohlich aus der Dunkelheit, während peitschender Regen auf den Boden prasselt und gelungene Lichteffekte für eine angespannte Atmosphäre sorgen, die leicht an Dead Space erinnert. Der neue Renderer, mit dem die Entwickler die Unreal-Engine modifizieren, leistet erstaunlich gute Arbeit. Doch nicht nur die Kulisse soll Furcht einflößen und so dauert es nicht lange, bis der Bewegungstracker der Marines mit seinem markanten "Tok-Tok-Geräusch" erste Signale empfängt, die sich von allen Richtungen aus nähern. Dabei dürfte der Puls ähnlich schnell ansteigen wie die Frequenz des bedrohlichen Piepens. Schwere Entscheidung: Da es kein HUD gibt, muss man selbst abwägen, ob man den Blick lieber auf der blinkenden Anzeige lassen oder in weiser Voraussicht zur Waffe greifen will. Bei der geplanten Version für Wii U wird der Scanner übrigens aller Voraussicht nach auf dem Bildschirm des Controllers untergebracht.

Volle Action

Die Waffe erweist sich wenige Sekunden später als einzig richtige Wahl, wenn die Horde an Biestern angestürmt kommt und die Puls-Gewehre mit dem Original-Sound aus den Filmen im Staccato rattern.
Reicht rohe Waffengewalt aus, um den Alien-Ansturm zu überleben?
Die Geschütztürme verschaffen den Marines nur eine kurze Verschnaufpause.
Trotz seines Alters und vielen Nachahmern sind die Aliens in Verbindung mit den Facehuggern für mich immer noch mit die fiesesten, gefährlichsten und schrecklichsten Kreaturen, die man sich vorstellen kann. Im Spiel wird man neben den Facehuggern gleich auf mehrere Variationen von ihnen treffen: Der "Warrior" ist quasi der Standardgegner, der sich an die Viehcher aus Aliens anlehnt. Die "Runner" sind dagegen schneller unterwegs, aber suchen weniger die offene Konfrontation. Sie agieren lieber in kleinen Gruppen und starten Überraschungsangriffe. Als Vorlage dient das Alien aus dem dritten Film. Dann gibt es noch Dronen, die vornehmlich die Facehugger-Eier positionieren und ihren Dienst in der Nähe der Königin verrichten. Letztere wird wahrscheinlich auch einen großen Auftritt als Boss-Gegner haben.

Kommentare

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  • Doch könnte es, wenn sich die Macher und die Autoren sich ein wenig mehr angestrengt hätten um kreativ eine Lösung zu finden. Scheiß drauf.
  • Oguz-Khan schrieb:
    Zu allem Überfluss versuchen die Entwickler mit der Holzhammermethode den 2.ten Film zu rezitiern: "Guck mal die Selbstschussanlagen und die Verlademechs und die Bewegungssensoren und das Mutteralien, Schau, Schau hin wir haben an alles gedacht was diesen
     [...]
    Oguz-Khan schrieb:
    Zu allem Überfluss versuchen die Entwickler mit der Holzhammermethode den 2.ten Film zu rezitiern: "Guck mal die Selbstschussanlagen und die Verlademechs und die Bewegungssensoren und das Mutteralien, Schau, Schau hin wir haben an alles gedacht was diesen Film ausmacht!" Leider nein, habt Ihr nicht!
    Ich widerspreche dir - wann immer es geht, befürworte ich einen möglichst hohen Wiedererkennungswert. Und gerade in diesem Fall ist er besonders wichtig, da die Geschichte von ACM als direkter Nachfolger zu Aliens angedacht ist, mit den gleichen Locations. Eine Alternative wäre gewesen, Aliens direkt zu verfilmen, aber die Entwickler entschieden sich kein berüchtigtes "Spiel zum Film" zu machen. Dass die Kolonie nach Aliens an sich gar nicht mehr stehen dürfte, nun, das nehme ich jetzt einfach mal so hin. Sonst würde ACM nicht funktionieren. Ich persönlich freue mich sehr darauf, in Aliens-Umgebung eine hoffentlich schöne Coop-Kampagne spielen zu können.
  • Das geniale Alien und der ebenfalss genial gemachte Nachfolger waren vor allem wegen des genialen Untertons, des subtexts so herausragend. Die Menschen kämpften gegen einen Gegner den sie nicht katagolisieren konnten. So war das Mutteralien nicht einfach ein Monster, sondern das pandon zu Ellen  [...] Das geniale Alien und der ebenfalss genial gemachte Nachfolger waren vor allem wegen des genialen Untertons, des subtexts so herausragend. Die Menschen kämpften gegen einen Gegner den sie nicht katagolisieren konnten. So war das Mutteralien nicht einfach ein Monster, sondern das pandon zu Ellen Ripley Figur, auf Seiten der Aleins. Der Endkampf zwischen den beiden "Müttern" war mehr als eine Schlachtplatte und Materialkampf. Hier hingegen sind Aliens einfach nur Gegener die ziemlich fiese sachen machen. Das wars auch schon. Keine unterschwellige Psychologie und keine Symbolik. Zu allem Überfluss versuchen die Entwickler mit der Holzhammermethode den 2.ten Film zu rezitiern: "Guck mal die Selbstschussanlagen und die Verlademechs und die Bewegungssensoren und das Mutteralien, Schau, Schau hin wir haben an alles gedacht was diesen Film ausmacht!" Leider nein, habt Ihr nicht! Zu allem überfluss und zu eurem Nachteil ihr lieben Entwickler. Das ist ein Spiel. Benutzt doch diese Sprache um ein eigene Alien Geschichte zu erzählen. Macht uns fertig mit Brutalen, unterschwelligen anspielungen auf die menschliche Fortpflanzung und seiner bedeutungslosigkeit angesicht des Universums, Aber ich hoffe wohl zu viel. Im vorpupertären Spielemarkt hört dich niemand schreien!